[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 12/2017
Holtrup, Sandra
Sandra.Holtrup at lwl.org
Mo Jan 8 08:33:06 CET 2018
Von: "Villa ten Hompel" <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 18.12.2017, 12:15
AKTUELL
Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 12/2017
Themen des Newsletters 12 2017
Ausblick
- Exkursion zur Sonderausstellung "Fritz Bauer. Der Staatsanwalt - NS-Verbrechen vor Gericht" im Jüdischen Museum Dorsten, Di. 23.1.18, ganztägig
- Vortrag "Gerechtigkeit nach dem Holocaust?", Do. 25.1.18, 19 Uhr
- Führung durch die Dauerausstellung, So., 28.1.2018, 15 Uhr
- Sonderveranstaltung "Die Rolle der Stadtverwaltung Münster im Nationalsozialismus 1920-1960", Di. 30.1.18, 16-18 Uhr
- Vortrag "Der Muslim und die Jüdin" Do., 1.2.18, 19 Uhr
Rückblick
- Erfolgreiche Fortbildung in Göttingen
- Publikation "Im Schatten von Auschwitz" mit Beiträgen aus der Villa
- Ursula Brenken im neuen Regionalleitungsteam "Gegen Vergessen - Für Demokratie"
- Lehrerfortbildung: Zeitzeugen begegnen - Zeitgeschichte hinterfragen
Ausblick
- Exkursion zur Sonderausstellung "Fritz Bauer. Der Staatsanwalt - NS-Verbrechen vor Gericht" im Jüdischen Museum Dorsten, Di. 23.1.18, ganztägig
Fritz Bauer hat als Generalstaatsanwalt und Initiator des Frankfurter Auschwitz-Prozesses bundesrepublikanische Geschichte geschrieben. Im größten Nachkriegsprozess der BRD stellte er den NS-Staat in den Mittelpunkt des Verfahrens und nicht nur einzelne Straftäterinnen und Straftäter. Mit dem Frankfurter Auschwitz-Prozess wurde das Schweigen über das unvorstellbare Leid im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und auch über den Holocaust gebrochen. Der Gerichtssaal wurde zu einem Klassenzimmer der Nation. Die Ausstellung "Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht" thematisiert sowohl seinen Einsatz im Ausschwitz-Prozess, die Beteiligung an der Überführung Adolf Eichmanns als auch seine eigene Lebensgeschichte, die die großen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts spiegelt.
Treffpunkt: 8.55 Uhr im Foyer des Hbf. Münster mit Dr. Bernd Weber
Ende der Exkursion: 16.48 Uhr am Hbf. Münster
Kosten: 25 Euro (DB-Fahrt, Eintritt Museum und wiss. Einführung durch Thomas Ridder, Imbiss u. Getränk in Dorsten)
Anmeldung bis zum 15. Januar 2018 bei der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. / Telefon: 0251 4 29 22 / cjz at muenster.de <http://www.stadt-muenster.de/index.php?id=16770&rid=t_82&mid=981&aC=3747cc1a&jumpurl=1>
- Vortrag "Gerechtigkeit nach dem Holocaust?", Do. 25.1.18, 19 Uhr
Erfahrungen aus dem "Holocaust Claims Processing Office” in New York
Dr. Sebastian Felz (Köln)
Der Fall Gurlitt hat der deutschen und internationalen Öffentlichkeit gezeigt, dass die Folgen der nationalsozialistischen Raubpolitik immer noch andauern. Viele Vermögenswerte wurden bis heute den rechtmäßigen Eigentümern nicht zurückgegeben. Schon 1997 wurde vom US-amerikanischen Bundesstaat New York eine Behörde gegründet, um kostenlos Opfer des Holocausts und ihren Erben dabei zu helfen, Bankkonten, Versicherungspolicen und Kunstwerke zurückzuerhalten, die verloren gegangen, gestohlen oder unter Zwang und Bedrohung wegen der nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen verkauft worden waren.
Über Erfolge und Misserfolge der Restitution aus der Perspektive des in der Behörde hospitierenden damaligen Rechtsreferendars Sebastian Felz soll in diesem Vortrag berichtet werden.
