[WestG] [AKT] Vortrag, Bracker: Die Städtehanse in der Krise, Muenster, 10.02.2006

Marcus Weidner Marcus.Weidner at lwl.org
Don Feb 2 12:54:10 CET 2006


Von: "Institut für vergleichende Städtegeschicht e - IStG - gGmbH" <istg at uni-muenster.de>
Datum: 02.02.2006, 10:27


AKTUELL

Es ist gelungen, das Programm des Freitagskolloquiums in diesem 
Wintersemester 2005/06 um einen Kolloquiumstermin zu erweitern:

Am Freitag, dem 10.2.2006, spricht zu der üblichen Zeit um 17 Uhr c.t. 
im Institut

Professor Dr. Jörgen Bracker zum Thema:
Die Städtehanse in der Krise (um 1400) - ihre Spiegelung im 
Störtebeker-Roman "Zeelander" 2005

Professor Dr. Bracker (1936) hat in Münster Archäologie (Promotion 1965) 
studiert und von 1976 bis bis Ende 2001 das Museum für Hamburgische 
Geschichte geleitet. Seine Ausstellungen zur Hansegeschichte 1989 und zu 
den Vitalienbrüdern 2001 mit den 1878 auf  dem Grasbrok gefundenen 
Seeräuberschädeln haben der Hanse- und der Gemeinschaftsforschung völlig 
neue Anstöße gegeben, wie vielfache Medienberichte und nicht zuletzt die 
unter Mitarbeit des Instituts für vergleichende Städtegeschichte 2005 
erschienenen Hansischen Studien  "Störtebeker - 600 Jahre nach seinem 
Tod" beweisen. Jetzt interessiert den seeerfahrenen Wissenschaftler die 
Vermittlung seiner neuen Kenntnisse und Interpretationen  in einer 
allgemein ungewohnten literarischen Gattung.

Die Vereinigung der von manchen Fürsten in Nordeuropa beschäftigten 
Kapergruppen unter dem Dach der "Vitalienbruderschaft" bedeutete für die 
Städtehanse und die durch sie repräsentierten Stadtgesellschaften gegen 
Ende des 14. Jahrhunderts eine ihre Existenz bedrohende Herausforderung, 
der sie durch propagandistische  Bekämpfung  und verschiedene 
Militäraktionen entgegentrat.

Zu Deutungsmöglichkeiten im Rahmen eines historischen Romans nimmt 
Jörgen Bracker Stellung, dessen Buch "ZEELANDER - Der Störtebeker-Roman" 
im Oktober 2005 im Murmann Verlag, Hamburg, erschienen ist und dessen 
zweite Auflage gerade vorbereitet wird.

Wir laden freundlichst ein. Wenn Sie nicht zu den regelmäßigen Gästen 
des Kolloquiums gehören, wären wir dankbar, wenn Sie uns Ihre Teilnahme 
anzeigen würden.

Wilfried Ehbrecht
Peter Johanek
Angelika Lampen