[WestG] [AUS] Paderborn: Fuerstenberger Barock, bis 09.01.2005

Marcus Weidner Marcus.Weidner at lwl.org
Mit Nov 17 09:37:02 CET 2004


Von: "Alexander Pelzer" <alepe at arcor.de>
Datum: 17.11.2004, 08:58


AUSSTELLUNG

Fürstenberger Barock - Kunststiftungen unter Ferdinand von Fürstenberg.

Ferdinand II. von Fürstenberg (1626-1683) verkörperte das Ideal des 
"episcopus doctus", des gelehrten Bischofs. Darüber hinaus trat er 
besonders als Stifter bedeutender sakraler Kunstwerke hervor, die im 
Mittelpunkt der Ausstellung des Diözesanmuseums stehen. Mit Ferdinand 
begann das "silberne Zeitalter" des Paderborner Domschatzes. Überaus 
kostbar sind die reich verzierten Bischofsinsignien, die er dem Hohen 
Dom stiftete: Mitra, Stab, Brustkreuz und Ring. Neben diesen kann zum 
ersten mal das 1669/70 in seinem Auftrag gefertigte Rationale, jenes 
besondere Ehrenzeichen, das noch heute vom Paderborner Erzbischof 
getragen wird, aus der Nähe betrachtet werden.

Die kostbaren liturgischen Geräte und Reliquienbüsten ließ er von den 
bedeutendsten Goldschmieden seiner Zeit, etwa Jürgen Richels in Hamburg 
und Christian Schweling in Köln gestalten. Ausgehend von der von ihm 
gestifteten großen Gruppe von Altären und Ausstattungsstücken mit ihrer 
charakteristischen Rot-Goldfassung spricht man zutreffend vom 
"Fürstenberger Barock".

Überragende Meisterwerke sind in der Ausstellung  zu sehen, die allerdings nicht 
in erster Linie ihres Kunstwertes wegen  geschätzt wurden sondern zum geistlichen 
und liturgischen Gebrauch und zur Beförderung der christlichen Tugenden bestimmt
waren und zum guten Teil bis heute noch sind. Sie dienten dem Seelenheil des
Fürstbischofs nach der Lehre von den guten Werken, die für ihn als tief frommem 
Menschen und überzeugten Erneuerer des katholischen Lebens im Hochstift 
im Sinne des Tridentinischen Konzils außer Zweifel stand. Sein Vorbild 
strahlte aus und motivierte zur Nachahmung, was die Ausstellung mit 
eindrucksvollen Beispielen zu belegen vermag.
Laufzeit: bis 9. Januar 2005


INFO

Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer Paderborn
Markt 17
33098 Paderborn
Tel.: (05251) 125-1400
Fax: (05251) 125-1495
URL: www.erzbistum-paderborn.de/museum 
E-Mail museum at erzbistum-paderborn.de 
Öffnungszeiten: Di-So 10-18; 1. Mi im Monat 10-20

Sammlung:
Sakrale Kunst vom 11.-20 Jh., Gemälde, Graphik, Skulptur, Textilien.

regelmäßige Veranstaltungen:
1. Mi im Monat 18 Leseabend
Samstags 15-17 Museumsatelier für Kinder
Sonntags 11:15 Sonntagsmatinée
Sonntags 15 öffentliche Führung