[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter

Bodden, Lina lina.bodden at lwl.org
Mi Okt 20 10:48:12 CEST 2021


Von: "Villa ten Hompel" <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 19.10.2021, 15:31


AKTUELL

Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter

Themen des Newsletters Oktober 2021

Neuigkeiten
- "Demokratie als Feind": Neue Angebote

Ausblick
- NS-Täterbilder seit 1945: Vortrag der "Jungen Wissenschaft" mit Pauline van Moll am 20. Oktober
- Der schwierige Weg zur Versöhnung: Mittwochsgespräch mit Ulrike Lindner und Ruprecht Polenz über Deutschlands Verantwortung mehr als 100 Jahre nach dem Völkermord an den Herero und Nama im heutigen Namibia
- Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung am 31. Oktober
- Betrügen, stehlen, plündern: Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Götz Aly über deutsche Kolonialpraxis und das "Prachtboot" im Berliner Humboldt-Forum
- "Rund um die Villa" mit Timm Richter am 7. November
- "Geh-Denken": Ein Spaziergang zu Geschichts- und Erinnerungsorten an der Promenade am 14. November
- "Auschwitz im Unterricht"

Rückblick
- "Aus-Zeit gegen Antisemitismus"
- "Den Tätern auf der Spur"
- "Mehr als man kennt - näher als man denkt"
- Toleranz und Akzeptanz stets aufs Neue "würdig buchstabieren und einüben"
- Remembering Holocaust on TikTok
- Lehren der Geschichte in der Gegenwart verankern
- Propaganda mit Meerblick?


Guten Tag!

Der Herbst ist da, und das mit all seinen Wetterumschwüngen und Regenschauern. Ein Grund mehr, sich ins Warme zurückzuziehen und statt Open-Air-Veranstaltungen nun Aktivitäten in Innenräumen zu planen: So bietet die Villa ten Hompel in den kommenden Wochen eine ganze Reihe spannender Vorträge und Diskussionen mit "jungen Wissenschaftlerinnen" zu NS-Täterbildern sowie Historikerinnen und Historikern und Experten rund um die deutsche Kolonialgeschichte, Verantwortung und Restitution von musealen Artefakten an. Und sollte sich der Herbst doch von seiner goldenen Seite zeigen, bieten zwei Außenführungen die Gelegenheit, umliegende Stadtviertel bei einem Sonntagsspaziergang zu erkunden.

Was uns sonst in und außerhalb der Villa ten Hompel in den letzten Wochen beschäftigt hat, lesen Sie im Folgenden.

Ich wünsche Ihnen viele Erkenntnisse bei der Lektüre unseres Newsletters!


Neuigkeiten

"Demokratie als Feind": Neue Angebote

In der Dauerausstellung der Villa ten Hompel geht es vor allem und die nationalsozialistischen Verbrechen, ihre Nachwirkungen und Brüche. Unter dem Titel "Demokratie als Feind" beschäftigt gehen wir nun noch ein paar Jahre weiter zurück und blicken auf das "völkische Westfalen" der Weimarer Republik: auf die Aktionsmuster und Mechanismen nationalistischer und rechter Splitterbewegungen, die die junge Demokratie von Beginn an mit allen Mitteln bekämpften - so auch in Westfalen. Zu diesem Thema bietet die Villa nun einen neuen Thementag für Schulklassen und alle Interessierten an:

Ausgehend von historischen Fallbeispielen erschließen sich die Seminarteilnehmer*innen die Belastungsfaktoren der Weimarer Republik und diskutieren über die Radikalisierung und Kontinuitäten antidemokratischer Mechanismen bis in die Gegenwart, reflektieren ihre individuelle Toleranz gegenüber gesellschaftlichen Grenzüberschreitungen und gehen der Frage nach, wie demokatiefeindlichen Aktionen entgegengewirkt werden sollte und unsere demokratischen Werte gestärkt heute werden können.

Mehr zum Thementag <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=1>


Außerdem hat die Villa eine didaktische Handreichung herausgebracht, mit der Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit bekommen, sich selbständig mit dem "völkischen Westfalen" zu beschäftigen und die didaktischen Konzepte zu demokratiefeindlichen Mechanismen an der eigenen Schule durchzuführen. In einer Online-Yad Vashem Lecture am 3. November, 14-17 Uhr, sollen die Module der Handreichung erprobt und ihr Einsatz im Unterricht diskutiert werden. Anmeldung über 0251/492-7101 oder über tenhomp at stadt-muenster.de.

