[WestG] [AUS] Das Dortmunder Brauerei-Museum entsteht neu
Marcus Weidner
Marcus.Weidner at lwl.org
Die Apr 26 13:42:25 CEST 2005
Von: "gk-mail (Abeck)", <mailing at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 26.04.2005, 13:39
Übernahme aus der Liste Geschichtskultur Ruhr
AUSSTELLUNG
Das Dortmunder Brauerei-Museum entsteht neu
An der Steigerstraße hat die Stadt Dortmund an historischer Stätte einen
authentischen und attraktiven neuen Standort für das Dortmunder
Brauerei-Museum gefunden. Im früheren Maschinenhaus der Hansa-Brauerei, der
angrenzenden Produktionshalle und dem angeschlossenen Alten Sudhaus ist ab
Herbst 2005 auf rund 800 qm eine neu konzipierte Dauerausstellung zu sehen.
Neben der westfälischen Biertradition vom Mittelalter bis zur Gegenwart,
über industrie- und stadtgeschichtliche Aspekte, hin zu
Produktionsprozessen und Technik industriellen Brauens gibt es für die
Besucher auch zahlreiche Exponate aus den 1950er und 60er Jahren zu
entdecken, als der Dortmunder Biertyp zum weltweiten
Exportschlager geworden war und Dortmund als Bierstadt No. 1 galt.
Unterstützung für die Realisierung des Projektes erhält die Stadt von der
Dortmunder Actien-Brauerei, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der
Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv und der Stiftergesellschaft des
Brauerei-Museums.
Über einen langen Zeitraum hat das Bier das Image und das Selbstverständnis
Dortmunds beeinflusst und die Produktionsstätten der Großbrauereien haben
das Stadtbild geprägt. Ausdruck des hohen lokalen Stellenwerts des
Bierbrauens war das 1981 eröffnete Brauerei-Museum Dortmund auf dem
damaligen Kronen-Gelände an der Märkischen Straße. Die Sammlung ging auf
die private Initiative der Inhaberfamilie Brand zurück. Ende der 1990er
Jahre wurde das Museum städtisch, die Exponate wurden als Schenkung der
Stadt Dortmund übereignet. Viele Ausstellungsstücke finden nun in einem
veränderten Kontext ihren Platz im neuen Brauerei-Museum. War das alte in
der Hauptsache als Lehrmuseum der Bierbrauerei angelegt, geht das neue
einen entscheidenden Schritt weiter: Es präsentiert neben der Darstellung
traditionellen Brauhandwerks und der industriellen Brauerei der
Vergangenheit eine moderne Kulturgeschichte des Bieres. Sie umfasst den
Konsum in seinen vielfältigen Erscheinungsformen zwischen Fest- und
Alltagskultur, die Werbung, die das Lebensgefühl und das Selbstbild der
Gesellschaft widerspiegelt, Verkauf, Vertrieb und Marketing. Nahtlos
anknüpfen möchte das neue Haus jedoch an den Publikumserfolg des alten, das
in den mehr als zehn Jahren seines Bestehens mehrere Hunderttausend
Besucher zählte.
Parallel schreiten die Umbauarbeiten im neuen Hoesch-Museum, im ehemaligen
Portierhaus auf der Westfalenhütte, voran. Die Eröffnung für die beiden
neuen industrie- und stadtgeschichtlichen Häuser ist im Herbst 2005
geplant.
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