[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter Februar 2021

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Mo Feb 22 09:18:29 CET 2021


Von: "Villa ten Hompel" <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 18.02.2021, 11:22


AKTUELL

Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter Februar 2021

Themen des Newsletters Februar 2021

Neuigkeiten 
- Generationswechsel in der Villa ten Hompel
- Interview mit der Antisemitismusbeauftragten des Landes NRW

Ausblick 
- Vortrag über Schülervorstellungen zum Krieg der Wehrmacht gegen die Sowjetunion 1941-1945 von Lukas Esser

Rückblick 
- Gedenktag an die Opfer des Holocausts am 27. Januar
- Du sollst nicht gleichgültig sein!
- Bürgerfunk-Sendungen mit Beteiligung der Villa


Auch im Februar hält uns die Pandemie weiter in Atem. Trotz andauernden Lockdowns und zuletzt Schnee-Chaos geht unsere Arbeit in der Villa aber natürlich weiter. Wir bleiben für Sie erreichbar!

In den nächsten Wochen können Sie weiterhin unseren Gallery-Walk zu NS-Verbrechen in Griechenland im Zweiten Weltkrieg besuchen. Unsere historisch-politische Bildungsarbeit mit Seminarbetrieb findet weiterhin online statt. Der Gedenktag an die Opfer des Holocausts war nur eins der Themen, die uns daneben in den letzten Wochen beschäftigt haben. Auch gibt es Neuigkeiten in unserem Personalbereich.


Neuigkeiten 

Generationswechsel in der Villa ten Hompel 

Die Villa ten Hompel ist heute Münsters Geschichtsort für eine reflektierte und geschichtsbewusste Gesellschaft. Die Hausgeschichte - von einer Fabrikantenvilla zu Beginn des 20ten Jahrhunderts zur Kommandozentrale der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, nach 1945 Ort der Entnazifizierung und der "Wiedergutmachung" - spiegelt Etappen deutscher und europäischer Zeitgeschichte. Ausstellungen, Veranstaltungen und die historische Dokumentationssammlung macht den Geschichtsort zu einem international gefragten Partner der Erinnerungsarbeit.

Für die zukünftige Weiterentwicklung suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine neue Leitung (m/w/d). Bewerbungsfrist ist der 7. März 2021. Die Tätigkeit wird nach Entgeltgruppe 15 Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) vergütet.

Die Stellenausschreibung: www.stadt-muenster.de/personalamt/aktuelle-stellenangebote/13-037-21-leitung-villa-ten-hompel
 

Interview mit der Antisemitismusbeauftragten des Landes NRW 

Ende des letzten Jahres wurden für die Stadt Münster mit dem Amt der Beauftragten in Antisemitismusfragen lokale Ansprechpartner für Fragen zu historischem und gegenwärtigem Antisemitismus geschaffen - Mit Stefan Querl und Peter Römer als Stellvertreter ist dieses Amt in der Villa ten Hompel verortet. Auf Landesebene ist seit 2018 die ehemalige Bundestagsabgeordnete und Bundesjustizministerin a. D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ehrenamtlich als Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW tätig. In einem Interview mit Corinna Koselleck und Kim Sommerer aus dem Team der Villa ten Hompel berichtete sie von ihrer Tätigkeit und nahm Stellung zur aktuellen Entwicklung des Antisemitismus im Land, zu Herausforderungen, aber auch Chancen für die Prävention antisemitischer und rassistischer Haltungen und zur Bedeutung historischer Bildungsarbeit.

Das ganze Interview können Sie nachlesen unter www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/interview-antisemitismus-beauftragte-nrw



Ausblick 

Vortrag über Schülervorstellungen zum Krieg der Wehrmacht gegen die Sowjetunion 1941-1945 von Lukas Esser 

Save the date: Am 17.3.2021 um 18 Uhr wird unser ehemaliger FSJler Lukas Esser im Rahmen der Reihe "Junge Wissenschaft" mit uns ins Gespräch kommen und seine Abschlussarbeit vorstellen. Sein Thema ist eng mit dem Inhalten unseres Hauses verbunden und trägt den Titel: "´Da wurde ja gar nicht heldenhaft gekämpft´ - Schülervorstellungen zum Krieg der Wehrmacht gegen die Sowjetunion 1941-1945". Sie entstand eben während seines Freiwilligen Sozialen Jahres in unserem Hause. So konnte Lukas Esser die Arbeit in einem Geschichtsort mit einer wissenschaftlichen Beschäftigung zu Täterforschung und Erinnerungskultur verknüpfen. Das Webinar findet online statt, die Zugangsdaten finden sich über diesen Link: zoom.us/j/91394230473, Meeting-ID: 913 9423 0473, Kenncode: 516022. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.