Dr. Sebastian Felz, Historiker und Jurist, war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte von Professor Dr. Hans- Ulrich Thamer an der WWU Münster. Seinen juristischen Vorbereitungsdienst absolvierte er u. a. in New York.
- Führung durch die Dauerausstellung, So., 28.1.2018, 15 Uhr
Jeweils am letzten Sonntag eines Monats haben Sie Gelegenheit, an der kostenlosen öffentlichen Führung durch unsere Dauerausstellung Geschichte - Gewalt - Gewissen teilzunehmen. (Am Sonntag, dem 31.12.17 findet keine Führung statt.)
Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2017-10-29-oeffentliche-fuehrung.html <http://www.stadt-muenster.de/index.php?id=16770&rid=t_82&mid=981&aC=3747cc1a&jumpurl=2>
- Sonderveranstaltung "Die Rolle der Stadtverwaltung Münster im Nationalsozialismus 1920-1960", Di. 30.1.18, 16-18 Uhr
Welche Rolle spielte die Stadtverwaltung Münster im verbrecherischen Gewaltsystem des nationalsozialistischen Deutschlands und wie waren die Entwicklungen vor 1933 und nach 1945 personell und inhaltlich?
Auf Initiative der Stadt Münster hat der Rat der Stadt Münster eine unabhängige wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas initiiert, die der Geschichtsort Villa ten Hompel und weitere städtische Institutionen begleitet haben.
Am Lehrstuhl für Neuere u. Neueste Geschichte / Zeitgeschichte an der WWU Münster sind unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Großbölting zwei Dissertationen entstanden, die methodisch innovativ neue Erkenntnisse verhandeln.
Die Ergebnisse der Arbeiten und des Projekts werden exemplarisch vorgestellt und diskutiert.
Wichtig: Teilnahme nach elektronischer Anmeldung und Bestätigung an: Vth-Tagung at stadt-muenster.de <http://www.stadt-muenster.de/index.php?id=16770&rid=t_82&mid=981&aC=3747cc1a&jumpurl=3>
Sollten mehr als 100 Anmeldungen eingehen, wird die Veranstaltung in einen Hörsaal der WWU verlegt.
Sollten Sie Fragen zum Thema haben für die Gesprächsrunde, können Sie diese ebenfalls an diese Email bis zum 22. Januar 2018 senden.
- Vortrag "Der Muslim und die Jüdin" Do., 1.2.18, 19 Uhr
Die Geschichte einer Rettung in Berlin
Dr. Ronen Steinke (München), Eine Geschichte, die Mut macht in Zeiten des Hasses.
Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat bis heute mehr als 25 000 mutige Männer und Frauen geehrt, die während des Zweiten Weltkriegs Juden retteten. Diese Geschichte ist trotzdem einzigartig. Unter den "Gerechten unter den Völkern" ist bislang nur ein Araber: Mohammed Helmy. Er lebte in Berlin. Den ganzen Krieg über blieb er in der Stadt. Der Ägypter balancierte ständig auf einem schmalen Grat zwischen Anpassung und Subversion, und er vollbrachte ein wahres Husarenstück, um die Nazis auszutricksen. So rettete er die Jüdin Anna Boros.
Dr. Ronen Steinke ist Redakteur und Autor der "Süddeutschen Zeitung". Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als "Meisterstück" gelobt.
Rückblick
- Erfolgreiche Fortbildung in Göttingen
"Zwischen Konflikt und Konsens - Polizei und Zivilgesellschaft im Dialog", so lautete der Titel einer vierteiligen Fortbildung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) unter Beteiligung der Villa ten Hompel. Die Fortbildung hatte ein innovatives Konzept: Zehn Polizeibedienstete saßen mit zehn zivilgesellschaftlichen Akteuren über insgesamt zwölf Tage hinweg in Göttingen an einem Tisch.
So entstand eine vertrauensvolle Atmosphäre, in denen auch schwierige Themen wie die Geschichte und Gegenwart von Polizei und Protest, "Racial Profiling" oder die Mordserie des NSU in Tiefe diskutiert sowie zukünftige Schnittstellen und Handlungsmöglichkeiten ausgelotet werden konnten. Seitens der Villa ten Hompel beteiligten sich Michael Sturm und Peter Römer als Gesamtmoderator an der bundesweit ausgeschriebenen Fortbildungsreihe, Kooperationspartner waren der Bundesverband Mobile Beratung aus Sachsen und das Bayrische Bündnis für Toleranz in Bad Alexandersbad.