Mehr zur Fortbildung <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=3>


Ausblick

Pauline van Moll

NS-Täterbilder seit 1945: Vortrag der "Jungen Wissenschaft" mit Pauline van Moll am 20. Oktober

Wer eigentlich waren die vielen NS-Täter? Wodurch wurden unterschiedliche Täterbilder geprägt, wie schauen wir heute nach über 75 Jahren auf NS-Täterschaft und welches Täterbild vertritt dabei die Villa ten Hompel? Wie lässt sich Täterschaft an Geschichtsorten überhaupt nachhaltig vermitteln? Fragen über Fragen, über die Pauline van Moll, Erziehungswissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der WWU, am Mittwoch, 20.10., ab 19 Uhr in der Villa ten Hompel ins Gespräch kommen wird.

Im Rahmen der "Jungen Wissenschaft" wird sie ihre Masterarbeit vorstellen, in der sie die Entwicklung verschiedener NS-Täterbilder ab 1945 bis heute anhand von Einflüssen aus Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Popkultur herausgearbeitet hat und die Ordnungspolizei als lange unbeachtete Tätergruppe in den Blick nimmt. Außerdem diskutiert sie die Schwierigkeiten und besonders Potentiale einer Täterfokussierung an einem Geschichtsort wie der Villa ten Hompel sowie die Relevanz für den modernen erinnerungskulturellen Diskurs einer solchen inhaltlichen Schwerpunktsetzung - Diskussionen, die die Villa in ihrer täglichen Arbeit beschäftigen und gespannt machen auf Erkenntnisse aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive.

Eine Teilnahme in der Villa ist mit 3G-Nachweis möglich. Außerdem wird es die Möglichkeit geben, über Zoom an der Veranstaltung teilzunehmen. Anmeldung für eine digitale Teilnahme an tenhomp at stadt-muenster.de oder telefonisch: 0251/492-71 01.

Mehr zur Veranstaltung <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=5>


Ulrike Lindner und Ruprecht Polenz

Der schwierige Weg zur Versöhnung: Mittwochsgespräch mit Ulrike Lindner und Ruprecht Polenz über Deutschlands Verantwortung mehr als 100 Jahre nach dem Völkermord an den Herero und Nama im heutigen Namibia

Allzu lange fehlte eine Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte und eine kritische Beleuchtung der deutschen Kolonialherrschaft in Afrika und der Südsee. Erst in diesem Jahr bekannte sich die Bundesregierung zu dem Völkermord an den Herero und Nama und schlug eine Versöhnungsvereinbarung und Entwicklungshilfe vor. In einem Mittwochsgespräch mit Prof. Ulrike Lindner, Professorin für Geschichte Europas und des europäischen Kolonialismus an der Universität zu Köln, und Ruprecht Polenz, Sondergesandter des Auswärtigen Amtes, werfen wir am 27. Oktober ab 19 Uhr einen historischen, diplomatischen und erinnerungskulturellen Blick zurück auf die deutsche Kolonialherrschaft in Namibia und die aus ihr erwachsene Verantwortung.

Veranstaltungsort ist der Plenarsaal im LWL-Landeshaus. Eine Teilnahme ist ohne Anmeldung und mit 3G-Nachweis möglich.

Mehr zur Veranstaltung <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=6>


Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung am 31. Oktober

Nach der Sommerschließzeit sind die Türen der Villa nun wieder geöffnet - und gleich bietet sich die Möglichkeit, bei unserer öffentlichen Führung am Sonntag, 31. Oktober, ab 15 Uhr einen Blick in unsere Dauerausstellung zu werfen! Die Führung dauert ca. eine Stunde. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zur Führung und zu den Corona-Schutzmaßnahmen <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=7>


Götz Aly

Betrügen, stehlen, plündern: Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Götz Aly über deutsche Kolonialpraxis und das "Prachtboot" im Berliner Humboldt-Forum

