[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 02/2019

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Di Feb 19 08:23:38 CET 2019


Von: "Villa ten Hompel" <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 15.02.2019, 14:31


AKTUELL

Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 02/2019

Themen des Newsletters 2 2019

Ausblick
- Führung durch die Dauerausstellung, Sonntag 24.2., 15 Uhr
- Drehbuch Geschichte 2019
- Lesung und Gespräch mit Prof. Dr. Michael Göring, Donnerstag 21.2., 19 Uhr
- Yad Vashem Lectures "Der letzte Jolly Boy", Montag 25.2., 16 - 19 Uhr / Anmeldung erforderlich
- "Der Gang vor die Hunde" mit Prof. Dr. Hanuschek, Donnerstag 14.3., 19 Uhr
- "Tischgespräche" mit Andreas Breiing, Donnerstag 21.3., 19 Uhr
- "War Opa 1918/19 revolutionär?" mit Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Mittwochsgespräch am 27.3., 19 Uhr

Rückblick
- Volker Kutscher im Erbdrostenhof
- Holocaust Gedenktag in Münster
- Treffen in Dorsten mit Staatssekretär Kaiser
- Erfolgreiches Ende einer Fortbildung in Fulda
- Mittwochsgespräch mit Prof. Dr. Jörn Leonhard
- Villa ten Hompel und Oberbürgermeister Lewe im Gespräch mit dem USHMM Washington
- Pressekonferenz mit NRW Staatssekretär Kaiser
- Uni-Seminar zur Nutzung von Stolpersteinen
- Vorstand des Fördervereins der Villa
- Dank und Glückwunsch an Frau Möllenhoff

Wir freuen uns, Ihnen Hinweise für die kommenden Veranstaltungen im Februar geben zu dürfen. Der Januar war sehr ereignisreich, wie Sie dem Rückblick entnehmen können.



Ausblick

Führung durch die Dauerausstellung, Sonntag 24.2., 15 Uhr

Auch am letzten Sonntag im Februar haben Sie Gelegenheit, an der kostenlosen öffentlichen Führung durch unsere Dauerausstellung "Geschichte-Gewalt-Gewissen" teilzunehmen. 

Anmeldung nicht erforderlich! 

Mehr dazu unter: https://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2019-02-24-oeffentliche-fuehrung. 


Drehbuch Geschichte 2019

Moderne Zeiten? Vier Filmforen über die Weimarer Republik 

Hier die weitere Terminierung der Filmreihe Drehbuch Geschichte: 

Cinema: 06.03.2019, 19 Uhr Film(e): Menschen im Deutschland des Jahres 1932, Weimar im Westen. Rheinland im Westfalen 1918-1933 Eintritt frei!

LWL-Landeshaus, Freiherr-vom-Stein-Platz 1,  26.3.19, 19 Uhr Stummfilm Metropolis, Livesoundtrack mit "this honourable fish" Eintritt frei!

Cinema: 03.04.2019, 19 Uhr Film: Mensch ohne Namen, Eintritt 8,- Euro, ermäßigt 6,50 Euro

Villa ten Hompel: 10.04.2019, 19 Uhr Film: Die Lebensgeschichte des Bergmanns Alphons S. Eintritt frei! 


Lesung und Gespräch mit Prof. Dr. Michael Göring, Donnerstag 21.2., 19 Uhr

"Hotel Dellbrück", ein Roman über die Geschichte der Familie Rosenbaum. 

Dezember 1938: Sigmund, 15 Jahre alt, sitzt im Zug nach England. Sigmund ist Jude, Waisenkind, aufgewachsen im Hotel Dellbrück in einer westfälischen Kleinstadt. Mit dem Kindertransport kommt er nach Cornwall und überlebt so den Holocaust. 

Die Jüdische Allgemeine schreibt über den Roman: "Ein Parcours durch die Religionen und Erdteile, ein deutsches Erinnerungsbuch, ein Liebesroman, eine poetische Annäherung an die westfälische Landschaft an der Lippe." 

Eintritt frei! 

Mehr dazu unter: https://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2019-02-21-goering-lesung.		
	

Yad Vashem Lectures "Der letzte Jolly Boy", Montag 25.2., 16 - 19 Uhr / Anmeldung erforderlich

Bei dem Film "Der letzte Jolly Boy" handelt es sich um ein dokumentarisches Roadmovie mit dem 94-jährigen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum. Als einziger seiner großen Familie überlebte er die Ghettozeit in Bedzin bzw. die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen sowie den berüchtigten Todesmarsch nach Schwerin. Dort wurde er im April 1945 von amerikanischen Soldaten befreit. Zum Titel des Films: Leon Schwarzbaum war mit drei anderen Jungs in seiner Jugend Sänger der "Jolly Boys". 

Nach der Filmvorführung steht der Autor und Regisseur Hans-Erich Viet zu einem Gespräch zur Verfügung.

