[WestG] [AKT] "Alltag unterm Hakenkreuz - Westfalen 1933 bis 1945 im Amateurfilm". Ein Filmabend im Archiv zeigt Filmdokumente vom Alltag in der NS-Diktatur, 17.03.2025
WGO
wgo at lwl.org
Mi Mär 12 10:26:11 CET 2025
Von: "Dr. Sunderbrink, Bärbel " <stadtarchiv at detmold.de>
Datum: 11.03.2025, 17:57
AKTUELLES
Montag, 17. März 2025, 19:00 Uhr
"Alltag unterm Hakenkreuz - Westfalen 1933 bis 1945 im Amateurfilm". Ein Filmabend im Archiv zeigt Filmdokumente vom Alltag in der NS-Diktatur
Veranstalter: Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das Land Lippe, Arbeitskreis Lippischer Archive und LWL-Medienzentrum.
Der Vortrag findet im Vortragraum des Landesarchivs NRW, Abteilung OWL, Willi-Hofmann-Str. 2, 32756 Detmold, statt.
Unmittelbare und bewegende Einblicke in die Alltagsgeschichte der NS-Zeit in Westfalen-Lippe eröffnet eine neue Filmdokumentation, die das LWL-Medienzentrum für Westfalen unter dem Titel "Unterm Hakenkreuz. Westfalen 1933-1945 im Amateurfilm" produziert hat und die jetzt im Detmolder Archiv gezeigt wird.
"Amateurfilme sind eine bislang wenig beachtete Quelle zur regionalen Geschichte des ,Dritten Reiches'. Sie zeigen nicht nur, wie das öffentliche Geschehen im Sinne der NS-Ideologie umgestaltet wurde, sondern auch, wie sich der Nationalsozialismus seinen Weg bis in die privaten Räume der Familie bahnte", so das LWL-Medienzentrum für Westfalen, das die Idee für das Projekt hatte.
Etwa 60 Filme sind in die rund 70-minütige Filmdokumentation "Unterm Hakenkreuz" eingeflossen. "Bei der Recherche zeigten sich natürlich auch Leerstellen", so Sebastian Kuhlmann, der als Wissenschaftlicher Volontär die Dokumentation inhaltlich umgesetzt hat. "Denn die private Filmkamera durfte nicht überall dabei sein und so wurden insbesondere die unzähligen Verbrechen des Regimes von Amateurfilmern fast nie festgehalten."
Doch zu vielen anderen Fragestellungen können Amateurfilme Auskunft geben: Wie drang die NS-Diktatur so schnell buchstäblich bis ins letzte Dorf vor? Wie veränderten sich der Alltag und die Feiertage in der westfälischen Provinz? Wie wuchsen Kinder und Jugendliche in der Hitler-Diktatur auf? Und welche Auswirkungen hatte der Zweite Weltkrieg auf das Leben?
Mit der Filmvorführung in Detmold ist auch der Wunsch verbunden, Filme, die sich noch in Privatbesitz befinden, an Archive abzugeben. Dort können sie fachlich gelagert und inhaltlich ausgewertet werden.
Der Eintritt ist frei.
INFO
Stadtarchiv Detmold
Ort: Willi-Hofmann-Str. 2, 32756 Detmold
Datum: 17.03.2025, 19:00 Uhr
Anmeldung: Nicht erforderlich
Preis: Kostenlos
Kontakt: Tel.: 05231 766-110; E-Mail: stadtarchiv at detmold.de
URL: https://stadtarchiv.detmold.de/startseite/
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte