[WestG] [AKT] Geschichte ist mehr: Emilie und Oskar Schindler – Zivilcourage und Tapferkeit in schwierigen Zeiten, 31.10.2024
WGO
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Mo Okt 21 14:38:18 CEST 2024
Von: "Dr. Norbert Fasse" <norbert.fasse at borken.de>
Datum: 21.10.2024, 13:48
AKTUELLES
Geschichte ist mehr
Forum für Stadt- und Kulturgeschichte
Ausgerichtet von Stadtarchiv, Volkshochschule und Heimatverein Borken
Donnerstag, 31. Oktober 2024 | Stadtarchiv Borken | 19:30 Uhr
Prof. Dr. Erika Rosenberg-Band (Buenos Aires):
Emilie und Oskar Schindler – Zivilcourage und Tapferkeit in schwierigen Zeiten
(Vortrag)
Emilie und Oskar Schindler haben zwischen Oktober 1939 und Mai 1945 ihr Leben riskiert und ihr gesamtes Vermögen geopfert, um 1200 Juden vor dem sicheren Tod in den Gaskammern der Nazimaschinerie zu retten. Mutig handelten beide und kämpften für die Menschenrechte in einer gesetzlosen Zeit. Sie stellten in ihren Fabriken in Krakau jüdische Häftlinge als Arbeitskräfte ein, um sie vor der Deportation und Vergasung zu retten. Im August 1944 wurde in Krakau das Arbeitslager Plaszow geräumt: Alle jüdischen Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter, auch die, die in Schindlers Fabriken arbeiteten, sollten von den Nazis deportiert werden. Oskar Schindler fand einen Trick: Eine der Fabriken samt Belegschaft und Maschinenpark wurde nach Brünnlitz in Tschechien verlegt. Nach langen Tagen voller Bangen erteilte die Berliner Kommandantur die Genehmigung, forderte dafür aber eine Liste mit allen Namen, Berufs- und Geburtsangaben der Arbeiterinnen und Arbeiter. Schindler fälschte die meisten Angaben. So ist Schindlers berühmte Liste entstanden, nach der Steven Spielbergs berührendes Filmporträt von 1993 benannt ist, das sich auf den halbdokumentarischen Roman des australischen Schriftstellers Thomas Keneally gestützt hat: Schindlers Liste.
Die Referentin Prof. Dr. Erika Rosenberg lernte Emilie Schindler 1990 in Buenos Aires kennen und schrieb – tief beeindruckt von ihrer Geschichte – mehrere biographische Bücher über sie und Oskar Schindler. Sie wurde Schindlers Erbin und Nachlassverwalterin und begleitete Emilie Schindler bis zu ihrem Tod am 5. Oktober 2001. Prof. Dr. Erika Rosenberg, selbst Nachfahrin deutscher Juden, die vor der nationalsozialistischen Verfolgung 1936 nach Argentinien geflohen sind, ist Schriftstellerin, Dolmetscherin, Journalistin. Sie war als Dozentin im argentinischen Außenministerium tätig, lehrte an der Katholischen Universität zu Buenos Aires und arbeitete für das dortige Goethe-Institut. Sie wurde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und mit dem Austrian Holocaust Award ausgezeichnet. Mehrmals im Jahr kommt Sie zu Vortragsreisen in die Bundesrepublik.
Eintritt: 6,00 Euro
Anmeldungen sind online unter www.vhs.borken.de, per E-Mail auch an stadtarchiv at borken.de möglich.
INFO
Stadtarchiv Borken
Ort: Im Piepershagen 17, 46325 Borken
Datum: 31.10.2024, 19:30 Uhr
Anmeldung: online oder per Mail, siehe Kontakt
Preis: 6 Euro
Kontakt: Tel. 02861 / 939 217; E-Mail: stadtarchiv at borken.de
URL: http://www.stadtarchiv.borken.de/
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