Viele Museen präsentieren Artefakte aus den ehemaligen Kolonien in Afrika und der Südsee als Attraktion. Doch was erfahren wir über die konkreten Überlieferungsgeschichten? Der Berliner Historiker und Journalist Dr. Götz Aly widmet sich in seinem neuesten Buch der Geschichte eines einzigartigen Bootes aus Papua-Neuguinea, eine der Hauptattraktion im neu eröffneten Berliner Humboldt-Forum. Aly rekonstruiert die brutale Kolonialgeschichte, die mit diesem "Prachtboot" verbunden ist, bewertet den Zeugniswert neu und fordert Konsequenzen. Am Mittwoch, den 3. November, ab 19 Uhr stellt Götz Aly in der Villa ten Hompel sein Buch "Das Prachtboot. Wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten" vor und diskutiert über den Umgang mit kolonialem Erbe durch Museumsleiterinnen und -leiter sowie Kuratorinnen und Kuratoren.

Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich (3G-Nachweis erforderlich).

Mehr zur Veranstaltung <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=8>


Timm Richter

"Rund um die Villa" mit Timm Richter am 7. November

Wer sich beim Sonntagsspaziergang einmal umschaut, wird an mancher Stelle auf Denkmäler und Hinweistafeln zu vergangenen Ereignissen stoßen oder sich beim Anblick von Altbauten fragen, welche Geschichte wohl hinter diesem oder jenem Gebäude steckt. Nicht immer verbirgt sich eine ausschließlich rühmliche Geschichte hinter den Türen, wie das Beispiel der Villa ten Hompel zeigt, heute Münsters Geschichtsort, Anfang der 1940er Jahre Sitz der Ordnungspolizei im damaligen Wehrkreis VI und damit "Schreibtischtäterort" nationalsozialistischer Verbrechen. Doch die ehemalige Fabrikantenvilla ist nicht das einzige Gebäude, bei dem es sich lohnt, einen Blick hinter die Fassade zu werfen und Fragen nach der Vergangenheit zu stellen, und nicht die einzige Stelle, die eine nähere geschichtliche Betrachtung verdient. Der Geschichtsort lädt daher am Sonntag, 7. November um 14 Uhr zum Stadtteilspaziergang.

Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kosten: 5 Euro.

Mehr zum Rundgang <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=9>


"Geh-Denken": Ein Spaziergang zu Geschichts- und Erinnerungsorten an der Promenade am 14. November

Aus Anlass des Volkstrauertages bietet der Geschichtsort "Villa ten Hompel" einen Spaziergang auf der Promenade zu Geschichts- und Erinnerungsorten an. Zusammen mit dem Historiker Timm C. Richter werden umstrittene und wenige bekannte Denkmäler, sowie historische Spuren aus der Zeit des Nationalsozialismus aufgesucht. Die Spurensuche beginnt am 14. November um 14 Uhr an der Mensa am Aasee und endet nach ca. 2 Stunden am Zwinger. Die Teilnehmergebühr beträgt 5 Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es gelten die allgemeinen Hygieneregeln.


Austausch in Auschwitz auf dem Gelände des ehem. Stammlagers: Intensiv erkunden Lehrerinnen und Lehrer die Gedenkstätte mit Stefan Querl.

"Auschwitz im Unterricht"

Münsters Beauftragter gegen Antisemitismus, Stefan Querl aus dem Team der Villa ten Hompel, lädt mit dem Maximilian-Kolbe-Werk Lehrerinnen und Lehrer zu einer Fortbildung 2022 nach Polen ein, sofern es die Pandemie-Lage zulässt. "Auschwitz im Unterricht" lautet die Themen- und Fragestellung, bei der u .a. Überlebende des Holocaust zu Wort kommen und neue didaktische Materialien und Methoden in Workshops zur intensiven fachlichen Diskussion stehen. Eine Anmeldung ist möglich bis zum 10. November.

Alle Einzelheiten zum Ablauf, Kostenrahmen und zur Anmeldung bis Mittwoch, 10. November, auf den Seiten der Hilfsorganisation für KZ- und Ghetto-Überlebende <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=10>  oder unter Telefon 0761/200348. Das genaue Programm ist als Datei direkt über die Homepage erhältlich zur Vorlage bei den Schulleitungen.

