[WestG] [AKT] Denkmalpflege als Zukunftsaufgabe - LWL praesentiert Tagungsergebnisse auf YouTube
Holtrup, Sandra
Sandra.Holtrup at lwl.org
Mi Jun 16 08:33:28 CEST 2021
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 15.06.2021
AKTUELL
Denkmalpflege als Zukunftsaufgabe - LWL präsentiert Tagungsergebnisse auf YouTube
Der Nachwuchsmangel macht auch vor den Berufen in und um die Denkmalpflege nicht halt. So haben sich die Bewerberzahlen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in den vergangenen Jahren halbiert. Sind die Stellen sehr spezialisiert oder befristet, gibt es oft gerade einmal zehn Bewerbungen und es wird immer schwieriger sie überhaupt zu besetzen. Um dem entgegenzuwirken, zeigte der LWL vor Kurzem auf seinem 9. Westfälischen Tag für Denkmalpflege "Ausbilden - Qualifizieren - Begeistern für die Denkmalpflege" welche Entwicklungsperspektiven das Berufsfeld hat und welche Ausbildungs- und Vernetzungsmöglichkeiten es gibt. Auf dem YouTube-Kanal der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen können Interessierte die Tagung jetzt nachschauen. (Link: https://www.youtube.com/playlist?list=PLjWUnEk-mWIcRErq72kOhcA4T1GawcmV0). Das YouTube-Angebot stellt unter anderem die Fortbildungslehrgänge "Restaurator:in im Handwerk" und "Energieberater:in für Baudenkmale" sowie Weiterbildungsangebote der DenkmalAkademie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vor.
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger: "Wir haben weniger Bewerbungen auf die Stellen im Bereich der Denkmalpflege - dabei ist das so ein schöner und wichtiger Beruf, denn die Bewahrung der Denkmäler ist auch die Bewahrung unserer Geschichte. Und dafür braucht man Fachkenntnisse und muss diese auch immer wieder auffrischen und aktuellen Herausforderungen, wie der energetischen Sanierung, anpassen." Zu dieser Aus- und Weiterbildung leiste der LWL mit dem angebotenen Volontariat im Denkmalpflegefachamt und diversen Fachveranstaltungen einen wichtigen Beitrag. "Wir müssen schauen, dass wir auch schon junge Menschen an das Thema Denkmalschutz heranführen. Das ist eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe," rief Rüschoff-Parzinger auf.
"Es wird immer schwieriger qualifizierte und entsprechend fortgebildete Handwerkerinnen und Handwerker oder Architektinnen und Architekten für Denkmalprojekte zu finden. Dadurch geraten wichtige Maßnahmen ins Stocken und Qualitätseinbußen sind vorhersehbar", sagte LWL-Chefdenkmalpfleger Dr. Holger Mertens in einem Interview mit Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur. Nagel machte Mut für die Zukunft: "Es gibt eine Renaissance des Bauens und ich spüre ein neues Selbstverständnis bei den jungen Handwerkern." Außerdem bekomme das Authentische in Zeiten der Digitalisierung und von Corona immer mehr Bedeutung. "Dennoch muss der Stellenwert von Denkmalpflege und Handwerk größer werden und müssen diesen Berufen mehr Entwicklungsperspektiven gegeben werden. Wir brauchen eine Rückbesinnung auf das handwerkliche Bauen und Gestalten, satt des einfachen Montierens", so Nagel weiter.
Digitale Angebote ab jetzt online
Der Mitschnitt der Tagung sowie das einleitende Statement und Interview sind ab sofort auf den YouTube-Kanal "LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur" abzurufen. Darüber hinaus hat die LWL-Denkmalpflege zur weiteren Vernetzung eine Linkliste mit Bildungsanbietern im Bereich der Denkmalpflege auf ihrer Homepage zusammengestellt. Die Linkliste ist ab-zurufen unter: https://www.lwl.org/dlbw/service/veranstaltungen/9-westfaelischer-tag-fuer-denkmalpflege/fort-und-weiterbildung
Link zum YouTube-Kanal der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLjWUnEk-mWIcRErq72kOhcA4T1GawcmV0
Hintergrund Westfälischer Tag für Denkmalpflege
Der Westfälische Tag für Denkmalpflege richtet sich an die Mitarbeiter:innen der Unteren Denkmalbehörden und andere Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege und Architektur, ehrenamtlich Engagierte, Mitarbeiter:innen von öffentlichen Verwaltungen und kirchlichen Institutionen, Denkmaleigentümeri:nnen sowie Kulturinteressierte. Die Veranstaltung findet seit 2004 im zweijährigen Rhythmus statt. Die Veranstaltung fand zum ersten Mal komplett digital statt. Mit knapp 300 Fachleuten und Interessierten aus dem gesamten Bundesgebiet war die Teilnehmendenzahl doppelt so groß wie üblich.
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