[WestG] [AKT] Themenwoche im Westfaelischen Industriemuseum: Wasser
Marcus Weidner
Marcus.Weidner at lwl.org
Fre Jun 4 09:32:33 CEST 2004
Von: "LWL-Pressestelle", <pressestelle at lwl.org>
Datum: 04.06.2004, 09:11
AKTUELL
Themenwoche im Westfälischen Industriemuseum
Wenn Veranstaltungen des Westfälischen Industriemuseums in der nächsten
Woche "ins Wasser" fallen, dann hat das nichts mit dem Wetter zu tun. Denn zu seinem
25-jährigen Bestehen widmet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) dem Element,
das für viele Branchen seines Industriemuseums eine zentrale Rolle spielte, eine eigene
Themenwoche. Sei es nun die Kohlenschifffahrt auf der Ruhr, die Abwasserentsorgung der
Zeche Zollern, die Frischwasserversorgung von Textilfabriken oder die Renaturierung
einer Zechenkloake - für alle ehemaligen Industriebetriebe des LWL-Museums war die Nähe des
Wassers eine zwingende Voraussetzung für die Ansiedelung der Unternehmen an ihren
Standorten.
In Bochum, Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis), Waltrop (Kreis Recklinghausen),
Bocholt (Kreis Borken) und Dortmund drehen sich von Sonntag (6.6.) bis Sonntag (13.6.)
Veranstaltungen um das feuchte Element. Das Spektrum reicht von Radtouren entlang der
zentralen Wasseradern über Themenführungen bis hin zu einem großen Museumsfest rund ums
Wasser.
Zeche Hannover, Bochum
Am kommenden Sonntag, 6. Juni , haben Kinder zwischen acht und
zwölf Jahren die Möglichkeit, mit Kescher und Lupe das Leben in und über dem Wasser rund um das
ehemalige Zechengelände zu erforschen. Angeleitet werden sie dabei von Mitarbeitern der
Biologischen Station östliches Ruhrgebiet. Treffpunkt ist um 15 Uhr der Museumsparkplatz
der Zeche Hannover in Bochum. Kosten: 1 €.
Zeche Nachtigall, Witten
Die Kohlenschifffahrt auf der Ruhr steht im Zentrum einer Themenführung, die Dr. Olaf Schmidt-Rutsch am
Samstag, 12. Juni , jeweils um 14 und um 16 Uhr über das Gelände der Zeche Nachtigall im Muttenthal
anbietet. Hier liegt auch die "Ludwig Henz" vor Anker, der Nachbau eines
Original-Ruhrnachens, der in früheren Zeiten das schwarze Grubengold bis zum nächsten
Rheinhafen nach Duisburg verschiffte. Während die Erwachsenen bei der Führung mitmachen,
können sich Kinder auf dem Wasserspielplatz vergnügen (Foto). Kosten: Museumseintritt.
Textilmuseum Bocholt
Die Bedeutung des kleinen Flusses "Aa" für die Entstehung der
Textilfabriken im Raum Bocholt erläutert Museumsleiter Dr. Josef Hermann Stenkamp am
Samstag, 12. Juni , im Rahmen einer textilgeschichtlichen Radtour durch das
Westmünsterland. Motto: "Vom Westend zur Bahnhofstraße". Treffpunkt ist um 15 Uhr das
historische Rathaus Bocholt. Eine Anmeldung unter Tel. 02871 21611-0 ist erforderlich.
Kosten: 2 €
Zeche Zollern, Dortmund
Einen ganz anderen Aspekt der Wassernutzung erleben die
Besucher der Zeche Zollern II/IV am Sonntag, 13. Juni , um 14.30 Uhr: Über Jahre hinweg diente
der Dellwiger Bach als Zechenkloake, in dem schmutzige Abwässer entsorgt wurden. Die
Teilnehmer der Themenführung spazieren über Zeche und Halde, dabei können sie begutachten,
wie sich die Natur das Haldengelände zurückerobert hat. Wo einst giftige Abwässer entsorgt
wurden, findet der Besucher heute ein idyllisches Naturschutzgebiet vor.
Altes Schiffshebewerk Henrichenburg, Waltrop
Wasserwege per Rad erkunden können die Besucher
des Alten Schiffshebewerks Henrichenburg am Donnerstag, 10. Juni (Fronleichnam). Die Tour
führt entlang des Dortmund-Ems-Kanals bis zum Dortmunder Hafen, wo es eine Führung geben
wird, und wieder zurück. Der Kostenbeitrag liegt bei 8 Euro. Zum Abschluss der
"Wasser-Woche" steigt am Sonntag, 13. Juni , im Westfälischen Industriemuseum Altes
Schiffshebewerk ein großes Fest. Zwischen 10 und 18 Uhr dreht sich hier alles rund ums Wasser:
Vom Unterwasser des Hebewerks legen das Fahrgastschiff "Henrichenburg", eine ehemalige
Flussfähre, ein Feuerlöschboot der Dortmunder Feuerwehr und ein DLRG-Rettungsboot im
15-Minutentakt zu einstündigen Rundfahrten ab. Vom Oberwasser aus starten das
museumseigene historische Polizei- und Feuerlöschboot "Cerberus" (Foto) sowie mehrere
Boote von Feuerwehr und Wasserschutzpolizei. Auf einigen Booten sorgen Musiker für die
richtige Seemannsstimmung. Wer lieber selbst mit zupacken möchte, kann sich in
Schifferknoten und Tauspleißen üben. Außerdem gibt es erstmals einen
Kunsthandwerkermarkt beim Museumsfest. Auch für Kinder bietet die Hebewerksfete einiges:
Die jüngsten Museumsbesucher können bei Mal-, Bastel- und Spielaktionen mitmachen und
sogar Holzboote bauen.