Auf dem Bild zu sehen: Hanne Wurzel, Fachbereichsleiterin "Extremismus" bei der bpb mit einer Teilnehmerin bei der Zertifikatsübergabe.
Die modulare Fortbildung wird mit diesen Partnern auch 2018 wieder angeboten. Wenn die Anmeldung hierfür möglich ist, geben wir es hier gerne bekannt.
- Publikation "Im Schatten von Auschwitz" mit Beiträgen aus der Villa
Thomas Köhler und Michael Sturm vom Team der Villa ten Hompel sind mit Beiträgen an einem neu erschienenen Band der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) beteiligt. Die Publikation "Im Schatten von Auschwitz" beschäftigt sich mit NS-Tatorten in Mittel- und Osteuropa jenseits des zum Symbol für den Holocaust gewordenen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, aber auch mit dem heutigem Umgang mit den jeweiligen, teils fast vergessenen Orten.
Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/bpb-band-im-schatten-von-auschwitz.html <http://www.stadt-muenster.de/index.php?id=16770&rid=t_82&mid=981&aC=3747cc1a&jumpurl=4>
- Ursula Brenken im neuen Regionalleitungsteam "Gegen Vergessen - Für Demokratie"
Eine Gratulation zum neuen Ehrenamt gab es jetzt von prominenter Stelle für Ursula Brenken aus Gievenbeck: Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck empfing persönlich als Ehrenvorsitzender von "Gegen Vergessen - Für Demokratie" bei der Mitgliederversammlung in Hannover die 32-jährige Lehrerin, die ab 2018 mit Horst Wiechers aus Münster die regionale Arbeitsgruppe der parteiübergreifenden Bundesvereinigung leiten wird.
Mehr dazu: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2017-11-28-brenken-in-rag-muensterland-berufen.html <http://www.stadt-muenster.de/index.php?id=16770&rid=t_82&mid=981&aC=3747cc1a&jumpurl=5>
- Lehrerfortbildung: Zeitzeugen begegnen - Zeitgeschichte hinterfragen
Geschichtsort Villa ten Hompel, das Maximilian Kolbe Werk und die Kooperationspartner schreiben für Februar Lehrerfortbildung in der Gedenkstätte Auschwitz aus: Meldeschluss ist am 8. Januar.
Raum für intensive Begegnungen mit ehem. Häftlingen, aber auch für den kollegialen Austausch über Unterrichtsinhalte und Vermittlungsformen bietet eine Lehrerfortbildung im "Zentrum für Dialog und Gebet" der polnischen Stadt Oświęcim nahe der KZ-Gedenkstätte Auschwitz. Bis 8. Januar können sich Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, zudem auch Referendarinnen und Referendare, online bewerben. Die Fortbildung selbst findet im Februar statt, u.a. mit Unterstützung der Internationalen School for Holocaust Studies in Yad Vashem, Jerusalem. Näheres zum Programm und zum Kostenbeitrag ausführlich online direkt auf:
http://www.maximilian-kolbe-werk.de/int-begegnungen/fuer-lehrer/lehrerseminar-2018/ <http://www.stadt-muenster.de/index.php?id=16770&rid=t_82&mid=981&aC=3747cc1a&jumpurl=6>
Bildinfo: Intensive Rundgänge durch das ehem. Stammlager sind fester Bestandteil des Programms. Anmeldeschluss ist am 8.1.18. Foto: S. Querl
Die Ausstellung ist vom Freitag 22.12. bis inklusive 6.1.18 geschlossen. Am Sonntag, 7.1.18 ist die Dauerausstellung wieder zur üblichen Zeit von 14.-17. Uhr geöffnet.
Die Verwaltung erreichen Sie wieder am 3.1.18.
Wir bedanken uns für Ihr Interesse und wünschen Ihnen besinnliche Tage und alles Gute für das Jahr 2018.
INFO
Aktuelle Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unserer Homepage unter http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel
Stadt Münster
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
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