[WestG] [AUS] Dortmund: "Varusschlacht - eine Legende wird
ausgegraben", ab 31.01.2004
Marcus Weidner
Marcus.Weidner at lwl.org
Mit Jan 7 08:21:33 CET 2004
Übernahme aus der Mailingliste "Geschichtskultur-Ruhr"
Von: "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste", <geschichtskultur at hclist.de>
Datum: 06.01.2004, 10:10
AUSSTELLUNG
"Varusschlacht - eine Legende wird ausgegraben"
31. Januar bis 2. Mai 2004, Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
Im Jahr 9 n. Chr. erlitten die Römischen Okkupationstruppen unter Varus
eine vernichtende Niederlage gegen die Germanen.
Über 500 Jahre lang wurde versucht, den Ort dieser "Schlacht am Teutoburger
Wald" zu lokalisieren. Erst 1989 ergaben die Ausgrabungen am Nordrand des
Wiehengebirges zwischen dem Kalkrieser Berg und dem Großen Moor die
archäologischen Beweise für eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen
Römern und Germanen in spätaugustäischer Zeit. Zuvor hatte ein britischer
Hobbyarchäologe außer einem Münzschatz drei römische Schleuderbleie
präsentiert.
Die Erforschung dieses Schlachtfeldes, die bisherigen Ausgrabungsergebnisse
und Funde sind Gegenstand dieser Ausstellung, deren Träger die
gemeinnützige Gesellschaft mbH "Varusschlacht im Osnabrücker Land - Museum
und Park Kalkriese" ist.
Auf 30 Schautafeln werden die Themen - die jahrhundertealte Geschichte der
Suche nach dem Ort der Schlacht, die besondere geologische Situation des
Schlachtortes, die antiken Überlieferungen zur Schlacht, die Beteiligten
Varus und Arminius, die Waffen und Ausrüstung der Soldaten sowie die
Ergebnisse von Prospektion und Grabungen - veranschaulicht.
Fast 100 archäologische Fundstücke als Originale oder in Nachbildung -
Münzen, Waffen und Gerätschaften, aber auch Gebrauchsgegenstände des
militärischen Alltags - werden in 10 Vitrinen präsentiert. Zu den
Highlights der Ausstellung gehören neben der berühmten eisernen Maske eines
Gesichtshelms auch die vielen vergoldeten und versilberten
Ausrüstungsteile, die vollständig erhaltene Brustplatte eines
Schienenpanzers, die silbernen Schwertscheidenbeschläge und die großen
Münzschätze.
Die Ausstellung ist das Ergebnis geglückten Wissenschaftssponsorings. Die
Erdgas-Verkaufs-Gesellschaft Münster, die seit 1997 die Ausgrabungen in
Kalkriese fördert, gab die Anregung für diese Ausstellung, die vor Dortmund
bereits in 12 anderen Städten zu sehen war. Zur Ausstellung wird eine
kleine Publikation angeboten.
INFO
Karl Heinrich Deutmann
Telefon (0231) 50-2 55 18
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastraße 3, 44137 Dortmund
http://www.museendortmund.de/mkk/index.htm