[WestG] [AKT] 75. Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs - LWL-Archaeologiemuseum und Buendnis Herne senden Live-Programm in den Sozialen Medien

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Fr Mai 8 07:52:45 CEST 2020


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 07.05.2020


AKTUELL

75. Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs - LWL-Archäologiemuseum und Bündnis Herne senden Live-Programm in den Sozialen Medien

Am Samstag (9.5.) nimmt das LWL-Museum für Archäologie in Herne mit einem eigenen Live-Programm am bundesweiten Gedenktag zum Ende des Zweiten Weltkriegs teil. Im Rahmen der "Glänzenden Aktionstage" des Bündnisses "Die Vielen" zeigt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit dem "Bündnis Herne" Filme, Interviews und Musik rund um die Themen Geschichte des Endes des Zweiten Weltkriegs, Erinnerungskultur und Demokratie. Das Programm läuft ab 12.30 Uhr unter:

Facebook: https://www.facebook.com/LWLMuseumHerne/posts/3370444136341869 

Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=DoTWYHqjBUQ&feature=youtu.be 

"Der Aktionstag ist in vielerlei Hinsicht eine Premiere. Für uns, weil wir erstmals ein mehrstündiges Programm live in den digitalen Raum übertragen", erklärt Dr. Doreen Mölders, Leiterin des LWL-Museums. Zwischen 12.30 und 15.30 Uhr sendet das dreiköpfige Moderatoren-Team um Mölders und André Burmann vom LWL-Archäologiemuseum sowie Mirjam König vom "Bündnis Herne" live aus dem Museumscafé. Die LWL-Archäologen Dr. Sven Spiong und Dr. Manuel Zeiler, der Stadthistoriker Ralf Piorr und Martin Domke vom "Eine Welt Zentrum Herne" werden zu Gast sein oder über Video live eingespielt.

Sie geben Einblicke in lokale und regionale Projekte, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und den Endjahren des Zweiten Weltkriegs befassen. "Ziel der Aktion ist es, sowohl der Opfer des Zweiten Weltkriegs zu gedenken als auch ein offenes Europa der Vielen zu feiern", so Mölders.

Das Hauptaugenmerk des Programms liegt dabei auf Ereignissen und Einrichtungen in Herne und im Ruhrgebiet. "Zeitzeugenberichte und der digitale Besuch ausgewählter Orte machen Geschichte lebendig", erklärt König. "Sie stehen als Mahnmal dafür, dass sich Krieg, Zwangsarbeit, Konzentrationslager und Ausgrenzung niemals wiederholen." Die Zuschauer sind eingeladen, sich online mit Fragen und Kommentaren zu beteiligen. Diese fließen live in die Sendung ein.

Verschiedene Herner Einrichtungen und Vereine haben für den Tag Beiträge erstellt, unter anderem das Stadtarchiv Herne, die DGB-Geschichtswerkstatt (Digitales Geschichtsbuch für Herne und Wanne-Eickel) und der "Förderkreis Mahn-und Gedenkstätte Polizeigefängnis Herne". Buchvorstellungen und Live-Musik des Herner Blues- und Rockmusikers Edy Edwards ergänzen das Programm.

"Darüber hinaus stellen wir auch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Archäologie vor. In Filmen zeigen wir Funde aus dem Konzentrations-Außenlager Witten-Annen und neue Ergebnisse zu Ausgrabungen der LWL-Archäologie für Westfalen in Warstein und im ehemaligen Stammlager Stalag 326 in Schloß Holte-Stukenbrock", so André Burmann, wissenschaftlicher Volontär des LWL-Museums und Programmleiter der Veranstaltung.


Zu den Partnern

"Die Vielen" ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der im Juni 2017 gegründet wurde. Der Verein setzt sich nach eigenen Angaben für die Beförderung internationaler Gesinnung, für Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens sowie für die Förderung der Volksbildung ein. "Die Vielen" solidarisieren sich "mit allen Aktiven der Kunst- und Kulturlandschaft und deren Institutionen, die von rechtspopulistischen und rechtsextremen Positionen attackiert oder in Frage gestellt werden. Und sie treten für ein Zusammenleben mit offenen Grenzen ein - nach innen wie nach außen. Sie stehen für ein Miteinander, das mutig und großzügig ist", so die "Vielen". (https://www.dievielen.de) 

Das LWL-Museum für Archäologie, Westfälisches Landesmuseum Herne ist das zentrale Schaufenster der Archäologie in Westfalen. Das Museum versteht sich seit seiner Eröffnung 2003 als ein gegenwarts- und zukunftsgerichtetes Archäologiemuseum, das die Kulturgeschichte der Menschheit multidisziplinär und mit modernen Mitteln besucherorientiert vermittelt. Dieser Anspruch zeigt sich in der Dauerausstellung ebenso wie im Sonderausstellungsprogramm, das mit großer thematischer und räumlicher Spannbreite kulturhistorische Themen behandelt. (https://www.lwl-landesmuseum-herne.de) 

Das "Bündnis Herne" ist ein zivilgesellschaftlicher Zusammenschluss von Privatpersonen, demokratischen Parteien, Gewerkschaften, den christlichen Kirchen und islamischen Glaubensgemeinschaften, dem Kulturell-Alternativen Zentrum und anderen Institutionen und Vereinen in Herne.

Das Bündnis wurde im August 2019 gegründet als "Antwort auf den Versuch, in Herne eine rechtsradikale Bürgerwehr zu etablieren. Wöchentliche Kundgebungen und Friedensgebete von August 2019 bis Anfang März 2020 mit zahlreicher Unterstützung aus der Herner Stadtgesellschaft haben die rechten Aufmärsche durch die Innenstadt verhindert.
Das Bündnis Herne hat sich zum Ziel gesetzt, auch nach dem Ende der rechten Aufmärsche für die Werte Demokratie, Meinungsfreiheit und Zusammenhalt einzustehen", so die Selbstbeschreibung des Bündnisses. (https://www.buendnis-herne.de) 


INFO

Mehr Infos: http://www.lwl-landesmuseum-herne.de

LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne

Tel. 02323 94628-0


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