Anmeldungen bitte bis zum 17.02.2019 an tenhomp at stadt-muenster.de 
		
	
"Der Gang vor die Hunde" mit Prof. Dr. Hanuschek, Donnerstag 14.3., 19 Uhr

Erich Kästners Meisterroman "Fabian" in seiner Ur-Fassung wurde vor seinem Erscheinen verändert und gekürzt. Jetzt liegt er zum ersten Mal so vor, wie ihn Kästner geschrieben und gemeint hat - unter dem Titel, den er 1931 ursprünglich vorgesehen hatte: "Der Gang vor die Hunde". Der junge Kästner, der freche Shootingstar der Berliner Literatur-Szene, hatte in seinem ersten Roman alle Register gezogen. Vom Kästner-Experten Sven Hanuschek wurde der Roman Wort für Wort rekonstruiert und mit einem umfassenden Nachwort versehen. Sven Hanuschek wird von seiner Arbeit an der Neuausgabe erzählen und Passagen des Romans literaturhistorisch einordnen. Eintritt frei! 

	
"Tischgespräche" mit Andreas Breiing, Donnerstag 21.3., 19 Uhr

Hitlers Monologe über Gott und die Welt, Darsteller Andreas Breiing

Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei der NSDAP und Privatsekretär Hitlers, ließ zwischen Mitte 1941 und Anfang 1944 die Unterhaltungen bei Tisch in der "Wolfsschanze" mitstenografieren. 

Besonderheit der Aufführung in der Villa ten Hompel ist der generationenübergreifende Dialog, der Mythen, Lügen, Legenden und Vorurteile zu demaskieren hilft. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Darsteller und einem Mitarbeiter der Villa ten Hompel.

Anmeldung bitte unter: tenhomp at stadt-muenster.de
	

"War Opa 1918/19 revolutionär?" mit Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Mittwochsgespräch am 27.3., 19 Uhr

Veteranen und Zeitzeugen in Wissenschaft und Unterricht in beiden Deutschlands

Die Revolutionsjahre 1918/19 in deutsch-deutscher Perspektive

Der Vortrag geht den - auch visuellen - Spuren individueller Erinnerungsarbeit zu den Revolutionsjahren von 1918/19 in der DDR und der Bundesrepublik nach. Während in Ostdeutschland der Arbeiterveteran für die Traditionsbildung des Staates schon in den 1950er Jahren unverzichtbar war, erfuhr Zeitzeugenschaft in Westdeutschland erst in den 1970er Jahren dank der Unterstützung von Schülerinnen und Schülern und Barfußhistorikern eine breitere öffentliche Anerkennung.

Der Blick auf beide Erfahrungsgeschichte(n) entfaltet ein bisher nicht beachtetes Kapitel einer asynchronen deutsch-deutschen Verflechtungsgeschichte.

	 

Rückblick

Volker Kutscher im Erbdrostenhof

Großer Abend im Erbdrostenhof: Die Villa ten Hompel veranstaltete eine Lesung mit Volker Kutscher, Erfolgsbuchautor der Reihe um Gereon Rath, die Grundlage für die erfolgreiche Serie Babylon Berlin ist. Am 22. Januar las er vor 190 Zuschauern aus seinem neuesten Werk namens "Marlow".

Mit Peter Körte (mittig) von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung diskutierte Kutscher über seine Romanfiguren, ordnete diese jedoch auch historisch ein: Die Frauenfigur Charlotte Ritter etwa als im heutigen Sinne emanzipierte Frau konnte ihre Chancen in der Weimarer Republik nutzen - die Nationalsozialisten jedoch hatten ein anderes Frauenbild, das bis weit in die 1960er Jahre hinein Auswirkungen in Westdeutschland hatte. Zugleich warnte er vor einfachen Vergleichen der heutigen Situation mit der Weimarer Republik, in der seine Romanreihe beginnt.

Ein außergewöhnlicher und spannender Abend im Erbdrostenhof, den wir zusammen mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Münster und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte veranstalten konnten! 


Holocaust Gedenktag in Münster

Über 300 Schülerinnen und Schüler aller Münsteraner Schulformen versammelten sich im Rathausinnenhof zum Gedenken an den 27.1.1945. Sie präsentierten ihre Projekte und wurden dazu vom OB Lewe befragt. Dank an Kim Keen, die seitens der Bezirksregierung an der Durchführung beteiligt war- mit Erfolg! 

		
Treffen in Dorsten mit Staatssekretär Kaiser

Am 21. Januar fand die Mitgliederversammlung des Arbeitskreises NS-Gedenkstätten - und Erinnerungsorte in NRW e.V. im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten statt.

An diesem Treffen nahmen auch Vertreter der Villa ten Hompel wie Christoph Spieker und Stefan Querl teil. Für alle Einrichtungen wurden dabei wichtige Absprachen und Weichenstellungen für die Zukunft gelegt. Vorsitzender des Arbeitskreises ist Prof. Dr. Alfons Kenkmann. Dadurch befindet sich auch der Geschäftssitz des AK in der Villa ten Hompel. Assistent der Geschäftsführung ist Peter Römer. 


