[WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

Marcus Weidner Marcus.Weidner at lwl.org
Fre Sep 3 09:58:15 CEST 2004


Von: "Manfred Hartmann", <manfred.hartmann at lwl.org>
Datum: 03.09.2004, 09:36


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes 
Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen  
weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred 
Hartmann erstellt wird.  [MW]

Quelle:
http://www.wdr.de/nachrichten/ 


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 03.09.2004 

Hagener Stadtspitze in Düsseldorf (07:33)
Ursprünglich sollte es in der Düsseldorfer Staatskanzlei um Hagens Anteil an der Finanzierung des geplanten Emil-Schumacher-Museums gehen. Die Emil-Schumacher-Stiftung hat ihre Teilnahme am Gespräch definitiv abgesagt. Inzwischen prüfe man andere Angebote, darunter aus Dortmund, so ein Stiftungssprecher. 

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 02.09.2004 

Museum für Dortmund oder Essen (15:50)
Die Emil-Schumacher-Stiftung prüft nach eigenen Angaben auch Angebote privater Investoren für ein Museum in Dortmund oder Essen. Das sagte ein Stiftungssprecher dem WDR. Nach der definitiven Absage der Stiftung an die Stadt Hagen hatte auch die Stadt Dortmund ihr Angebot für einen Museumsstandort erneuert.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 02.09.2004 

Kein neues Museum für Hagen (10:36)
Hagen hat offenbar die Chance auf ein neues Museum verspielt. Die Emil-Schumacher-Stiftung zog ihr Angebot zurück, die Werksammlung des 1999 verstorbenen Künstlers der Stadt auf Dauer zur Verfügung zu stellen. Die Sammlung hat einen Wert von rund 50 Millionen Euro. Bis zuletzt blieb die Finanzierung des Museumsbaus offen, obwohl die Landesregierung ihre Unterstützung zugesagt hatte.


Nachrichten aus OWL vom 31.08.2004 

Benteler lädt Zwangsarbeiter ein (17:07)
Der Benteler-Konzern will nun doch ehemalige Zwangsarbeiter in seinem Bielefelder Werk begrüßen. Eine Firmensprecherin korrigierte eine frühere Absage an die Stadt Bielefeld. In der kommenden Woche reisen 24 ehemalige Zwangsarbeiter zu ihren einstigen Arbeitsstätten. Nach Unterlagen des Stadtarchivs waren bis Ende des zweiten Weltkrieges 635 Zwangsarbeiter in der kriegswichtigen Produktion bei Benteler in Bielefeld arbeitsverpflichtet. (Das Unternehmen unterhielt allein sieben Gemeinschafts-Wohnlager im Stadtgebiet.) 


Nachrichten aus OWL vom 31.08.2004 

Archivare fürchten Papierfrass (17:04)
In Paderborn ist heute ein Projekt zum Erhalt von historischen Dokumenten gestartet worden. Das Stadt- und Kreisarchiv haben zusammen mit dem Altertumsverein Paderborn eine Spezialfirma aus Leipzig beauftragt, in einem ersten Schritt 2,7 Tonnen alte Akten vor dem Zerfall zu bewahren. Die betroffenen Dokumente werden in einem speziellen chemischen Bad aufgearbeitet und wieder für mehrere hundert Jahre haltbar gemacht. Die Aufbereitungskosten für die erste Lieferung liegen bei rund 66.000 Euro. Um sämtliche Dokumente aufzuarbeiten, benötigen die Paderborner Archive rund 15 Jahre. 


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 28.08.2004 

Unna bildet bald zentral (08:06)
Unna bietet bald Bildung und Kultur unter einem Dach. Auf dem Gelände der ehemaligen Lindenbrauerei werden vier bisher getrennte Einrichtungen in Zukunft gemeinsam untergebracht. Vom 17. September an sind die Volkshochschule, das Stadtarchiv, die Bibliothek und das Kulturamt im neuen Zentrum für Information und Kultur, kurz ZIB, zu finden.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 27.08.2004 

Kuschke unterstützt Höhlenmuseum (07:13)
Der Chef der Staatskanzlei, Wolfram Kuschke, will die Erweiterungspläne für das Iserlohner Höhlenmuseum unterstützen. Dies sagte er bei seinem gestrigen Besuch in der Dechenhöhle. Geplant ist ein erlebnis-orientiertes Museum, das vor allem Kindern und Jugendlichen die Erdgeschichte bis zur Eiszeit und die Höhlenforschung näher bringt. Die Kosten von rund 300.000 Euro müssen nach Einschätzung Kuschkes aus verschiedenen Fördertöpfen des Landes bestritten werden. Bereits gestern gab es eine erste Zusage der Westfalenstiftung, die sich finanziell beteiligen will.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 26.08.2004 

Interesse am Mittelalter (18:14)
Das Westfälische Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster hat die Ausstellung "Wege des Mittelalters" vorgestellt. Ab dem 17. Oktober sind 250 Exponate zu sehen, darunter neben hochkaratätigen Kunstwerken auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs. 
Das Interesse an der Epoche des Mittelalters sei groß, diesen Wissensdurst wolle man durch die Ausstellung stillen, hieß es. 


