[WestG] [KONF] Gewalt gegen Heiligtuemer, Muenster, 15.-17.1.04

Rita Börste rita.boerste at lwl.org
Mon Jan 12 15:56:43 CET 2004


Von: <pressestelle at uni-muenster.de> 
Datum: 12.01.2003, 15:11

KONFERENZ

"Gewalt gegen Heiligtümer"
Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraumes
15. bis 17. Januar 2004 in Münster 

Mit dem Prozess der Christianisierung entstand im Römischen Reich
eine neue Art der Auseinandersetzung: die religiös motivierte
Gewaltanwendung gegen Orte, Objekte oder Personen. Die radikalste Form
dieser Konflikte war das Vorgehen gegen die Heiligtümer des Gegners
- gegen Tempel, Synagogen oder Kirchengebäude. Der Angriff auf
Kultorte forderte das Eingreifen aller Institutionen des Reiches, vom
Kaiser bis zu den städtischen Eliten.

Die Perspektive des Imperiums und seiner Institutionen auf das
Phänomen der religiösen Gewalt untersucht eine internationale
Tagung, die vom 15. bis 17. Januar 2004 in Münster stattfindet.
Veranstalter ist ein von Prof. Dr. Johannes Hahn (Alte Geschichte) und
Prof. Dr. Stephen Emmel (Koptologie) gemeinsam bei der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) beantragtes Projekt "Kampf um
Kultstätten. Sakraler Ort und religiöser Konflikt in der
Spätantike", das mit Beginn des neuen Jahres im Münsteraner
"Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraumes"
an der Westfälischen Wilhelms-Universität verankert ist.

Eröffnet wird das Kolloquium am Donnerstag, 15. Januar 2004, durch
Prof. Dr. Bryan Ward-Perkins (Oxford). Sein Vortrag zum Thema
"Violence against Temples: An Archaeological Problem" beginnt um 18
Uhr im Fürstenberghaus im Hörsaal F5 und wendet sich an eine
breite Öffentlichkeit.  Die Tagung selbst beginnt am 16. Januar um
9.15 Uhr im Alexander-von-Humboldt-Haus an der Hüfferstraße.

INFO

Nähere Informationen, das Tagungsprogramm und die entsprechenden
Anmeldeformulare sind im Seminar für Alte Geschichte (Domplatz
20-22, Tel. 0251 / 83-24360) erhältlich.