[WestG] [AKT] Workshop "Junge Staedteforschung" im Freitags-Kolloquium, Muenster, 13.05.22, 14:00-18:30 Uhr

Bodden, Lina lina.bodden at lwl.org
Fr Mai 6 06:43:55 CEST 2022


Von: "Anja Heinz" <istg at uni-muenster.de> 	 
Datum: 03.05.2022, 09:08 	
 	 
 	 
AKTUELL	 
 	 
Workshop "Junge Städteforschung" im Freitags-Kolloquium am 13. Mai 2022

Am Freitag, 13. Mai beginnt das Freitags-Kolloquium im Sommersemester 2022 mit dem ersten Workshop "Junge Städteforschung": 


Margherita Mariani, M.A. (Hamburg), Erkundungsreisen für den ortsgebundenen Kaufmann: Die Pratica di Mercatura-Handschriften im spätmittelalterlichen Italien

Die pratiche di mercatura sind Texte, die von italienischen Kaufleuten im Spätmittelalter verfasst und ausgiebig kopiert wurden. Sie erscheinen oft als Listen von Städten und ihren jeweiligen Märkten: Listen, in denen man Informationen über die Handelsbräuche und Warenpreise eines bestimmten Ortes finden konnte. Durch die pratiche di mercatura untersucht dieser Vortrag die Beziehung der Kaufleute zu den Städten, in denen sie lebten und mit denen sie Handel trieben.


Daniel Kaune, M.Ed. (Hannover), Diversarum rerum? Zur Gerichtsbarkeit und städtischen Überlieferung im spätmittelalterlichen Basel seit dem Erdbeben von 1356

Wenngleich die Stadt Basel im Jahr 1356 durch ein Erdbeben »verfallen verbrennt und umb alle Ir bucher und briefe komen was« (StABS ÄHA Ratsb. A1, S. 1), so entstand am Rheinknie seitdem doch eine bemerkenswerte Vielzahl an Stadtbüchern. Zwar zeigt schon eine erste Annäherung an die Überlieferung, dass die systematische Schriftlichkeit der Basler Verwaltung dabei früher als andernorts einsetzte. Wie sich die schriftliche Stadtverwaltung im Spätmittelalter jedoch im Detail entwickelte, blieb bisher eher ununtersucht - wohl auch weil die Rats- und Gerichtsbücher weder registriert noch umfassend erforscht sind. Letzteres erschwerte und rechtfertigte das jüngst abgeschlossene Dissertationsprojekt gleichermaßen, welches unter dem Wortpaar "Rechtsnorm und Rechtspraxis" nach der Gerichtsbarkeit des Basler Rats im 14./15. Jahrhundert fragte. Der Vortrag im Freitags-Kolloquium wird den (Forschungs-)Ansatz des rechtshistorischen Oberthemas besprechen, insbesondere aber über das methodische Vorgehen der Arbeit informieren. Denn die Thematisierung spätmittelalterlicher Ratsgerichtsbarkeit wird angesichts der städtischen Überlieferung zum Problem, wenn sie denn nicht nur als Normengeschichte, sondern auch als Rechtgeschichte der Praxis diskutiert werden soll.


Max Grund, M.A. (Kiel), Kleinstädtisches Wirtschaften im Spätmittelalter und die Nutzung von Stadtbüchern

Spätmittelalterliche Stadtbücher sind eine der wichtigsten Quellen der Stadtgeschichtsforschung. Dennoch sind gerade die vermischten Stadtbücher und hier besonders die der kleineren Städte, noch nicht in befriedigender Weise in ihrer Genese untersucht und verglichen. Voraussetzungen und mögliche Erträge einer solchen Untersuchung sollen am Beispiel des Gubener Stadtbuch I dargestellt werden.

Das Freitags-Kolloquium findet in der Zeit von 14 - 18:30 Uhr c.t. im Hörsaal F3 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, 48143 Münster statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!	 
 	 
 	 
INFO	 
 	 	 	 
Datum: 13.05.2022	 
Uhrzeit: 14:00-18:30 Uhr
Ort: Hörsaal F3, Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, 48143 Münster
Kontakt: istg at uni-muenster.de; Tel. 0251 8327514
URL: https://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte/	 


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