[WestG] [AKT] Sonderausstellung anlaesslich des 100. Jahrestages der Ruhrbesetzung - mehrere Vortraege sowie eine Lesung des Instituts fuer Stadtgeschichte, Recklinghausen, 1. Halbjahr 2023

Hanke, Enrique Enrique.Hanke at lwl.org
Mo Jan 9 09:32:17 CET 2023


Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 06.01.2023, 14:01
Übernahme aus der Mailingliste Geschichtskultur im Ruhrgebiet


AKTUELL

Veranstaltungen des Instituts für Stadtgeschichte Recklinghausen 

Eine Sonderausstellung anlässlich des 100. Jahrestages der Ruhrbesetzung, mehrere Vorträge sowie eine Lesung stehen auf dem Programm des Instituts für Stadtgeschichte für das 1. Halbjahr 2023. Die Teilnahme an den Angeboten ist durchgängig kostenfrei. 

Gleich drei Vorträge flankieren die am 27. Januar startende Ausstellung "Recklinghausen und die Ruhrbesetzung von 1923 bis 1925" und liefern profunde recherchierte Hintergrundinformationen: 

-	Der Vortrag am 22. Februar um 19 Uhr im Institut für Stadtgeschichte beleuchtet speziell die Kommunikation zwischen den Besatzern und der Bevölkerung. Der aus Lothringen stammende, zuletzt in Paris lebende Geschichtslehrer und Historiker Dr. Benjamin Volff hat einen massereichen 	Quellenfundus der Stadtverwaltung ausgewertet: Mehr als 50 dickleibige Akten hat die Besatzungszeit 1923-1925 in Recklinghausen hinterlassen.
-	Am 15. März um 19 Uhr sind im Institut für Stadtgeschichte aus französischen Archiven stammende dokumentarische Filmaufnahmen der Ruhrbesetzung zu sehen. Der Historiker und frühere Referatsleiter des Bild-, Film- und Tonarchivs des LWL-Medienzentrums Dr. Volker Jakob 	übernimmt die historische und filmgeschichtliche Einordnung der aus dem Bestand des Pariser Musée Albert Kahn stammenden Filmsequenzen.
-	Am 20. April um 19 Uhr geht es im Willy-Brandt-Haus um die Motive und Hintergründe des gewaltsamen Konfliktes aus französischer Perspektive. Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes beleuchtet in seinem Vortrag die schwierige wirtschaftliche und finanzpolitische Situation Frankreichs, die 	zu einer Schwächung des Landes in der Konstellation der Siegermächte führte.

Am 22. März um 19 Uhr steht im Institut für Stadtgeschichte das zynische Machtgefüge von Kohle und Stahl in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen auf dem Plan: Erik Regers 1931 erstmals erschienener kenntnisreicher Roman "Union der festen Hand" ist eines der wenigen literarischen Porträts des Ruhrgebiets. Der ehemalige FAZ-Korrespondent Andreas Rossmann hat das Nachwort zur Neuauflage verfasst und stellt den im Herbst vergangenen Jahres neu aufgelegten Roman vor. Rossmann zur Seite steht die Buchhändlerin und ehemalige Schauspielerin Beate Scherzer, die ausgewählte Passagen aus dem Roman liest. Die historische Einführung erfolgt durch Dr. Matthias Kordes. 

Der Inflation von 1922/23 und ihren Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Recklinghausen spürt Stadtarchivar Dr. Kordes in seinem Vortrag am 7. Juni um 19 Uhr im Institut für Stadtgeschichte nach. 

Eine Vitrinen-Präsentation von Inflationsgeldscheinen und lokaler Notgeld-Serien ergänzt den Vortrag und macht dieses Stück Recklinghäuser Zeitgeschichte anschaubar. 


INFO

Institut für Stadtgeschichte
Hohenzollernstr. 12
45659 Recklinghausen

Tel.: 02361/50-1902
E-Mail: matthias.kordes at recklinghausen.de
Fax: 02361/50-91901
URL: https://recklinghausen.de/inhalte/startseite/familie_bildung/institut_fuer_stadtgeschichte/index.asp?highmain=14&highsub=0&highsubsub=0


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