[WestG] [AKT] Freitags-Kolloquium am 09.12.2022: Neue Stadtgeschichten II: Quellen, Sabine Kittel, Alexandra Bloch Pfister, Alexander Kraus, Muenster, 09.12.22, 14:00 Uhr - 18:00 Uhr

Hanke, Enrique Enrique.Hanke at lwl.org
Mi Nov 30 09:08:01 CET 2022


Von: "Anja Heinz" <istg at uni-muenster.de> 
Datum: 29.11.2022, 16:37 	
 	 
 	 
AKTUELL	 
 	 
Freitags-Kolloquium am 09.12.2022: Neue Stadtgeschichten II: Quellen
Domplatz 20-22 | Fürstenberghaus Vorlesungssaal F33 | 14 bis 18 Uhr

Am Freitag, 9. Dezember 2022 findet das dritte Freitagskolloquium des Wintersemesters statt. Unter dem Titel "Neue Stadtgeschichten II: Quellen" werden die folgenden Vorträge gehalten:


Sabine Kittel (Gelsenkirchen): Eine Stadt erzählt sich selbst. Gelsenkirchen in unterschiedlichen Perspektiven.

Seit 1948 gab das Stadtamt für Wirtschaftsförderung und Presse in Gelsenkirchen vierzehntägig die "Gelsenkirchener Blätter" heraus, drei Jahre später begann das Amt zusätzlich mit der jährlichen Produktion eines Stadtfilms. Beide Projekte waren dazu da, die politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung der Ruhrgebietsstadt zu dokumentieren. Ihre bildlichen Darstellungen von Gelsenkirchen sind für die Stadtgeschichte heute immens wertvoll. Doch sollte nicht vergessen werden, dass sowohl die "Gelsenkirchener Blätter" als auch die "Stadtfilme" einer Marketing Idee folgten und Ausdruck der gewünschten Selbstdarstellung der Stadt waren, die lebendig, modern und aufwärtsstrebend erscheinen sollte. Der Vortrag erläutert die Fallstricke dieser hochinteressanten zeitgeschichtlichen Quellengruppe und stellt die Aktivitäten der Heimatvereine und deren Veröffentlichungen zur Seite.


Alexandra Bloch Pfister (Münster): Quellen und Archive am Beispiel verschiedener westfälischer Stadtgeschichten

Auch bei modernen Stadtgeschichten sind schriftliche Quellen unverzichtbar. Sie stellen die Forschenden aber vor andere Herausforderungen als Quellen vergangener Jahrhunderte. Zusätzlich eröffnet der Einbezug von Berichten noch lebender Zeitzeugen neue Darstellungsebenen. Beide Aspekte wedren am Beispiel westfälischer Stadtgeschichten erörtert.


Alexander Kraus (Wolfsburg): Lebendige Stadtgeschichte. Von der Bedeutung alternativer Überlieferungen jenseits des Kommunalarchivs

Stadtarchive gelten gemeinhin und auch in ihrer Selbstwahrnehmung nicht selten als "historisches Gedächtnis" einer Kommune. Doch stellt sich angesichts der zentralen Bestände die Frage, ob sie diesem Anspruch auch gerecht werden (können). Zahlreiche gesellschaftliche und kulturelle Wandlungsprozesse, insbesondere, wenn sie ,von unten' angestoßen werden, finden meist erst mit Verspätung Aufnahme in die Verwaltungsprozesse und demnach in die kommunale Überlieferung. Am Beispiel der Stadtgeschichte Wolfsburgs in den Wirtschaftswunderjahren stehen solche Überlieferungslücken wie auch Strategien zu ihrer Schließung im Fokus des Vortrags.

Alle Interessierten sind ab 14 Uhr herzlich in den Raum F33 des Fürstenberghauses eingeladen!	 
 	 
 	 
INFO	 
 	 
Datum: 09.12.2022
Uhrzeit: 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Ort: Fürstenberghaus - Vorlesungssaal F33, Domplatz 20-22, 48143 Münster
Kontakt: istg at uni-muenster.de; Tel. 0251 8327514
Kosten: Eintritt frei 
URL: https://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte/


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