Mehr zur Fortbildung <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=11>


Rückblick

Susanne Falcke und Stefan Querl mit dem ehrenamtlichen Organisationsteam

"Aus-Zeit gegen Antisemitismus"

Susanne Falcke ist neue Superintendentin für Steinfurt-Coesfeld-Borken, für den evangelischen Nachbarkirchenkreis von Münster. Eine der ersten Gratulationen kam aus dem Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster, denn wenige Tage zuvor hatte die 46-jährige Theologin mit Stefan Querl aus dem Team der NS-Erinnerungsstätte und einem ehrenamtlichen Kreis aus Jugendlichen, Musikerinnen und Musikern eine besondere "Aus-Zeit" gegen Antisemitismus kurz vor Jom Kippur angeboten: Der "Gottesdienst to go" wurde in kreativer, interreligiöser Form und als Zeichen für Aussöhnung in Europa und im Nahen Osten gefeiert.

Mehr zum Gottesdienst <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=12>


Visite im Wald von Józefów, Schauplatz eines Verbrechens Hamburger Polizisten

"Den Tätern auf der Spur"

Jeden Tag um viele eindrückliche Lern- und Lebenserfahrungen reicher wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines von der Stiftung EVZ geförderten Austauschprojektes zwischen deutschen und polnischen Polizistinnen und Polizisten. Die vor anderthalb Jahren entstandene Projektidee war es, die Folgen der von der Villa ten Hompel ausgegangenen Verbrechen von Ordnungspolizisten am Schreibtisch nachzuverfolgen, hin zu den Erschießungsorten, Ghettos und Mordlagern der Vergangenheit, hin also zu den Tatorten von Ordnungspolizisten. Auch aus Sicht des "Villa"-Teams (Projektleiter Peter Römer, Thomas Köhler sowie Naomi Roth) hat es bisher selten eine vergleichbare Begegnungsreise gegeben, die vor allem durch Dr. Andreas Kahrs als externe Leitung und Anita Borkowska als Sprachmittlerin und Guide ermöglicht worden ist. Sie machten Spuren und Perspektiven sichtbar, die in Warschau und der Region um Münsters Partnerstadt Lublin heute vielfach überformt sind und sonst sicher nicht zum Tragen gekommen wären.

Zum Abschlussbericht <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=13>

Mit einem schriftlichen Bericht alleine kann die auch mentale Reise der Gruppe nur schwierig nachempfunden werden. Daher wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stets mit dem Ziel begleitet, dass ihre Eindrücke in einer Podcast-Folge aufbereitet werden. Wir werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle auf die Folge hinweisen.


"Mehr als man kennt - näher als man denkt"

"Neugierig darauf machen, in die Einrichtungen zu gehen und zu gucken, was hinter den Geschichten steckt", fasste Philipp Erdmann, ehemaliger Mitarbeiter der Villa ten Hompel und heute wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stadtarchiv Münster, ein Ziel der Ausstellung "Mehr als man kennt - näher als man denkt" zusammen, die am 20. September in der Bezirksregierung Münster eröffnet wurde.

Zusammen mit Peter Römer vom Geschichtsort war er für die Abstimmung der Texte mit den Gedenkstätten zuständig. Nach vielen Diskussionen um Zeichenzahlen und Überschriften war die Ausstellung bis zum 1. Oktober "live und in Farbe" zu sehen: Alltagsgegenstände aus 29 Gedenkorten in NRW erzählen Geschichten von Verfolgung und Entrechtung ihrer einstigen Besitzer*innen, aber auch von Nachbarschaft und Erinnerung. Ganz unterschiedliche Geschichten, was nicht zuletzt an der, im Vergleich zu anderen Bundesländern mit zentraleren Gedenkstätten, sehr heterogenen Erinnerungslandschaft NRWs liegt, mit der Villa als ein regional wichtiger Teil von ihr. Welche anderen spannenden Geschichten es z. B. zu entdecken gibt, erzählt Peter Römer im Gespräch mit Philipp Erdmann.

Rückblick auf die Ausstellungseröffnung <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=14>


Stefan Querl in Hünxe

Toleranz und Akzeptanz stets aufs Neue "würdig buchstabieren und einüben"

Erinnerung an den Brandanschlag 1991 in Hünxe mit maßgeblicher Beteiligung aus der Villa ten Hompel: Mit einem Plädoyer für wachsames und würdiges "Buchstabieren des Miteinanders von Kulturen, Religionen und Nationen" ist in Hünxe am Niederrhein im Kreis Wesel an die Opfer des dortigen rechtsextremen Anschlags 1991 erinnert worden. Stefan Querl aus der Villa ten Hompel war auf Einladung des Bürgermeisters, der Kommunal- und Kirchengemeinden als Hauptredner Gast am Ort des Übergriffs, am damals ersten freien "Tag der Deutschen Einheit".

