[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter Dezember 2021

Bodden, Lina lina.bodden at lwl.org
Mi Dez 15 10:19:56 CET 2021


Von: "Stadt Münster" <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 15.12.2021, 09:14


AKTUELL

Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter

Themen des Newsletters Dezember 2021

Neuigkeiten
- Änderung der Öffnungszeiten

Rückblick
- Zeichen des Paulinum-Gymnasiums gegen Judenhass und Hetze
- Online-Gedenkveranstaltung "Brücke der Erinnerung"
- Lust auf Lublin wecken und Majdanek dabei nicht ausblenden
- Gedenken an die Deportation von Jüdinnen und Juden aus dem Münsterland


Guten Tag!

Schon wieder Dezember - das Jahr 2022 kratzt bereits an der Tür. Damit geht ein turbulentes Jahr 2021 zuende:

Nach mehrmonatiger Schließung am Jahresbeginn durfte der Geschichtsort im März endlich wieder seine Türen öffnen. Wir haben uns über viele Besuche und Veranstaltungen gefreut, sind über Geschichte und Gegenwart ins Gespräch gekommen und haben wahrscheinlich mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Wir haben uns von Kolleginnen und Kollegen verabschiedet und dafür neue Gesichter in der Villa begrüßt und besonders in den letzten Wochen Projekte abgeschlossen und neue angestoßen. Kein Zweifel, dass uns im kommenden Jahr genauso spannende Zeiten und einige Veränderungen erwarten!

Im Folgenden werfen wir noch einmal einen Blick zurück auf die letzten Wochen und all das, was uns zuletzt in und außerhalb der Villa ten Hompel beschäftigt hat, bevor wir uns in den Winterurlaub begeben. Unsere Ausstellung bleibt bis zum 19. Dezember zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Danach freuen wir uns auf Ihren Besuch ab dem 12. Januar.

Ich wünsche Ihnen viele Erkenntnisse bei der Lektüre unseres Newsletters und bereits einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Neuigkeiten

Änderung der Öffnungszeiten

Neues Jahr, neue Zeiten: Ab dem Januar 2022 öffnen wir unsere Ausstellung zu folgenden Zeiten:

- Montag 18 - 21 Uhr
- Mittwoch 18 - 21 Uhr
- Donnerstag 18 - 21 Uhr
- Samstag 14 - 17 Uhr
- Sonntag 14 - 17 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Rückblick

Zeichen des Paulinum-Gymnasiums gegen Judenhass und Hetze

Gibt es Judenhass und Hetze auch in Münster? Was kann ein Beauftragter gegen Antisemitismus konkret dagegen tun? Wo liegen eigentlich die historischen Wurzeln des antisemitischen Übels? Ist es ein speziell deutsches Tabu und Thema? Fragen, Analysen, Meinungs- und Lagebilder hat aktuell die Oberstufe des Gymnasiums Paulinum am Stadtgraben durch intensive Recherchen gesammelt und gesichtet und dazu auch mit Stefan Querl als Antisemitismus-Beauftragtem der Stadt diskutiert.

Die Pauliner wollten auch wissen, wie es der Jüdischen Gemeinde konkret seit Mai geht, seit dem Versuch von gewaltbereiten Männern und mutmaßlichen Straftätern, vor der Synagoge eine Davidstern-Flagge zu verbrennen. Sie erfuhren, dass die Polizei Münster durch schnelles Eingreifen damals Schlimmeres verhütet hatte, dass aber die Angst vor ähnlichen Anschlägen gewachsen ist (Archivfoto: Stefan Querl).

Mehr zum Projekt <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-12?mid=2494&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=1>


Online-Gedenkveranstaltung "Brücke der Erinnerung"

"Brücken der Erinnerung" bauten Städte aus Deutschland, Österreich und Tschechien am 29. November in Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung, die vor 80 Jahren nach Riga deportiert wurden. Mehr als 25.000 jüdische Menschen aus diesen drei Ländern wurden ab dem jahresende 1941 in die lettische Hauptstadt verbracht. Die erste Deportation deutscher Jüdinnen und Juden aus dem Münsterland verließ am 13. Dezember 1941 den Güterbahnhof in Münster.

Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Städte des Riga-Komitees nahmen virtuell an der Gedenkveranstaltung in Lettland teil. So sprach auch Bürgermeisterin Angela Stähler in der Villa ten Hompel und schaltete sich mit ihrer Botschaft zu.

Die gesamte Veranstaltung wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. aufgezeichnet.

Zum Video <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-12?mid=2494&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=2>


Lust auf Lublin wecken und Majdanek dabei nicht ausblenden

Vereinsvorsitzende Michaela Heuer, Justiziarin der Stadt Münster, ihre Aktiven im Vorstand des Fördervereins Münster-Lublin und das Internationale Büro des Amtes für Bürger- und Ratsservice haben Großartiges geleistet in der Vorbereitung: So konnte jetzt trotz der schwierigen Pandemie-Lage das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit der polnischen Kommune würdig und sicher gefeiert werden - im Beisein einer hochrangigen Delegation aus Lublin, Oberbürgermeister Markus Lewe beim Festakt und Bürgermeister Klaus Rosenau anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung, in der u. a. Gisela Möllenhoff und Stefan Querl als zwei Mitglieder des Vereins ihre "Lieblingsorte" portraitieren.

Zum Festakt und zur Ausstellungseröffnung <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-12?mid=2494&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=3>


Gedenken an die Deportation von Jüdinnen und Juden aus dem Münsterland

Hunderte als jüdisch markierte Männer, Frauen und Kinder aus dem Münsterland wurden ab Dezember 1941 in Ghettos in den Osten Europas deportiert. Das Ziel der Täter: Die Ausgrenzung und Vernichtung von Menschen, die nicht als Teil der "deutschen Volksgemeinschaft" galten. In diese Deportationen waren auch im Münsterland viele Menschen involviert: neben Polizei auch Verwaltungen - und Nachbarn.

Zum 80. Mal jährte sich am 13. Dezember die erste Verschleppung von Jüdinnen und Juden aus dem Münsterland. In Gedenken an die Deportierten wurden zahlreiche Gedenkveranstaltungen geplant, doch Corona macht uns allen zu schaffen. Pandemiebedingt musste der für den 13. Dezember von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (CJZ) geplante "Schweigemarsch" entlang des einstigen Deportationsweges abgesagt werden. Auch die vom Auswärtigen Amt unterstützte Wanderausstellung "Riga. Deportationen - Tatorte - Erinnerungskultur" zur Geschichte des Massenmordes in Riga wird der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Münster erst zu einem späteren Zeitpunkt eröffnen. Die Lesung der Gedenkblätter des Vereins Spuren Finden e. V. wurde in das nächste Jahr verlegt.

Trotz dieser Einschränkungen solten die Verbrechen nicht unsichtbar bleiben. Hierzu vergegenwärtigte die Villa ten Hompel kurzzeitig die Leerstellen, die die Deportierten in unserer Gesellschaft hinterlassen haben: Kreide-Fußstapfen bis hin zum Güterbahnhof sowie Kreise an der Ecke Warendorfer Straße/Kaiser-Wilhelm-Ring markierten den Weg der Verfolgten bis zum Güterbahnhof sowie die Leerstellen, die die Verfolgten in unserer Gesellschaft hinterließen. Unter #DeportationenSichtbarMachen ruft die Villa auch weiterhin zum Austausch über die Frage auf, wie die Deportationen in Zukunft vergegenwärtigt werden sollen.

Mehr zur Aktion #DeportationenSichtbarMachen <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2021-12?mid=2494&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=4>

Herzlichen Dank für Ihre Lektüre des Newsletters! Der nächste Newsletter erscheint Mitte Januar 2022.


INFO

Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unser Homepage www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel, auf Facebook www.facebook.com/villatenhompel, sowie auf Instagram www.instagram.com/villatenhompel. Folgen Sie uns gerne - und bleiben Sie gesund!

Kim Sommerer
Stadt Münster, Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

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