[WestG] [KONF] Fachtagung 1700 Jahre juedisches Leben in Deutschland, Nottuln, 03.09.2021

Weidner, Marcus Marcus.Weidner at lwl.org
Mo Aug 30 11:36:40 CEST 2021


Von: "Christian Wermert" <mailto:wermert at nottuln.de> 	 
Datum: 30.08.2021, 11:22 	
 	 
 	 
AKTUELL	 
 	 
Jüdischer Geschichte begegnen

Kreisheimatverein Coesfeld mit öffentlicher Fachtagung zum Thema „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ am 3. September im Forum Nottuln. So eine große Veranstaltung zum Thema „Jüdisches Leben“ gab es im Kreis Coesfeld wohl noch nie. Die Fachtagung vom Kreisheimatverein Coesfeld, die am 3. September aus Anlass des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ im Forum des Rupert-Neudeck-Gymnasiums (St. Amand-Montrond-Straße 1) stattfindet, bündelt Vorträge namhafter Historiker aus der Kreisregion und darüber hinaus.

Außerdem haben die Organisatoren eine Podiumsdiskussion zum Thema mit ins Programm genommen, an der neben Martin Mustroph von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster, Anja Mausbach vom Jüdischen Museum Dorsten auch Dr. Dietmar Potente aus Dülmen teilnehmen werden. Moderiert wird die Diskussion von Michael Kertelge aus Dülmen, seinerseits ein profunder Kenner der jüdischen Geschichte.
Die Fachtagung ist für die Öffentlichkeit bei freiem Eintritt zugänglich. Es gelten die aktuellen Bestimmungen der Coronaschutz-Verordnung. 
„Wir haben die Fachtagung ganz bewusst in den Nachmittag hinein verlegt, damit auch die Schulen die Möglichkeit haben, die Vorträge zu besuchen“, erklärt Historiker Christian Wermert, Geschäftsführer des Kreisheimatvereins Coesfeld, und macht damit die Dimension deutlich, die diese Fachtagung haben wird.

Und schließlich bietet der Kreisheimatverein Coesfeld damit die Möglichkeit, jüdischer Geschichte zu begegnen und auch den Alltag jüdischer Menschen besser kennenzulernen. Fragen sind dabei unbedingt erwünscht, so der Kreisheimatverein.
Damit reiht sich die Fachtagung ein in einen bunten Reigen von Veranstaltungen, die vom 2. September bis zum 28. Oktober im Rahmen der Nottulner Festtage im Themenjahr „1700 Jahre jüdisches Leben“ im Stiftsdorf Nottuln stattfinden. 

Im Mittelpunkt der Tagung steht die Geschichte des jüdischen Lebens im Münsterland, wobei auch die jüdische Gemeinde im Stiftsdorf Nottuln in einem Vortrag von Hans-Peter Boer, Kulturdezernent der Bezirksregierung Münster a.D. und Vorsitzender des Kreisheimatvereins Coesfeld, beleuchtet wird. 

Die Fachtagung, an die sich die Mitgliederversammlung des Kreisheimatvereins anschließt, beginnt um 13.30 Uhr mit den Grußworten von Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und Landrat Dr. Christian Schulze-Pellengahr. 
Zwischen 14 Uhr und 15 Uhr findet die Podiumsdiskussion mit Martin Mustroph von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster, Anja Mausbach (Jüdisches Museum Dorsten) und Dietmar Potente mit dem Moderator Michael Kertelge (Lüdinghausen) statt.
Um 15 Uhr beschäftigt sich Dr. Hendrik Lange in seinem 20-minütigem Vortrag mit der „Darstellung der Juden in der christlichen Kunst.“ Lange begibt sich dabei auf einen regionalen Streifzug vom Hochmittelalter bis in die Gegenwart.
Nach einer Kaffeepause startet der Historiker Dr. Peter Ilisch aus Münster um 15.40 Uhr mit seinem Vortrag, der „Jüdische Gemeinschaften im 18. Jahrhundert im Raum Coesfeld“ zum Thema hat. 
Um 16 Uhr folgt Dr. Norbert Nagel. Der Geschichtswissenschaftler aus Coesfeld stellt „Jüdisches Leben und Geldwirtschaft“ an ausgewählten Beispielen vor.
Um 16.20 Uhr referiert Dr. Stefan Sudmann (Stadtarchivar Dülmen) über „Jüdische Familien in Dülmen zur napoleonischen Zeit – Die ersten Schritte in eine neue Epoche“. Die Einführung des napoleonischen ‚Code Civil‘ war auch für die schon seit mehreren Generationen in Dülmen lebenden jüdischen Familien ein Wendepunkt für die rechtliche und gesellschaftliche Stellung innerhalb der Stadt. Daraus resultierte unter anderem ein schneller Aufstieg jüdischer Kaufleute in die Mittelschicht. 
Um 16.40 Uhr stellt Johannes Leushacke (Olfen) „Orte jüdischen Lebens in Kleinstädten“ vor, und zwar am Beispiel seiner Heimatstadt Olfen.
17 Uhr startet Norbert Damberg (Stadtarchivar Coesfeld) mit seinem Vortrag zum Thema „Die Einführung der Synagogenbezirke in den Kreisen Coesfeld und Lüdinghausen um 1850 und deren Konsequenzen“. 
Um 17.20 Uhr haben Friedhelm Brockhausen und Ferdinand Lülf vom Heimatverein Havixbeck das Wort. Sie sprechen über das „Jüdische Leben in Havixbeck“. 
Den Vortragsreigen beschließt um 18 Uhr Hans-Peter Boer mit seinem Referat zum Alltagsleben der kleinen jüdischen Gemeinde im Stiftsdorf Nottuln. 
Programm; http://www.kreisheimatverein-coesfeld.de/

	 
INFO	 
 	 
Veranstaltungsdaten:	 
Fachtagung 1700 Jahre jüdisches Leben	 
Datum: 03.09.2021	 
Rupert-Neudeck-Gymnasiums
St. Amand-Montrond-Straße 1
Nottuln

Kreisheimatverein Coesfeld e.V.	 
Lise-Meitner-Weg, 21, 21	 
48653 Coesfeld	 
Tel.: 02541847841	 
E-Mail: wermert at nottuln.de	 
 	 
Kontakt:	 
Christian Wermert	 
Gemeinde Nottuln	 
Stiftsplatz 7	 
48301 Nottuln	 
 	 
Tel.: 02502942128	 


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