[WestG] [AKT] Denkmalpflege-Preis von Westfalen-Lippe
Marcus Weidner
Marcus.Weidner at lwl.org
Mit Jan 19 14:26:06 CET 2005
Von: "Anne Sträter", <Anne.Straeter at Kreis-Soest.de>
Datum: 19.01.2005, 13:29
AKTUELL
Denkmalpflege-Preis von Westfalen-Lippe zum 6. Mal verliehen
Den mit 5.000,-- EUR dotierten Denkmalpflege-Preis von Westfalen-Lippe erhielt am 14. September 2004 Dietger Feiherr von Fürstenberg für die Sanierung seines Schloss Körtlinghausen in Rüthen-Kallenhardt. Überreicht wurde die Auszeichnung von Herbert Köhler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Soest. Die älteste Sparkasse Westfalens engagiert sich seit ihrer Gründung 1824 in der Finanzierung von Denkmälern.
1994 wurde erstmals der Denkmalpflege-Preis von Westfalen-Lippe im Blauen Saal der Stadt Soest verliehen.
Am 14. September 2004 wurde wieder ein Denkmal im Kreis Soest ausgezeichnet. Das Preis-Komitée befand 1998 die Restaurierung der barocken Gärten in den Parkanlagen von Schloss Hovestadt in der Gemeinde Lippetal vorbildlich und zeichnete den Eigentümer Elmar Graf von Plettenberg-Lenhausen mit einer Dotation von damals 10.000,-- DM aus.
Im Jahre 2002 wurde gemeinsam mit der Stadt Bocholt das Engagement der Bürger und Bürgerinnen der Stadt Soest gewürdigt, die gelassen ihre archäologischen Baustellen hinnehmen und stolz auf ihre vielen Bodendenkmäler sind.
Alle zwei Jahre wird der Denkmalpflege-Preis von Westfalen-Lippe im Blauen Saal des Rathauses der Stadt Soest verliehen. Auf Anregung des Komitée-Sprechers Albert Simons von Bockum-Dolffs wurde damit eine neue Tradition begründet.
Geehrt wurden im Laufe der Jahre ein Industriedenkmal im Ruhrgebiet, eine private Parkanlage im Lippetal und historische Bauwerke im Ruhrgebiet. Die "gute Stube" der westfälischen Hansestadt bildet den idealen Rahmen für die Würdigung westfälischer Denkmalpflege in einer reichen Kulturlandschaft.
Der Landeskonservator von Westfalen-Lippe Professor Eberhard Grunsky würdigte in seiner Laudatio für den diesjährigen Preisträger das im Jahre 2000 eigens entwickelte Nutzungskonzept für das imposante land- und forstwirtschaftliche Adelsgut Körtlinghausen, das an die Tradition der von 1714 bis 1746 errichteten Schlossanlage anknüpft. Im Barockstil gönnten sich die damaligen Oberjägermeister von Weichs einen repräsentativen Wohnsitz. Im Dienste der Kurfürsten von Köln waren sie für Jagd und Forst im Arnsberger Wald zuständig.
Zügig wurde die insgesamt marode Bausubstanz renoviert und mit viel Liebe zum Detail als Eventlocation hergerichtet. Eingebettet in die Talaue der Glenne ist Schloss Körtlinghausen heute eine stilvolle Adresse für offizielle und private Festlichkeiten und ein romantischer Drehort für Filmaufnahmen. Die Aura des adeligen Lebensstiles im 18. Jahrhundert ist trotz des Eingriffes von Brandschutzmaßnahmen erhalten geblieben. Betont neue Architektur greift in historische Raumproportionen funktional aber behutsam ein. Ein wichtiges Gestaltungselement sind die vielen Parkettfußböden. Sie erinnern an den Glanz von Versailles in diesem bald dreihundert Jahre alten Schloss.
Der Preisträger Dietger Freiherr von Fürstenberg lobte das Engagement seiner Mitarbeiter, die mit Sorgsamkeit, Liebe zum Detail und sorgfältigem handwerklichen Können das heruntergekommene, nutzlose und antiquierte Anwesen zu neuem Leben erweckt haben. Das Düsseldorfer Architekturbüro Mekus und Bramlage hat dabei einen spannenden Arbeitsauftrag mit Bravour erfüllt.
Mit der Verleihung des Preises für Denkmalpflege Westfalen-Lippe alle zwei Jahre wirkt die Kreisstadt Soest weit nach Westfalen hinein, wie einst als Hansestadt mit eigenem Recht.
INFO
Sparkasse Soest
www.sparkasse-soest.de
Schloss Körtlinghausen GbR
59602 Rüthen-Kallenhardt
Telefon: 02902/ 9795-0
Telefax: 02902 / 9795-22
E-Mail: schloss at koertlinghausen.de
Anne Sträter
Kulturreferentin
Hoher Weg 1-3
59494 Soest
Telefon: 02921 / 302458
anne.straeter at kreis-soest.de