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 24.08.2004 

Offene Museen im September (16:53)
Rund 50 Kultur-Einrichtungen beteiligen sich an der 4. Dortmunder Museumsnacht Ende September. Neben den Museen und Industrie-Denkmälern öffnet erstmals der *Dortmunder Kunsthafen" in einer ehemaligen Lagerhalle. Ausgeweitet wurden die sogenannten *Taschenlampen-Führungen" für Kinder und Jugendliche. Insgesamt erwarten die Veranstalter bis zu 50.000 Besucher.

Nachrichten aus OWL vom 24.08.2004 

MARTa in der Kritik (12:53)
Die Herforder SPD wirft der Stadt wegen des geplatzten Eröffnungstermins des Museums MARTa Missmanagement vor. SPD-Bürgermeisterkandidat Bruno Wollbrink fordert, einen kompetenten kaufmännischen Geschäftsführer für MARTa einzusetzen. Das Museum wird wegen verzögerter Bauarbeiten anstatt im November jetzt voraussichtlich erst im Frühjahr kommenden Jahres eröffnet. Wegen des verschobenen Eröffnungstermins ist die Stadt unsicher, ob das MARTa-Budget von 24,4 Mio. Euro ausreichen wird. 


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 24.08.2004 

Museum soll zu Museum (10:36)
Das in Hagen geplante Schumacher-Museum soll neben dem Osthaus- Museum entstehen. Dafür haben sich CDU, Grüne und FDP im Haupt- und Finanzausschuss des Rates in einer Sondersitzung ausgesprochen. Der Vorschlag für den alternative Standort auf dem Elbers-Industriegelände wird nicht weiter verfolgt. Am 3. September will Hagens Oberbürgermeister Wilfried Horn zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden des Rates der Landesregierung Vorschläge zur Finanzierung des Projektes vorlegen.

Nachrichten aus OWL vom 24.08.2004 

MARTa-Eröffnung geplatzt (06:50)
Die Eröffnung des Herforder Museums MARTa wird verschoben. Der Eröffnungstermin am ersten Novemberwochenende ist geplatzt. Die Bauarbeiten gestalteten sich komplizierter als geplant, erklärte Herfords Bürgermeister Thomas Gabriel. MARTa wird jetzt voraussichtlich erst im Frühjahr kommenden Jahres eröffnet.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 23.08.2004 

Keine Chance für Kunsträuber (17:11)
Die münsterländischen Museen setzen auf moderne Technik und geschultes Sicherheitspersonal, um Kunsträuber abzuschrecken. Bei einem ähnlich dreisten Diebstahl wie gestern im Eduard Munch-Museum in Oslo habe man jedoch keine Chance, so Daniel Müller-Hofstede vom Westfälischen Landesmuseum in Münster. In den vergangenen Jahren habe es aber keine nennenswerten Zwischenfälle im Münsterland mit Kunstdieben gegeben.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 23.08.2004 

Sondersitzung zum Schumachermuseum (10:11)
Eine Sondersitzung des Hagener Rates soll heute über die Zukunft des geplanten Emil-Schumacher Museums entscheiden. Dabei geht es um die Entscheidung, ob das Museum neu gebaut oder in einem bereits bestehenden Gebäude eingerichtet wird. Der seit 2003 beschlossene Museums-Neubau scheiterte trotz zugesicherter Landesmittel bisher daran, dass die Stadt ihren Eigenanteil nicht aufbringen konnte.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 21.08.2004 

Rock- und Popmuseum zufrieden (07:37)
Einen Monat nach der Eröffnung ist das Rock- und Popmuseum in Gronau mit der Resonanz zufrieden. Pro Tag kämen etwa 150 bis 200 Besucher, sagte eine Sprecherin. Pro Jahr hofft das Museum auf mindestens 40.000 Gäste. Inzwischen hat es seinen Bestand erweitert: So wurde die Musik- und Info-Datenbank, auf die die Besucher zurückgreifen können, deutlich erweitert. 


Nachrichten aus dem Münsterland vom 19.08.2004 

Bestandsdatenbank für Museen (11:19)
Das Museumsamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe baut für die Museen der Region eine Bestandsdatenbank auf. Darin werden alle Ausstellungsstücke systematisch erfasst und dokumentiert. In diesem Jahr stellt der Verband 62.000 Euro dafür bereit. 


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
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48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
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