[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 1/2018

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Mo Jan 15 17:26:11 CET 2018


Von: "Villa ten Hompel" <noreplyvth at stadt-muenster.de> 
Datum: 15.01.2018, 16:00


AKTUELL 
 
Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 1/2018

Themen des Newsletters 1 2018

Ausblick

- Exkursion zur Sonderausstellung "Fritz Bauer. Der Staatsanwalt - NS-Verbrechen vor Gericht" im Jüdischen Museum Dorsten, Di. 23.1.18, ganztägig /heute Anmeldeschluss!
- Vortrag "Gerechtigkeit nach dem Holocaust?", Do. 25.1.18, 19 Uhr
- Führung durch die Dauerausstellung, So., 28.1.2018, 15 Uhr
- Sonderveranstaltung "Die Rolle der Stadtverwaltung Münster im Nationalsozialismus 1920-1960", Di. 30.1.18, 16-18 Uhr
- Vortrag "Der Muslim und die Jüdin" Do., 1.2.18, 19 Uhr
- Theater in der Villa: Kleist "in" Krakau, So. 4.2., 16 Uhr
- YVL, Hintergrundinformationen zu Bildungsfahrten "Vergessene Orte des Holocaust" Di.6.2., 14.30-17.00 Uhr
- Mittwochsgespräch mit Dr. J. Käppner, 21.2., 19 Uhr


Rückblick

- Ein "Rückgrat" für Projekte bilden
- Broschüre "Gegen Vergessen Für Demokratie"



Ausblick
 
- Exkursion zur Sonderausstellung "Fritz Bauer. Der Staatsanwalt - NS-Verbrechen vor Gericht" im Jüdischen Museum Dorsten, Di. 23.1.18, ganztägig /heute Anmeldeschluss!

Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2018-01-23-exkursion-jmw-fritz-bauer.html 

Treffpunkt: 8.55 Uhr im Foyer des Hbf. Münster mit Dr. Bernd Weber, Ende der Exkursion: 16.48 Uhr am Hbf. Münster

Kosten: 25 Euro (DB-Fahrt, Eintritt Museum und wiss. Einführung durch Thomas Ridder, Imbiss u. Getränk in Dorsten)

Anmeldung bis zum 15. Januar 2018 bei der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.  /  Telefon: 0251 4 29 22  /  cjz at muenster.de
 
 
- Vortrag "Gerechtigkeit nach dem Holocaust?", Do. 25.1.18, 19 Uhr

Erfahrungen aus dem "Holocaust Claims Processing Office” in New York 

Dr. Sebastian Felz (Köln)

Der Fall Gurlitt hat der deutschen und internationalen Öffentlichkeit gezeigt, dass die Folgen der nationalsozialistischen Raubpolitik immer noch andauern. Viele Vermögenswerte wurden bis heute den rechtmäßigen Eigentümern nicht zurückgegeben. Schon 1997 wurde vom US-amerikanischen Bundesstaat New York eine Behörde gegründet, um kostenlos Opfer des Holocausts und ihren Erben dabei zu helfen, Bankkonten, Versicherungspolicen und Kunstwerke zurückzuerhalten, die verloren gegangen, gestohlen oder unter Zwang und Bedrohung wegen der nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen verkauft worden waren.

Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2018-01-25-junge-wissenschaft-felz.html 
 

- Führung durch die Dauerausstellung, So., 28.1.2018, 15 Uhr

Auch am letzten Sonntag im Januar haben Sie Gelegenheit, an der kostenlosen öffentlichen Führung durch unsere Dauerausstellung Geschichte - Gewalt - Gewissen teilzunehmen. 

Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2017-10-29-oeffentliche-fuehrung.html 
  
 
- Sonderveranstaltung "Die Rolle der Stadtverwaltung Münster im Nationalsozialismus 1920-1960", Di. 30.1.18, 16-18 Uhr

Welche Rolle spielte die Stadtverwaltung Münster im verbrecherischen Gewaltsystem des nationalsozialistischen Deutschlands und wie waren die Entwicklungen vor 1933 und nach 1945 personell und inhaltlich?

