[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 6/2018

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Mo Jun 18 09:12:44 CEST 2018


Von: "Villa ten Hompel" <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 15.06.2018, 12:03


AKTUELL

Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 6/2018

Themen des Newsletters 6 2018

Ausblick

- Führung durch die Dauerausstellung, Sonntag 24.6., 15 Uhr
- Mittwochsgespräch 20.6., 19 Uhr
- "Rund um die Villa" Sonntag 8.7., 14 Uhr


Rückblick

- Besuch der Regierungspräsidentin in der Villa
- Mittwochsgespräch 30.5., 19 Uhr: V. Weidermann "Träumer"
- Delegation aus Minsk in der Villa
- Einladung nach Guatemala


Ausblick

Führung durch die Dauerausstellung, Sonntag 24.6., 15 Uhr

Auch am letzten Sonntag im Juni haben Sie Gelegenheit, an der kostenlosen öffentlichen Führung durch unsere Dauerausstellung Geschichte - Gewalt - Gewissen teilzunehmen. Der Historiker Timm C. Richter wird Sie durch die Ausstellung führen. 

Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2017-10-29-oeffentliche-fuehrung.html <http://www.stadt-muenster.de/index.php?id=18562&rid=t_82&mid=1088&aC=3747cc1a&jumpurl=1>  

Die Juli-Führung findet am 29.7.18, 15 Uhr statt. 

 
Mittwochsgespräch 20.6., 19 Uhr

Die Totengräber, Der letzte Winter der Weimarer Demokratie 

Dr. Hauke Friederichs (Hamburg) 

Der Winter 1932/33: Es schlägt die Stunde der Strippenzieher, der Glücksritter, Extremisten und Volksverführer. Wenige Männer entscheiden in den kommenden Tagen über das Schicksal der Deutschen. Heike Friederichs und Rüdiger Barth erzählen in ihrem Buch mitreißend, Tag für Tag, die letzten zehn Wochen der Weimarer Republik anhand von Tagebücher, Briefen und Akten. 

Dr. Heike Friederichs hat an der Universität Hamburg in Sozial- und Wirtschaftsgeschichte promoviert. Er arbeitet heute als freier Journalist und schreibt u.a. für DIE ZEIT, den TAGESSPIEGEL und GEO Epoche. 

Mehr dazu unter: https://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2018-06-20-mittwochsgespraech-totengraeber.html <http://www.stadt-muenster.de/index.php?id=18562&rid=t_82&mid=1088&aC=3747cc1a&jumpurl=2>  


"Rund um die Villa" Sonntag 8.7., 14 Uhr

Der historische Spaziergang mit dem Historiker Timm C. Richter führt durch das Erpho- und Mauritzviertel. Dort befanden sich während der NS-Zeit ungewöhnlich viele Dienststellen von Partei und Staat, aber auch Orte der Verfolgung lassen sich ausfindig machen.

Treffpunkt vor der Villa ten Hompel, Gebühr: 5 Euro, keine Anmeldung erforderlich. Dauer ca. 1,5 Stunden.


 
Rückblick

Besuch der Regierungspräsidentin in der Villa

Bei ihrem ersten Besuch als Regierungspräsidentin informierte sich Frau Feller in der Villa ten Hompel über den Stand der Kooperation zwischen der Bezirksregierung und dem Geschichtsort Villa ten Hompel,  wie z. B. über das Projekt Erinnerungspaten, bei dem die Regierungspräsidentin als Schirmherrin fungiert oder über den gemeinsamen Gedenktag Münsteraner Schulen und über die Yad Vashem Lectures. Vor allem die Frage, welche Unterstützung wir den Lehrkräften beim Umgang mit antisemitischen Äußerungen bieten, stand im Fokus des Gesprächs. 

 
Mittwochsgespräch 30.5., 19 Uhr: V. Weidermann "Träumer"

Als die Dichter die Macht übernahmen, Dr. Volker Weidermann (Berlin) 

"Mit herzlichem Dank für die tolle Gastfreundschaft und das traumhafte Publikum für meine Träumer" schrieb Volker Weidermann in unser Gästebuch. 

