[WestG] [AKT] Virtuelles Zeitzeuginnen-Gespraech: Wie Rozette Kats den Holocaust als Kind ueberlebte, Herford, 04.09.2020

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Do Aug 20 08:14:06 CEST 2020


Von: "Christoph Laue" <c.laue at kreis-herford.de>
Datum: 18.08.2020, 16:24


AKTUELL

Virtuelles Zeitzeuginnen-Gespräch: Wie Rozette Kats den Holocaust als Kind überlebte

Gesprächsabend mit Rozette Kats (mit Filmbeitrag und Gespräch über Videokonferenz)

Einführung und Gesprächsleitung: Raphaela Kula und Fritz Bornemeyer


"Erst 1992 bin ich aus dem Versteck gekommen"

Die Niederländerin Rozette Kats, Jahrgang 1942, erfährt am Vorabend ihres sechsten Geburtstages, dass sie das Kind jüdischer Eltern, die den Holocaust nicht überlebt haben, ist. Ihr Onkel, der einzige weitere Überlebende der Familie, vermag  nicht, über die ermordeten Verwandten zu sprechen. Ihren Rettern und Pflegeeltern spielt Rozette das fröhliche Kind vor, doch es plagen sie Ängste und mit zunehmendem Alter auch Fragen über das Leben und Sterben ihrer Eltern.

Erst Mitte der 1980-er Jahre bekommt sie von ihrem Onkel, der schwer erkrankt ist, das Hochzeitsbild ihrer Eltern. Später findet sie heraus, dass ca. drei Monate vor der Deportation der Eltern von Westerbork nach Auschwitz-Birkenau ihr Bruder geboren wurde. Es ist ein langer und schmerzlicher Prozess für Rozette Kats, mit dem Schatten der Vergangenheit leben zu lernen, der ihr vor allem durch ein vielfältiges Engagement in der Erinnerungsarbeit auf beeindruckende Weise gelungen ist.
 

INFO

Gesprächsabend mit Rozette Kats (mit Filmbeitrag und Gespräch über Videokonferenz)
Freitag, 4. September 2020, um 19:00 Uhr
Gedenkstätte Zellentrakt 
Rathauspl. 1
32052 Herford

Keine Anmeldung erforderlich, wir bitten um Beachtung der gängigen Corona-Regeln (Desinfektion, Maske mindestens bis zum Sitzplatz, Abstand, Erfassung der Daten). 

Eintritt frei, wir freuen uns über Spenden.


Im Begleitprogramm zur Ausstellung: AKTION REINHARDT - Sie kamen ins Ghetto und gingen ins Unbekannte

Raphaela Kula - "a place of murder and the sky is blue"

Bis zum 22. November 2020 verlängert

Samstag und Sonntag von 14 - 16 Uhr geöffnet.
 
 
Mit Förderung durch: Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.


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