[WestG] [AKT] Hagen: Namenswettbewerb zu Hoehlenfunden

Dr. Marcus Weidner mw at jmr-weidner.de
Son Mar 6 12:34:29 CET 2005


Von: "Historisches Centrum [Info]" <info at historisches-centrum.de>
Datum: 02.03.2005, 11:49


AKTUELL

Namenswettbewerb zu den Höhlenfunden
1000 Euro für den Familiennamen der Ur-Hagener
Einsendeschluss: 31. März 2005
http://www.museum-werdringen.de/wettbewerb.php


1) Ein bedeutender archäologischer Fund

Der Oberbürgermeister der Stadt Hagen, Peter Demnitz, hat mit dem Leiter des
Arbeitskreises Kluterthöhle e. V., Stefan Voigt, einen Namenswettbewerb zu
den Höhlenfunden gestartet, die der Arbeitskreis im Frühjahr 2004 entdeckte.
Die Funde sorgen aufgrund des Ergebnisses der ersten
Radiokarbon-Untersuchung an der Universität Kiel seit September 2004 für
großes Aufsehen in der Öffentlichkeit, in Medien und in Fachkreisen.

Der in Kiel analysierte Schädel war auf ein Alter von 10.700 Jahren datiert
worden. Das bedeutet eine Einordnung in die frühe Mittelsteinzeit. Aus
dieser Zeit liegen in Nordrhein-Westfalen bisher keine vergleichbaren Funde
vor. Das Gebiet des heutigen Deutschlands wurde damals von verhältnismäßig
wenigen Menschen bevölkert. Es wird von zeitgleich lebenden Populationen mit
weniger als 10.000 Personen ausgegangen.

Daß zur Mittelsteinzeit im Raum Hagen auch Menschen lebten, war bisher
ausschließlich durch typische Steinwerkzeuge nachzuweisen. Aus dieser Zeit
sind viele Fundplätze in und um Hagen bekannt. Der Höhlenfund in Hagen
konfrontiert uns erstmalig unmittelbar mit Menschen aus dieser fernen Epoche
der Vergangenheit.


2) Die wissenschaftliche Untersuchung ist angelaufen

Derzeit laufen weitere wissenschaftliche Untersuchungen auf Hochtouren. Sie
haben zum Ziel, das Alter aller bisher geborgenen menschlichen Skeletteile
zu klären. Wichtig ist auch, den Fundzusammenhang genauer zu erforschen.
Vielleicht wird es dann möglich sein, Aussagen darüber zu treffen, wie,
warum und in welchem Zustand die Menschen in die sehr enge und tiefe Höhle
gelangt sind. Auch Hinweise auf das damalige Klima, auf die Vegetation sowie
auf die Ernähung und Lebensweise der Menschen könnten sich ergeben.

Während sich zahlreiche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen um die
weitere Einordnung und Analyse des Fundes bemühen, haben die Bürger und
Bürgerinnen in Hagen den "Ur-Hagener" schon in ihr Herz geschlossen. Sie
freuen sich darauf, durch die wissenschaftlichen Forschungen zukünftig mehr
über die bereits datierten Überreste eines Menschen sowie über die
Skeletteile von weiteren Menschen und ihren Fundzusammenhang in der Höhle zu
erfahren.

Das Interesse an den Vorfahren ist groß, zumal in der Höhle bisher schon die
Reste von mindestens fünf Menschen entdeckt wurden. Allein diese
Fundsituation ist schon außergewöhnlich. In welcher Weise diese Personen
zusammen hängen, ist derzeit noch nicht geklärt. Die Hagener und
Hagenerinnen gehen jedoch davon aus, dass diese Menschen zu ihren "Urahnen"
gehören. Sie sind sehr gespannt, ob sich eventuell sogar eines Tages klären
läßt, wie die bereits jetzt schon in der Höhle nachgewiesenen Menschen zum
Beispiel als Gruppe genetisch verbunden waren.