Mehr als 100 Gäste besuchten am Mittwoch, den 30. Mai 2018 die Villa ten Hompel. Grund dafür waren nicht die warmen Temperaturen, sondern Moderator, Literaturkritiker und Autor Volker Weidermann, der für eine Lesung aus Berlin anreiste. Sein Buch "Träumer - Als die Dichter die Macht übernahmen" handelt von Wünschen, Hoffnungen und einem kurzen Zeitraum zwischen 1918 und 1919 während der Münchener Räterepublik, in dem alles möglich erscheint: Radikaler Pazifismus, direkte Demokratie, soziale Gerechtigkeit, die Herrschaft der Phantasie. 

Philipp Erdmann, Historiker am Geschichtsort, schaffte es, Volker Weidermann in ein lebhaftes Gespräch zu verwickeln. 

Mehr dazu unter:  https://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/mg-volker-weidermann-nachbericht.html <http://www.stadt-muenster.de/index.php?id=18562&rid=t_82&mid=1088&aC=3747cc1a&jumpurl=3>  

 
Delegation aus Minsk in der Villa

Hochrangige Delegation aus Minsk informierte sich in der Villa ten Hompel über die Verbrechen der Ordnungspolizei in Belarus

In wenigen Wochen wird in Anwesenheit von Bundespräsident Steinmeier nahe der weißrussischen Hauptstadt Minsk die Gedenkstätte zur Erinnerung an das Vernichtungslager Maly Trostinez eingeweiht werden. 1942 bis 1944 wurden dort mindestens 40.000 Menschen, die meisten von ihnen Juden, durch Massenerschießungen und Vergasungen ermordet. Auch Polizei-Einheiten beteiligten sich an Bewachung und Ermordung.

Deshalb informierte sich auf Vermittlung des IBB Dortmund eine hochrangige Delegation von Historikern und Ausstellungmachern der Geschichtswerkstatt Minsk und Vertretern der Stadt Minsk  bei Thomas Köhler und Peter Römer über die Vermittlungsarbeit des Geschichtsorts Villa ten Hompel und speziell über die Beteiligung der Ordnungspolizei an der Umsetzung des Holocaust in Belarus.

Zuvor hatten Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson und Villa-Leiter Dr. Christoph Spieker die Gäste begrüßt und die Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Austauschs beider Länder hervorgehoben.

 
Einladung nach Guatemala

Auf Einladung des United States Holocaust Memorial Museum nahmen Thomas Köhler und Christoph Spieker an der Tagung "Police und Holocaust" in Guatemala teil. Diese Konferenz brachte internationale Wissenschaftler zusammen, die sich mit der Rolle der Polizei im Holocaust, insbesondere bei der organisierten Ermordung von Juden und Roma, befassen. Kein Holocaust ohne Polizei, formulierte der Mitveranstalter und Gründer der Organisation Yahad in Unun, Vater Desbois in seinem Schlusspläydoyer. Die deutsche Polizei und auch lokale Einheiten waren europaweit in jede Phase des Völkermordes einbezogen, von der Verhaftung und Plünderung der Opfer bis zu ihrer Deportation und Tötung. 

Die Teilnehmer diskutierten untereinander aber auch im Nationaltheater und der Universität mit den zahlreich erschienenen, interessierten Publikum wie und warum die Polizei als Exekutivagentur des Staates, sowie als organisierte Gruppe von Entscheidungsträgern am Völkermord in ganz Europa beteiligt war.

Einige der Referenten werden auch im Herbst 2019 nach Münster kommen, wenn eine internationale Tagung an das Erscheinen der Publikation von Christopher Browning vor 25 Jahren und den 20. Geburtstag der Villa erinnern wird.


Mehr zum Veranstaltungsprogramm im 2. Halbjahr erfahren Sie im nächsten Newsletter, der Mitte Juli verschickt wird. 

 
INFO
 
Aktuelle Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unserer Homepage unter http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel

Stadt Münster
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster


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