[WestG] [TOC] Geschichtsblaetter des Kreises Coesfeld, 45. Jahrgang, 2020
Holtrup, Sandra
Sandra.Holtrup at lwl.org
Mo Jan 4 08:25:47 CET 2021
Von: "Peter Ilisch" <ilisc_00 at uni-muenster.de>
Datum: 24.12.2020, 14:28
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Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld, 45. Jahrgang, 2020
Zum Ende des Jahres 2020 wurde der 45. Jahrgang von der Druckerei ausgeliefert. Er enthält die folgenden Beiträge:
Dick Schlüter: Neandertalerfunde und fossiler Milchstoßzahn eines Mammuts aus Flamschen bei Coesfeld (S.1-19). Der Verfasser analysiert Lesefunde, teilweise eindeutig den Neandertalern zuweisbar, aus dem Baggerkorb einer Kiesgrube und versucht die Landschaft zu rekonstruieren.
Chistian Schulze Pellengahr: Das Daruper Altarbild - ein wichtiges Zeugnis früher Tafelmalerei in Westfalen entstand vor 600 Jahren (S. 21-34)
Peter Ilisch: Das Dorf Nottuln in Mittelalter und früher Neuzeit (S. 35-88). Während das Damenstift Nottuln in der Forschung mehrfach behandelt wurde, gab es nur sehr wenige Untersuchungen zum Dorf. Rekonstruiert wird dessen Entwicklung von den Ursprüngen bis zum Ende des Alten Reichs, dessen Verhältnis zu den Stiftsdamen und die wirtschaftsgeschichtliche Entwicklung
Peter Ilisch: Die Pest 1666 im Kreis Coesfeld (S. 89-105). Im Gefolge des münsterisch-niederländischen Krieges 1665/1666 wurde auch die Pest in das Münsterland eingeschleppt und betraf hier zunächst die Stadt Coesfeld. Geschildert werden die rigorosen, aber relativ erfolgreichen Quarantänemaßnahmen, die der Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen verhängte.
Peter Ilisch: Darfeld und der tridentinische Katholizismus im 17.Jahrhundert (S. 107-120)
Johannes Leushacke: Daß der dortige Friedhof zu unzweckmäßig und klein ist, als das er länger zum Begräbnisplatz dienen könnte - Geschichte des ersten Olfener Kommunalfriedhofs 1818 bis 1965 (S. 121-170). Nach 1818 entstand in Olfen ein neuer Friedhof, der kommunal war, obwohl er in ersterLinie von der Kirchengemeinde verwaltet wurde. Behandelt werden auch die Professionalisierung des Bestattungswesens, die Gestaltung und Erweiterungen bis zur Entwidmung 1964.
Johannes Leushacke: Kriegsgräber in Olfen seit den Einigungskriegen (S. 171-189) behandelt die Bestattungen von Kriegsopfern von 1870/71 über den 1.Weltkrieg und die von Freikorps erschossenen Teilnehmer des Aufstands im Ruhrgebiet 1920 bis zum 2.Weltkrieg.
Stefan Sudmann: Schusswunden, Ruhr und Reumatismus: Die verwundeten und kranken Soldaten des Dülmener Lazaretts im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 (S. 191-198)
Michael Kertelge, Zwangssterilisationen im ehemaligen Landkreis Lüdinghausen und die Umsetzung es "Gesetzes zu Verhütung erbkranken Nachwuchses" im Altkreis Lüdinghausen 1933-2007 - "Diese Minderwertigkeit der Sippe sichert meines Erachtens die Diagnose des angeborenen Schwachsinns" (Amtsarzt Dr. Wilhelm Appelmann in einem Gutachten (1934) (S. 199-271). Der genannte Amtsarzt engagierte sich besonders stark in der Eugenik. Die Quellenlage erlaubt es, die Verfahren genauer zu untersuchen.Betroffen waren in erster Linie Personen aus dem industrielle geprägten Südrand des Kreises, die heute zum Kreis Unna gehören. Untersucht wird auch wie nach dem 2.Weltkrieg mit den Wiedergutmachungsansprüchen umgegangen wurde.
Christoph Grünewald: Karolingische Krieger in Lüdinghausen? (S. 273-276). In der Lüdinghauser Bauerschaft Ermen wurde als Lesefund ein Bronzebeschlag von einer Schwertscheide gefunden, die der Verfasser über Vergleichsfunde der Karolingerzeit zuordnet.
Peter Ilisch: Das Haus Ermen im Kirchspiel Lüdinghausen (S. 277-286). Rekonstruiert die Lage des ehemaligen Amtshofs Ermen des Kollegiatstifts Alter Dom in Münster, der wohl im 14.Jahrhundert wüst gelegt wurde und in der Nähe des Fundortes des im vorigen Beitrag behandeltenObjekts lag.
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