3) Der Namenswettbewerb

In der Bevölkerung hat sich der Wunsch heraus kristallisiert, diese
Menschenreste in Gesprächen und Presseberichten nicht länger als
"Knochenfund" oder "Höhlenfund" zu bezeichnen. Deshalb wurde in der letzten
Sitzung des Kultur- und Weiterbildungsausschusses vorgeschlagen, dem
"Ur-Hagener" einen Namen zu geben und ihn in die "Hagener Familie"
aufzunehmen. Dieser Wunsch ist verknüpft mit großem Respekt vor den fünf
identifizierten Personen und vielleicht noch weiteren zu erwartenden
menschlichen Überresten in der Höhle.

Der Oberbürgermeister der Stadt Hagen lädt deshalb alle Hagener und
Hagenerinnen, aber auch alle Menschen außerhalb Hagens, die sich für diesen
Fund interessieren, herzlich ein, sich an einem Wettbewerb um einen
besonders positiven, schönen und angemessenen Namen für den "Ur-Hagener" zu
bemühen. Es geht darum, einen "Familiennamen" zu finden, der zukünftig auch
auf vielleicht noch zu identifizierende "Familien- oder Gruppenmitglieder"
passen würde. Ausdrücklich ruft der Oberbürgermeister dazu auf, in diesem
Namen den sterblichen Überresten der gefundenen Individuen auch den
gebührenden Respekt entgegenzubringen.

Da die prähistorischen Menschen aus der Hagener Höhle auch als "Brücke"
zwischen der vielleicht ältesten nachweisbaren Generation, die hier in Hagen
gelebt haben könnte, und Gegenwart und Zukunft stehen könnten, soll der Name
die enge Verbindung mit der Stadt Hagen und ihren Bürgern und Bürgerinnen
zum Ausdruck bringen.

Der Gewinnerin bzw. dem Gewinner des Namenswettbewerbs winkt ein stolzer
Preis von 1.000 Euro, den die Sparkasse Hagen zur Verfügung gestellt hat.
Ende Juli 2005 wird die Jury den Gewinner bzw. die Gewinnerin des
Wettbewerbes bekannt geben.

Der Namenswettbewerb läuft bis zum 31. März 2005. Alle Interessenten, auch
außerhalb von Hagen, können an diesem Namenswettbewerb teilnehmen.


4) Wie beteiligen Sie sich am Wettbewerb?

Ihren Namensvorschlag reichen Sie bitte unter Angabe Ihres Namens und
Alters, der Adresse und Telefon-Nummer, ggf. auch E-Mail-Adresse, ein.

Beiträge auf dem Postweg sind zu adressieren an das

Historische Centrum Hagen
Eilper Str. 71-75
58091 Hagen

Als Fax senden Sie Ihren Vorschlag an die Nummer 02331 207 2447
Oder beteiligen Sie sich online! Füllen Sie dann bitte das Online-Formular
aus.
http://www.museum-werdringen.de/vorschlagform.php

Informationen
02331 207 2740

Hinweis
Die Teilnehmerin und der Teilnehmer erwerben aus der Namensgebung sowie an
dem von ihm vorgeschlagenen Namen keine Rechte. Die Rechte an dem Namen -
insbesondere das alleinige Nutzungsrecht - liegen ausschließlich bei der
Stadt Hagen. Mit Teilnahme an diesem Wettbewerb akzeptiert die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bedingungen. Für den Verlust oder dem
unvollständigen Empfang von Beiträgen auf dem Postweg und elektronischer
Sendung übernimmt die Stadt Hagen keine Haftung.

--
Historisches Centrum Hagen
Eilper Strasse 71 - 75
D-58091 Hagen
Tel  0 23 31 207 27 40
Fax 0 23 31 207 24 47
E-Mail info at historisches-centrum.de
WWW http://www.historisches-centrum.de
WWW http://www.museum-werdringen.de