Erfolgreiches Ende einer Fortbildung in Fulda

Peter Römer als Gesamtmoderator und Michael Sturm als Referent hatten über drei Module und ein Nachtreffen hinweg zivilgesellschaftliche Akteure und Polizeibedienstete zu Perspektivwechsel, Dialog und - gewollter - Irritation angeregt. Angesprochen wurden so drängende Themen wie Racial Profiling, Rassismus, Protestkultur, "Ziviler Ungehorsa" oder mangelnde Fehlerkultur.

Die Fortbildung wird auch in diesem Jahr wieder durchgeführt, ermöglicht durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und gemeinsam seitens des Geschichtsorts Villa ten Hompel konzipiert mit dem Kulturbüro Sachsen e.V. und dem EBZ Bad Alexandersbad. Über die Anmeldung informieren wir an dieser Stelle gerne! 

	
Mittwochsgespräch mit Prof. Dr. Jörn Leonhard

Großer Besuch und daher verdientermaßen volles Haus in unserem Geschichtsort: Prof. Dr. Jörn Leonhard  präsentierte sein Werk "Der überforderte Frieden", das die Versailler Konferenz und die neue Weltordnung von 1918-23 in Blick hatte. 

Die Weimarer Nationalversammlung und die darauf folgende Republik sind gerade aufgrund des Jahrestages vom 6.2.1919 in aller Munde. Leonhard räumte mit der gängigen Interpretation des Versailler Vertrages und der "Zwischenkriegszeit" auf, die zwangsläufig die NS-Diktatur in Deutschland zur Folge gehabt habe - stattdessen blickte er globalgeschichtlich auf Versailles und betonte, dass der Vertragsabschluss die beste aller Alternativen war. Leonhards Appell lautete schließlich: Geschichte ist nicht von ihrem Ende her zu betrachten, um daraus Nutzen und Orientierung für heutige Handlungen zu ziehen.


Villa ten Hompel und Oberbürgermeister Lewe im Gespräch mit dem USHMM Washington

Am Holocaust-Gedenktag 2019 in Berlin fand ein Austausch einer Münsteraner Delegation mit dem United States Holocaust Memorial Museum Washington (USHMM) statt. Oberbürgermeister Lewe sowie Dr. Christoph Spieker und Thomas Köhler aus der Villa ten Hompel trafen auf Sara J. Bloomfield (Direktorin USHMM), Klaus Müller und Tad Stahnke aus Washington. 

2020 wird die Wanderausstellung "Some were Neighbors" (Einige waren Nachbarn) mit Unterstützung des Deutschen Städtetages und der Villa ten Hompel Stationen in Deutschland bereisen, so auch in Münster. Hier wird sie am 27. Januar 2020 anlässlich des Holocaust-Gedenktages eröffnen und anschließend in verschiedenen Gedenkstätten Nordrhein-Westfalens zu sehen sein.


Pressekonferenz mit NRW Staatssekretär Kaiser

Auf der Pressekonferenz im Landtag NRW konnte Dr. Christoph Spieker die Villa vertreten und als exemplarisches Dokument ein Ausstellungsobjekt vorstellen.
	

Uni-Seminar zur Nutzung von Stolpersteinen

Zusammen mit Professor Lutz Döring vom Institutum Judaicum Delitzschianum untersuchte ein Uni-Seminar die Nutzung von Stolpersteinen im erinnerungskulturellen Kontext. Peter Schilling erläuterte die Praxis in Münster, wo in der Hollenbecker Str. am 22. Januar 2004 der erste Stein verlegt wurde. 

		
Vorstand des Fördervereins der Villa

Der Vorstand des Fördervereins wurde bestätigt mit Michael Seligmann als Vorsitzenden. (v.l.n.r.): Klaus Anderbrügge, Beanka Ganser, Michael Seligmann, Norbert Große Hündfeld, Maria Vogelpohl und Jürgen Düttmann. 

		
Dank und Glückwunsch an Frau Möllenhoff

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Frau Möllenhoff! 

Wenn Briefe Familiengeschichten erzählen: Die Villa ten Hompel unterstützt Gisela Möllenhoff bei ihrem Anliegen, Briefe jüdischer Familien aus der NS-Zeit zu edieren. Durch die umfangreiche Expertise von Frau Möllenhoff soll es gelingen, die Briefe wie Puzzleteile zu ganzen Lebensgeschichten jüdischer Familien aus Münster zu rekonstruieren. Durch die Emigration oder Deportation einiger Familienmitglieder wird die Arbeitsgruppe mit den intimen Sorgen, Enttäuschungen und Ängsten, aber auch den Hoffnungen und kleinen Lichtblicken konfrontiert. Die Post aus Münster schildert aus nächster Nähe den Durchhaltewillen der Mitglieder, sich der Entrechtung und Verfolgung des NS-Staates zu widersetzen. Letztlich werden es jedoch nur die internationalen Korrespondenzen aus Mailand, Palästina, Chile, Südafrika und Shanghai sein, die vom Überleben erzählen können. 


Vielen Dank für Ihr Interesse! 


INFO

Aktuelle Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unserer Homepage unter http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel

Stadt Münster
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster


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