[WestG] [AKT] Vortrag: Die Harkorts: eine Industriellen- und
Kaufmannsfamilie, Hagen, 18.2.04
Rita Börste
rita.boerste at lwl.org
Die Feb 10 11:12:22 CET 2004
Von: "Ralf Blank" <ralf.blank at historisches-centrum.de>
Datum: 10.02.2004, 09:10
AKTUELL: VORTRAG
18. Februar 2004, 19.00 Uhr
Die Harkorts - Eine Industriellen- und Kaufmannsfamilie
Dr. Stefan Gorißen, Universität Bielefeld
Hagener Vorträge und Diskussionen
http://www.historisches-centrum.de/veranstaltungen/
Zu den berühmtesten Söhnen der Stadt Hagen und der Region gehört Friedrich
Harkort, ein frühindustrieller Unternehmer und Sozialreformer, der vor allem
durch seine Schriften zum Eisenbahnbau und zur sozialen Lage der
frühindustriellen Arbeiterschaft weit über Westfalen hinaus Berühmtheit
erlangte. Das Elternhaus Friedrich Harkorts ist außerhalb der ehemaligen
Grafschaft Mark weniger bekannt, berühmt ist in der Region vor allem das
Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Wohnhaus der Familie, "Haus Harkorten"
in Westerbauer.
Das Fernhandelsgeschäft, das die Eltern und Großeltern von Friedrich Harkort
von hier aus betrieben, wird im Mittelpunkt des Vortrags stehen. Die
Harkorts widmeten sich im 18. Jahrhundert vor allem der Vermarktung von
Eisenwaren, die im Raum Hagen/Wetter hergestellt wurden und ihre Kunden vor
allem in der Ostseeregion fanden. Eine Untersuchung der wirtschaftlichen
Aktivitäten des Handelshauses beleuchtet zentrale Probleme der
vorindustriellen Warenproduktion in der Region und des frühkapitalistischen
überregionalen Warenhandels gleichermassen.
Der Vortrag wird die Entwicklung der Firma zwischen 1720 und 1820 in ihren
wesentlichen Grundzügen vorstellen und dabei die Frage stellen, inwieweit in
der betrieblichen Entwicklung vorbereitende Schritte zur Herausbildung einer
fabrikindustriellen Produktionsweise erkennbar werden.
Der Referent:
Dr. phil. Stefan Gorißen, Historiker, Studium der Geschichte und Germanistik
an den Universitäten Bonn und Bielefeld, wo er 1997 mit einer Arbeit über
die Entwicklung des Handelshauses Johan Caspar Harkort zwischen 1720 und
1820 promovierte. Die Arbeit wurde 2002 beim Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
in Göttingen publiziert. Der Referent arbeitet zur Zeit als
wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Geschichtswissenschaft,
Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld.
Die Veranstaltungsreihe "Hagener Vorträge und Diskussionen" wird getragen
vom Verein Pro Stadtgeschichte Hagen e.V. und unterstützt vom Technischen
Service der Stadt Hagen.
http://www.historisches-centrum.de/prost/
Der Eintritt ist frei!
INFO
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