[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 2/2018

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Mo Feb 26 13:14:12 CET 2018


Von: "Villa ten Hompel" <noreplyvth at stadt-muenster.de> 
Datum: 23.02.2018, 13:03


AKTUELL

Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 2/2018

Themen des Newsletters 2 2018

Ausblick

- Führung durch die Dauerausstellung, Sonntag 25.2., 15 Uhr
- Forum am Donnerstag, 8.3., 19 Uhr "Mörder oder Mordgehilfe?"
- Yad Vashem Lectures, "Erinnerungspaten", Mittwoch 14.3., 14.30 - 17 Uhr
- "Rund um die Villa", Sonntag 18.3., 14 Uhr
- Mittwochsgespräch 21.3., 19 Uhr "Die Besiegten"
- Drehbuch Geschichte, Filmreihe 11.4.-14.5., jeweils 19 Uhr
- Theater in der Villa "Tischgespräche", Donnerstag 12.4., 19 Uhr


Rückblick

- Projektvorstellung "Die Rolle der Stadtverwaltung Münster im Nationalsozialismus, 1920 - 1960" im Rathausfestsaal
- Kooperation zwischen dem US Holocaust Memorial Museum Washington und dem Geschichtsort Villa ten Hompel in die Wege geleitet
- Im Rahmen des "Forums am Donnerstag" war Dr. Ronen Steinke zu Gast in der Villa


 
Ausblick

Führung durch die Dauerausstellung, Sonntag 25.2., 15 Uhr

Auch am letzten Sonntag im Februar haben Sie Gelegenheit, an der kostenlosen öffentlichen Führung durch unsere Dauerausstellung Geschichte - Gewalt - Gewissen teilzunehmen. 

Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2017-10-29-oeffentliche-fuehrung.html 

Die März-Führung findet am 25.3.18, 15 Uhr statt. 
 
  
Forum am Donnerstag, 8.3., 19 Uhr "Mörder oder Mordgehilfe?": Die schwierige Suche nach der juristischen Wahrheit bei NS-Gewaltverbrechen: Oberstaatsanwalt Andreas Brendel (Dortmund) im Gespräch mit Thomas Köhler (Münster) 

Von den rund 6.500 im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau eingesetzten SS-Angehörigen mussten sich gerade einmal 43 vor einem bundesdeutschen Gericht verantworten - oft erst sehr viele Jahre nach ihren Taten. Die Strafen für ihre Verbrechen waren oft skandalös niedrig. Waren diese Männer Mörder oder "nur" Mordgehilfen? Wie kamen die Prozesse zustande? Und wie sieht es mit der juristischen Möglichkeit der Strafverfolgung von Massentötungen außerhalb der Konzentrations- und Vernichtungslager aus?

Für Strafermittler wie Oberstaatsanwalt Andreas Brendel zählen klare Beweislagen, um zur juristischen Wahrheit zu gelangen. 

Andreas Brendel ist Oberstaatsanwalt und Leiter der "Zentralstelle" für Nordrhein-Westfalen für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen.
Thomas Köhler ist Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel und assoziierter Mitarbeiter am Historischen Seminar der WWU Münster.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.
 

Yad Vashem Lectures, "Erinnerungspaten", Mittwoch 14.3., 14.30 - 17 Uhr

Stefan Querl, stellvertretender Leiter der Villa ten Hompel, wird aufgrund seiner langjährigen Freundschaft aus dem Leben des 2016 verstorbenen Zeitzeugen Hans Kaufmann, der als Münsterscher Jude vor den Nazis nach Schweden flüchtete, berichten. 

