[WestG] [LIT] Weleda/Tempel: Die Bahn- und Hafenbetriebe der Ruhrkohle AG

Rita Börste rita.boerste at lwl.org
Mon Dez 15 14:12:24 CET 2003


Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "Norbert Tempel", <Norbert.Tempel at lwl.org>, Westfälisches Industriemuseum Dortmund
Datum: 15.12.2003, 09:26

LITERATUR

Christoph Weleda, Norbert Tempel (Hrsg.):
Die Bahn- und Hafenbetriebe der Ruhrkohle AG.
Von der Königlichen Zechenbahn zum überregionalen Verkehrsdienstleister.
144 Seiten, ca. 320 Abb., davon 60 farbig, 6 Streckennetzkarten 
sowie Tabellen aller Triebfahrzeuge.
Berlin 2003 
ISBN 3-935909-21-7
EURO 29,80

Das Buch schildert umfassend und detailliert die Geschichte der Bahn- 
und Hafenbetriebe der Ruhrkohle AG (BuH) und ihrer Vorgängerbetriebe, 
deren Tradition auf die 1913 gegründete Königliche Zechenbahn des preußischen 
Staatsbergbaus im Ruhrgebiet zurückgeht. 

Im Laufe von 90 Jahren beförderte BuH Hunderte Millionen Tonnen Kohle, Berge, Koks und 
Grubenholz, daneben auch Baustoffe, Teer, Chemikalien und chemische Düngemittel. 
Neben dem Bahnverkehr werden Lager, Halden und Häfen betrieben.

Heute verkehren unter der Marke RAG Bahn und Hafen Züge mit BuH-Lokomotiven auch 
auf Teilen des DB-Netzes und sogar bis ins Ausland. Bau, Betrieb und Verkehr der über viele 
Jahrzehnte zu einem einheitlichen Netz zusammengewachsenen Zechenbahnen im 
Ruhrgebiet werden ebenso ausführlich dargestellt wie die Entwicklungen des 
Triebfahrzeug- und Waggonparks.

Die ursprüngliche Stammstrecke der staatlichen Bergwerksgesellschaft Recklinghausen 
führte vom Bergwerk Westerholt über Hassel,  Bergmannsglück, Scholven, Gladbeck 
(mit Abzweig nach Zweckel), Möller und Rheinbaben zum Kanalhafen Bottrop. 

Später wurde im Osten das Streckennetz der Hibernia-Zechen Schlägel & Eisen 
und General Blumenthal angeschlossen und eine Verbindung zum Hafen Wanne 
hergestellt. Damit bestand eine rund 40  km lange, durchgehende bergwerkseigene 
Verbindungsbahn von Bottrop über Gladbeck, Gelsenkirchen und Herten bis nach 
Recklinghausen und Wanne-Eickel. 

Die in Gladbeck ansässige "Zechenbahn- und Hafenverwaltung" der Bergwerks-
gesellschaft HIBERNIA AG, auf die 1935 das staatliche Bergwerkseigentum im 
Revier übergegangen war,  blieb bis zur Elektrifizierung 1968 eine Hochburg des 
Dampfbetriebs mit dem modernsten Dampflokpark und den effizientesten 
Behandlungsanlagen in der deutschen Montanindustrie.

Nach Gründung der Ruhrkohle AG ging 1970 die Betriebsführung auf allen 
Zechenbahnen im mittleren Ruhrgebiet auf die "Zechenbahn- und Hafenbetriebe 
Ruhr-Mitte" über, darunter das große Netz der GBAG-Rheinelbe-Werkbahn 
im Raum Gelsenkirchen/Essen. Später folgten alle anderen Zechenbahnen und 
Häfen auch im Osten und Westen des Reviers, die der schrumpfende 
Steinkohlenbergbau noch übrig gelassen hatte.

Mehr als 320 historische und aktuelle Abbildungen vermitteln ein lebendiges 
Bild eines einmaligen Unternehmens.


Inhaltsverzeichnis:

GESCHICHTE 
Zur Entwicklung des Bergbaus und der Verkehrswege im Ruhrgebiet	
Die Geschichte der Zechenbahn- und Hafenbetriebe

STRECKENNETZ UND VERKEHR
Die Entwicklung der Streckennetzes bis 1970
	Das Streckennetz der Bergwerksgesellschaft Recklinghausen
	Das Streckennetz der Bergwerksgesellschaft Hibernia
	Zechenbahn-und Hafenverwaltung 1945 - 1969
	Die Strecken der Mathias Stinnes AG
	Exkurs: Stellwerks- und Sicherungstechnik 
Das Streckennetz der ZuH Ruhr-Mitte der Ruhrkohle AG (1970-1988)
	Die Strecken der RAG-"Altgesellschaften"
	Eingliederungen im Bereich Ruhr-Mitte 1972-1975
	Exkurs: "Bahnlok 8 - Bitte melden!" (Reportage 1970)
	Die weitere Entwicklung des Streckennetzes 1970-1988
Die Bahn- und Hafenbetriebe seit 1989
	BuH Ost
	BuH West
	Die Entwicklung des Streckennetzes bei BuH Mitte	
	Exkurs: "Manchmal drückt's ganz schön im Rücken" (Reportage 1992)
BuH und RBH am Beginn des 21. Jahrhunderts
	Betrieb und Verkehr im BuH-Netz
	Verkehre auf DB-Strecken
	Neue Triebfahrzeuge für neue Leistungen

FAHRZEUGE
Die Fahrzeuge der Zechenbahn- und Hafenbetriebe
	Dampflokomotiven der Bergwerksgesellschaften Recklinghausen und Hibernia
	Exkurs: ZuH modernisiert den Dampflokbetrieb
	Diesellokomotiven der ZuH der Hibernia
Die Fahrzeuge der RAG ab 1970
	Der Triebfahrzeugpark der Altgesellschaften
	Dampflokomotiven der ZuH Ruhr-Mitte der Ruhrkohle AG
	Diesellokomotiven der ZuH Ruhr-Mitte / BuH der Ruhrkohle AG
	Elektrolokomotiven der Ruhrkohle AG
	Bahndienstfahrzeuge
Der Wagenpark

ANHANG:
Zechenhäfen
Die Hauptwerkstatt Gladbeck
Die Eisenbahner
BuH in Zahlen