Mehr zum Gottesdienst <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=15>


Jule Richter nimmt für die Villa ten Hompel an dem Projekt "TikTok Shoah Education & Commemoration" teil

Remembering Holocaust on TikTok

TikTok und Gedenkstätten - wie passt das zusammen? Das herauszufinden ist Ziel des Projektes "TikTok Shoah Education & Commemoration", an welchem 10 Gedenkstätten und Museen aus Deutschland und Österreich teilnehmen. Um die Möglichkeiten der noch jungen Online-Plattform für Holocaustgedenken und -bildung zu nutzen, verbindet das Projekt Vertreter*innen der Gedenkstätten mit einer Social Media Agentur und TikTok-Creatorn, die gemeinsam Konzepte für die langfristige Nutzung der Plattform erarbeiten. So soll sie für die (inter)aktive Vermittlung der Geschichte und neue digitale Formen der Erinnerung genutzt werden. Der Auftakt zum Projekt fand beim "Kick-Off-Seminar" Anfang Oktober in der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz und im Jüdischen Museum Berlin | Jewish Museum statt, zu dem unsere FSJ-lerin Jule Richter für die Villa reiste.

Bei weiteren fünf Online-Seminartagen wird das Erlernte vertieft und das weitere Vorgehen in den nächsten drei Monaten besprochen werden. Das Projekt wird vom American Jewish Committee Berlin gesponsert und von TikTok Deutschland finanziell unterstützt. Die praktische Umsetzung des Seminars wird organisiert von der Hebräischen Universität Jerusalem, der israelischen Agentur PARTNERS PARTNERS & COMPANY sowie der Social Media und Kommunikationsagentur werk21 Kommunikation GmbH.


Historiker Matthias M. Ester mit Bürgermeister Peter Horstmann

Lehren der Geschichte in der Gegenwart verankern

Zu einem persönlichen Austausch trafen sich kürzlich Bürgermeister Peter Horstmann und der Historiker Matthias M. Ester, Sprecher des Arbeitskreises "Jüdisches Leben in Warendorf" der Altstadtfreunde Warendorf und der Stolperstein-Initiative Warendorf. Auf Einladung des Beauftragten gegen Antisemitismus in Münster, Stefan Querl, fand das Treffen im Geschichtsort Villa ten Hompel am Kaiser-Wilhelm-Ring in Münster statt. Der Besuch bot Bürgermeister Peter Horstmann auch Gelegenheit, den neuen Leiter der Villa ten Hompel, Dr. Axel Doßmann, zu seiner neuen Funktion zu beglückwünschen und erste Erfahrungen auszutauschen.

Mehr zum Austausch <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=16>


Dennis Grunendahl, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bildungsstätte, bei der Führung

Propaganda mit Meerblick?

In etwa so könnte das Ziel der Nationalsozialisten bei der Errichtung eines riesigen Seebads in Prora (Rügen) zusammengefasst werden. Mehr als 20.000 Menschen sollten hier gleichzeitig Urlaub machen können, als Belohnung für ihre harte Arbeit und um für kommende Aufgaben gewappnet zu sein. Spannende Informationen zur Geschichte des Ortes in der NS-Zeit und in der DDR erhielten Teamerinnen und Teamer der Villa ten Hompel und der Akademie Franz Hitze Haus während einer zentralen Arbeitstagung vom 30. September bis 2. Oktober in der Bildungsstätte PRORA-ZENTRUM.

Mehr zur Arbeitstagung <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-10?mid=2440&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=17>

Herzlichen Dank für Ihre Lektüre des Newsletters! Der nächste Newsletter erscheint Mitte November 2021.


INFO

Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unser Homepage www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel, auf Facebook www.facebook.com/villatenhompel, sowie auf Instagram www.instagram.com/villatenhompel. Folgen Sie uns gerne - und bleiben Sie gesund!

Kim Sommerer
Stadt Münster, Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münsterv

Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 18.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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