Das Projekt "Erinnerungspaten" versteht sich als eine Möglichkeit die Erinnerung an die Überlebenden des Holocaust wach zu halten, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt. Die "Erinnerungspaten" erzählen die Lebensgeschichte von Zeitzeugen, die einen deutlichen Bezug zum Regierungsbezirk Münster haben oder hatten. Das Projekt "Erinnerungspaten" schafft die Möglichkeit, eine Erinnerungspatin oder einen Erinnerungspaten in den Unterricht oder zu einer schulischen Veranstaltung einzuladen. 
Nächster Termin "Erinnerungspaten" mit Peter Schilling (Marga Spiegel) am 18.4., 14.30 - 17 Uhr 
 
 
"Rund um die Villa", Sonntag 18.3., 14 Uhr

Der historische Spaziergang mit dem Historiker Timm C. Richter führt durch das Erpho- und Mauritzviertel. Dort befanden sich während der NS-Zeit ungewöhnlich viele Dienststellen von Partei und Staat, aber auch Orte der Verfolgung lassen sich ausfindig machen.

Treffpunkt vor der Villa ten Hompel, Gebühr: 5 Euro, keine Anmeldung erforderlich. Dauer ca. 1,5 Stunden.

Weiterer Termin im Halbjahresprogramm: Sonntag, 8.7., 14 Uhr 
 
 
Mittwochsgespräch 21.3., 19 Uhr "Die Besiegten": Prof. Dr. Robert Gerwarth (Dublin) "Das blutige Erbe des Ersten Weltkriegs" 

Der Krieg nach dem Krieg: Warum das Ende des Ersten Weltkriegs Europa keinen Frieden brachte

Der Waffenstillstand vom 11. November 1918 beendete das Sterben auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs, doch in weite Teile Europas kehrte mit diesem Datum kein Friede ein. Vor allem die Verlierer des Krieges versanken in einer Spirale der Gewalt. In seinem breit recherchierten und packend geschriebenen Buch macht Robert Gerwarth das Ausmaß der Kriege und Konflikte nach dem Ende des Ersten Weltkriegs deutlich und zeigt, warum das Schicksal der Besiegten der Schlüssel zum Verständnis des 20. Jahrhunderts ist.

Die Brutalität des Ersten Weltkriegs ist in der kollektiven Erinnerung Europas fest verankert. 

Prof. Dr. Robert Gerwarth ist in Oxford promoviert worden. Nach Stationen an den Universitäten Harvard und Princeton lehrt Gerwarth heute als Professor für Moderne Geschichte am University College in Dublin und ist Gründungsdirektor des dortigen Zentrums für Kriegsstudien. Sein Buch "Der Bismarck-Mythos. Die Deutschen und der Eiserne Kanzler" wurde mit dem renommierten Fraenkel Prize ausgezeichnet. Zuletzt erschien seine hochgelobte Biografie über Reinhard Heydrich.

In Kooperation mit Gegen Vergessen - Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e. V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e. V. 
 

Drehbuch Geschichte, Filmreihe 11.4.-14.5., jeweils 19 Uhr: Protest - Provokation - Provinz. 1968 in Westfalen

Die "68er" sind längst zum Mythos geworden: Slogans wie "Unter den Talaren Muff von 1000 Jahren" und medienwirksame Bilder wie die Auftritte der K1-Kommunarden oder das Foto des erschossenen Benno Ohnesorg haben sich tief in das kollektive Gedächtnis der Bundesrepublik eingebrannt. Doch wie wirkten sich Protest und Provokation jenseits der Zentren der Studentenbewegung aus - zum Beispiel in Westfalen? 

Es werden Filme präsentiert, die alle um 1968 in Westfalen entstanden und prägnant den Zeitgeist der ausgehenden 1960er Jahre vermitteln. Alle Filme werden durch Fachleute eingeführt und in ihren historischen Kontext eingeordnet. Im Anschluss an die Filmvorführungen ist Zeit für ein Nachgespräch.

Termine: Mi, 11.4., 19  Uhr (Cinema), Mo, 16.4., 19  Uhr (Cinema), Mo, 23.4., 19 Uhr (Cinema), Mo, 7.5., 19 Uhr (Villa ten Hompel), Mo, 14.5., 19 Uhr (Cinema)

Den aktuellen Film zum o.g. Termin entnehmen Sie bitte unserer Homepage oder den z.B. im Cinema ausgelegten Flyern.