Rückblick 

Gedenktag an die Opfer des Holocausts am 27. Januar 

Vergleichsweise still fand das diesjährige Gedenken an die Opfer des Holocausts am bundesweiten Gedenktag am 27. Januar statt. Statt in der Öffentlichkeit fanden viele Veranstaltungen in diesem Jahr online statt.

Schülerinnen und Schüler im Rathausinnenhof konnten sich nicht wie jedes Jahr zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus treffen. Aber das Gedenken hat im Jahr 2021 keine Pause gemacht: Münsteraner und Münsteranerinnen wurden aufgerufen, mit einer Kerze einer Person zu gedenken und dies mit einem kurzen Statement auf Sozialen Medien wie Instagram unter dem Hashtag #muenstergedenkt zu posten. In einer Collage und einem Video sammeln sich diese Videos und Fotos und so wird das private Gedenken zu einem gemeinsamen. Schülerinnen und Schüler haben sich wie jedes Jahr intensiv durch Projekte mit dem Holocaust beschäftigt, besonders mit Überlebensgeschichten.

Herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal an alle, die sich beteiligt und die Erinnerung an NS-Verfolgte neu belebt haben.

Die Villa hat sich außerdem wie schon im letzten Jahr an der Aktion "Lichter gegen Dunkelheit" beteiligt und erstrahlte im roten Licht.


Du sollst nicht gleichgültig sein! 

Ganz im Zeichen dieses Zitats, dem von Roman Kent (Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees) erdachten 11. Gebot, hielt der deutsch-niederländische Schriftsteller und Historiker Lutz van Dijk am 1. Februar eine Online-Lesung seines aktuellen Buchs "Erinnern in Auschwitz auch an sexuelle Minderheiten", das er zusammen mit seinen polnischen Kolleginnen Joanna Ostrowska und Joanna Talewicz-Kwiatkowska herausgegeben hat. Anlass der Veranstaltung war das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und die Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. Auch junge Familien verfolgten die Lesung.

Den kompletten Bericht über die Lesung finden Sie auf unserer Website: www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/erinnern-in-auschwitz-auch-an-sexuelle-minderheiten 


Bürgerfunk-Sendungen mit Beteiligung der Villa 

Die Villa ten Hompel beteiligte sich an gleich zwei Sendungen im "Bürgerfunk" auf ANTENNE MÜNSTER.

"Gezeichnet, verfolgt, vergessen? Lebensspuren aus der NS-Zeit in Münster hörbar machen" war der Titel des zweiten Teils einer Sendung im VHS-Bürgerfunk bei Antenne Münster am Samstag, 30. Januar, 20:04 Uhr über weniger bekannte Opfergruppen des Nationalsozialismus anlässlich des Holocaust-Gedenktages, in Kooperation mit der Villa ten Hompel und dem Verein Spuren finden e.V. Religiös, politisch oder rassisch verfolgte Opfer des Nationalsozialismus haben eine persönliche Geschichte, denen eine Redaktionsgruppe unter Leitung von Historikerin Dr. Gaby Flemnitz das einstündige Hör-Feature gewidmet haben, darunter der Verfolgte Jesuiten-Pater August Benninghaus, der zwangssterilisierte Paul Wulf, Anna Lübke und ihre Familie, Sinti, die im Kuhviertel lebten, oder die als "Moorsoldaten" bezeichneten Festgehaltenen in den Emslandlagern, u.a. Kommunisten. Eine weitere Sendung mit Villa-Beteiligung wurde zu Stolpersteinen in Münster gestaltet.


INFO

Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unser Homepage www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel, auf Facebook www.facebook.com/villatenhompel, sowie auf Instagram www.instagram.com/villatenhompel. Folgen Sie uns gerne - und bleiben Sie gesund!

Peter Römer
© Stadt Münster, Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster


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