Auf Initiative der Stadt Münster hat der Rat der Stadt Münster eine unabhängige wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas initiiert, die der Geschichtsort Villa ten Hompel und weitere städtische Institutionen begleitet haben.

Am Lehrstuhl für Neuere u. Neueste Geschichte / Zeitgeschichte an der WWU Münster sind unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Großbölting zwei Dissertationen entstanden, die methodisch innovativ neue Erkenntnisse verhandeln.

Die Ergebnisse der Arbeiten und des Projekts werden nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister Markus Lewe exemplarisch vorgestellt und diskutiert.

Wichtig: Teilnahme nach elektronischer Anmeldung und Bestätigung an: Vth-Tagung at stadt-muenster.de

Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2018-01-30-projektvorstellung-stadtverwaltung-im-ns.html 
  
 
- Vortrag "Der Muslim und die Jüdin" Do., 1.2.18, 19 Uhr

Die Geschichte einer Rettung in Berlin, Dr. Ronen Steinke (München) 

Eine Geschichte, die Mut macht in Zeiten des Hasses. 

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat bis heute mehr als 25 000 mutige Männer und Frauen geehrt, die während des Zweiten Weltkriegs Juden retteten. Diese Geschichte ist trotzdem einzigartig. Unter den "Gerechten unter den Völkern" ist bislang nur ein Araber: Mohammed Helmy. Er lebte in Berlin. Den ganzen Krieg über blieb er in der Stadt. Der Ägypter balancierte ständig auf einem schmalen Grat zwischen Anpassung und Subversion, und er vollbrachte ein wahres Husarenstück, um die Nazis auszutricksen. So rettete er die Jüdin Anna Boros.

Dr. Ronen Steinke ist Redakteur und Autor der "Süddeutschen Zeitung". Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als "Meisterstück" gelobt.
 
 
- Theater in der Villa: Kleist "in" Krakau, So. 4.2., 16 Uhr

Der Schauspieler Carsten Bender rezitiert zwei Fassungen von Heinrich von Kleists bekannter "Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege": ein Klangbild der 1930er/40er Jahre. Und eines des Jahres 2017? 

Die Erläuterung und Einordnung des Textes übernimmt der Historiker Dr. Thomas Kleinknecht. 

Wie ließen sich humanistische Überlieferungsstücke an den NS-Kontext anpassen? Und muss man gar - dem Zeugnis Victor Klemperers zufolge - eine latente Neigung zur Vernichtung im bürgerlichen Bildungshaushalt annehmen? 

Dauer: ca. 60 Minuten

Eintritt: 10 Euro pro Person

Aufgrund begrenzt möglicher Teilnehmer/-innenzahl wird vorab um eine Reservierung gebeten.

Anmeldungen bei Carsten Bender unter Telefon (0251) 794 188. 
  

- YVL, Hintergrundinformationen zu Bildungsfahrten "Vergessene Orte des Holocaust" Di.6.2., 14.30-17.00 Uhr

Gedenkstättenfahrten nach Ostpolen

Peter Junge Wentrup und Dr. Stefan Klemp (Dortmund) 

2018 jährt sich zum 75. Mal ein in der deutschen Öffentlichkeit fast vergessenes Massenverbrechen, die sog. "Aktion Erntefest". Polizisten, auch aus Westfalen, erschossen am 3. und 4. November 1943 in Lublin und Umgebung mehr als 42.000 Juden. 

Seit kurzem gibt es Bildungsfahrten, die sich diesem weitgehend unbekannten Kapitel des Holocausts widmen und das Geschehen in der Region Lublin mit der Vorgeschichte antisemitischer Verfolgung in Deutschland verknüpfen. Ausgehend von der Beschäftigung mit einzelnen Verfolgtenschicksalen und einer Spurensuche in der eigenen Stadt werden diese aufgenommenen Spuren anschließend bis an die Orte der Ghettos und Vernichtungslager verfolgt. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) Dortmund wird unterschiedliche  Möglichkeiten von Bildungsfahrten in die Region Lublin, deren Vorbereitung, Organisation sowie didaktische Aspekte präsentieren. Stefan Klemp erläutert den historischen Hintergrund. 
 
 
- Mittwochsgespräch mit Dr. J. Käppner, 21.2., 19 Uhr

1918 - Aufstand für die Freiheit

Die Revolution der Besonnenen, Dr. Joachim Käppner (München)

Die vertane Chance zur Demokratie 

Die Revolution der Arbeiter und Soldaten von 1918 war eine historische Chance - dafür, ein demokratisches Deutschland zu schaffen, das stärker gewesen wäre als die Weimarer Republik.

In wenigen Tagen erreichen sie, was der Sozialdemokratie in Jahrzehnten nicht gelungen war: die überlebte, autoritäre Ordnung des Kaiserreichs zu stürzen. Es ist die Tragödie der Revolution, dass ihre eigenen Führer sie fürchteten - zu Unrecht. Denn das Ziel der meisten Revolutionäre war nicht, wie es in der Rückschau oft erschien, ein kommunistisches Regime wie in Russland zu errichten. 

Der promovierte Historiker Dr. Joachim Käppner ist Redakteur und Autor bei der Süddeutschen Zeitung. 
 
 

Rückblick
 
- Ein "Rückgrat" für Projekte bilden

Stets im Advent und zum Jahreswechsel überreicht in Münsters Innenstadt die engagierte Buchhandlung "Schatzinsel" eine Spende an ein besonderes Institutionen oder Projekte. Die Geschäftsführung entschied sich, die jetzige Spende in Höhe von 250 Euro dem Förderverein des Geschichtsortes Villa ten Hompel zu Gute kommen zu lassen als "Rückgrat" oder Anschubfinanzierung für neue Vorhaben. Dadurch können weiterhin laufende und frisch entstehende pädagogische Konzepte zur Geschichtsvermittlung oder gegen Rechtsextremismus konkret über den Förderverein ermöglicht werden. Mehrfach kooperierten der Geschichtsort Villa ten Hompel und die "Schatzinsel" bei Lesungen, so beispielsweise mit Autorin Elisabeth Zöller oder bei anderen aktuellen Neuerscheinungen. Ausdrücklich bedankten sich im Namen des gesamten Vereinsvorstandes Norbert Große Hündfeld und Beanka Ganser persönlich ganz herzlich bei Andrea Scheidemann und Peter Seiler, der Geschäftsführung der Schatzinsel, für die nachhaltige Unterstützung.
Spende der Buchhandlung Schatzinsel "Entdecke dein Buch" in Münster an den Förderverein Villa ten Hompel: Norbert Große Hündfeld, Vize-Vorsitzender des Fördervereins (mittig), und Beanka Ganser aus dem Vorstand bedankten sich herzlich bei Geschäftsführerin Andrea Scheidemann (l.) und Geschäftsführer Peter Seiler (r.) und dem Team der Buchhandlung. 
 

- Broschüre "Gegen Vergessen Für Demokratie"

Sie haben hier über den Link die Möglichkeit, die in der neuen Mitgliederzeitschrift von "Gegen Vergessen - Für Demokratie" publizierten Artikel über die Villa ten Hompel - so wie auch die ganze Publikation- zu lesen.

http://www.gegen-vergessen.de/fileadmin/user_upload/Gegen_Vergessen/Mitgliederzeitschrift/GVFD-Magazin_94_web.pdf


Wir würden uns freuen, Sie bei der einen oder anderen Veranstaltung begrüßen zu dürfen. 


INFO

Aktuelle Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unserer Homepage unter http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel

Stadt Münster
Geschichtsort Villa ten Hompel 
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
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