Eintritt: 8 Euro bzw. 6,50 Euro, Abo für die ganze Reihe 26 Euro bzw. 22 Euro

Veranstaltungsort (ausser am 7.5.): Cinema, Warendorfer Straße 45-47, 48145 Münster

In Kooperation mit dem LWL-Medienzentrum für Westfalen, Cinema & Die Linse Münster, Gegen Vergessen - Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V. und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Bezirksverband Münster 
 
  
Theater in der Villa "Tischgespräche", Donnerstag 12.4., 19 Uhr: Hitlers Monologe über Gott und die Welt. Mit dem Darsteller Andreas Breiing

Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei der NSDAP und Privatsekretär Hitlers, ließ zwischen Mitte 1941 und Anfang 1944 die Unterhaltungen bei Tisch in der "Wolfsschanze" mitstenografieren. Die Notizen haben bei der Familie Bormann das Kriegsende überstanden und wurden später in zwei Bänden veröffentlicht.

Besonderheit der Aufführung in der Villa ten Hompel ist der generationenübergreifende Dialog, der Mythen, Lügen, Legenden und Vorurteile zu demaskieren hilft. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit dem 
Darsteller und einem Mitarbeiter der Villa ten Hompel.

Eintritt: 10 Euro pro Person.

Aufgrund begrenzt möglicher Teilnehmer/-innenzahl wird vorab um eine Reservierung unter 02 51 / 492-71 01 oder unter tenhomp at stadt-muenster.de gebeten. 



Rückblick
 
Projektvorstellung "Die Rolle der Stadtverwaltung Münster im Nationalsozialismus, 1920 - 1960" im Rathausfestsaal

Das Datum der Projektvorstellung, der 30. Januar, war nicht zufällig gewählt: Genau 85 Jahre früher hatten die Nationalsozialisten ihre Machtübernahme in Berlin wirkungsvoll inszeniert. Wenige Monate später setzten sie mit Albert Hillebrand in Münster einen überzeugten Nationalsozialisten als Oberbürgermeister ein, der zwar Verwaltungserfahrung besaß, aber kaum geeignet für das Amt des Behördenleiters war. 

Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/stadtverwaltung-im-ns.html 


Kooperation zwischen dem US Holocaust Memorial Museum Washington und dem Geschichtsort Villa ten Hompel in die Wege geleitet

Die Direktorin des größten amerikanischen Holocaust-Museums, Dr. h.c. mult Sara Bloomfield, besuchte mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Rahmen einer Rundreise durch europäische Museen auch Münsters Geschichtsort Villa ten Hompel. Leiter Dr. Christoph Spieker, Thomas Köhler, Peter Römer und Projektmitarbeiter Philipp Erdmann empfingen die Delegation aus Washington. Ziel des ganztägigen Austausches war es, ein genaueres Bild deutscher Tätergruppen für die zukünftige Dauerausstellung des Holocaust Museums zu erhalten. 

Bloomfield zeigte sich tief beeindruckt von der Ausstellung, Sammlung und pädagogisch-wissenschaftlichen Arbeit des Geschichtsortes und regte bei Stadträtin Cornelia Wilkens eine offizielle Kooperationsvereinbarung an, die eine gegenseitige Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeit ermöglicht. 

Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/kooperation-ushmm.html 

 
Im Rahmen des "Forums am Donnerstag" war Dr. Ronen Steinke zu Gast in der Villa: "Der Muslim und die Jüdin - Die Geschichte einer Rettung in Berlin" 

Er ist Jurist und Redakteur und Autor bei der "Süddeutschen Zeitung" und Verfasser der hochgelobten Biografie über Fritz Bauer, den Generalstaatsanwalt im Frankfurter Auschwitz-Prozess. Nun las er den zahlreichen Zuhörern aus seinem neuen Werk "Der Muslim und die Jüdin" vor, in welchem er die Geschichte von Mohammed Helmy und Anna Boros rekonstruiert hat. 

Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/nachbericht-vortrag-steinke.html 


Wir würden uns freuen, Sie bei der einen oder anderen Veranstaltung begrüßen zu dürfen. 
 

INFO

Aktuelle Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unserer Homepage unter http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel

Stadt Münster
Geschichtsort Villa ten Hompel 
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster




Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte