[WestG] [AKT] Filmreihe: Kohle von der Ruhr, Dortmund, 27.10.2017-08.12.2017

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Mo Okt 16 10:53:21 CEST 2017


Von: "Geschichtskultur Ruhr" <geschichtskultur at hclist.de>
Datum: 13.10.2017, 10:11


AKTUELL

Filmreihe im Dortmunder U : Kohle von der Ruhr 

Konzeption und Moderation: Paul Hofmann, Kinemathek im Ruhrgebiet 


ANZIEHUNGSKRÄFTE 
Freitag, 27. Oktober 2017, 20 Uhr 

3 / 4 / 7 
(Britische Besatzungszone 1948) 15 Min., s/w 
Buch, Regie: Günther Schnabel 
Als Flüchtlinge, Vertriebene, Kriegsheimkehrer oder versprengte Waisen kommen sie nach 1945 in die Auffanglager im Ruhrgebiet, dringend benötigte Arbeitskräfte für den Steinkohlenbergbau, die damalige Schlüsselindustrie für die wirtschaftliche Wiederbelebung der Westzonen. Der von der britischen Besatzungsbehörde initiierte Dokumentarfilm schildert das Leben dieser Neubergleute und ihre Integrationsprobleme, den Aufbauwillen und erste Ansätze einer Demokratisierung des gesellschaftlichen Lebens. 

Die Einwanderer
(BRD 1980/81) 84 Min., s/w 
Buch, Montage: Christoph Hübner, Gabriele Voss 
Seit über 100 Jahren kommen Menschen aus der Fremde in den Ruhrbergbau, um Arbeit zu finden. Die Zeche Prosper in Bottrop beschäftigte bis 1914 überwiegend Arbeiter aus Oberschlesien, heute stammt ein großer Teil der Belegschaft aus der Türkei. In den Zechensiedlungen, so in der Bergbaustraße in Bottrop-Ebel, leben sie nebeneinander, Einwanderer aus fünf Generationen. Sie berichten, warum sie ihre alte Heimat verließen und wie sie eine neue fanden. Aus dem fünfteiligen Filmzyklus "Prosper/Ebel - Chronik einer Zeche und ihrer Siedlung". 

Im Anschluss Filmgespräch mit Christoph Hübner. 


MALOCHE 
Freitag, 17. November 2017, 20 Uhr 

Männer vor Kohle 
(BRD 1961) 34 Min., s/w 
Buch: Rüdiger Proske, Max Helmut Rehbein 
Trotz des einsetzenden massiven Zechensterbens sind die prominenten Fernsehjournalisten 1960/61 zuversichtlich, daß die moderne, hochtechnisierte Kohlegewinnung weiterhin aussichtsreiche Berufsperspektiven bietet, auch für Jugendliche. (Selbst-)Darstellung des bundesdeutschen Steinkohlenbergbaus und Nachwuchswerbung. 

Menschen am Arbeitsplatz: Fördermaschinist an der Dampfmaschine 
(BRD 1980) 13 Min., s/w 
Buch, Regie: Reinold Schnatmann 
Die außergewöhnliche körperliche wie psychische Belastung und die isolierte Arbeitssituation eines Fördermaschinisten im Bergbau werden in den eindrücklichen Bildern dieses Porträts spürbar. Der Dokumentarfilm entstand 1980 auf Zeche Waltrop, kurz vor Stilllegung der dortigen letzten Dampffördermaschine im Ruhrgebiet, mit der auch der Maschinist Ernst Kromat nach 25 Jahren ,auf dem Bock' in Ruhestand ging. 

Matte Wetter - Arbeit unter Tage 
(BRD 1980) 62 Min., s/w 
Buch, Montage: Werner Ruzicka, Theo Janßen 
Bottrop, Zeche Prosper, Schacht II, Flöz Dickebank. In 1000 Metern Tiefe vor Kohle zu arbeiten ist, trotz modernster Technik, immer noch Knochenarbeit. Mit der Einführung neuer Maschinen wurden auch die Förderleistungen erhöht, und Staub und Hitze bestimmen auch heute den Arbeitsalltag der Bergleute. Und ehemalige Kumpel erinnern sich an ihre Zeit unter Tage, 50 Jahre zuvor. Aus dem fünfteiligen Filmzyklus "Prosper/Ebel - Chronik einer Zeche und ihrer Siedlung". 

Im Anschluss Filmgespräch mit Werner Ruzicka. 


FERNSEHBILDER 
Freitag, 8. Dezember 2017, 20 Uhr 

Ruhr-Report (Teil 1): Das Revier entsteht 
(ZDF 1965/BRD 1967) 29 Min., s/w 
Buch, Regie: Kurt P. Flaake, Just Ptach 
Am Beispiel der Familie Rattay aus Dortmund-Huckarde wird die Geschichte der Region und der Menschen, die hier Arbeit fanden, seit den Tagen erzählt, als Adolf Rattay 1893 aus Ostpreußen ankam und als Schlepper unter Tage begann. Der Bericht ist eine für die Bildungsarbeit gekürzte Fassung der dreiteiligen Reportage "Ruhr-Revier 65" (1965) des Zweiten Deutschen Fernsehens. 

Als der Ruhrpott noch schwarz-weiß war (Folge 2): Das lange Elend mit der Kohle 
(WDR 2005) 44 Min., s/w 
Collage von Paul Hofmann 
Das Ruhrgebiet in den 1960er Jahren. Ausschließlich mit original belassenen Zitaten aus der (damals noch schwarz-weißen) Fernsehberichterstattung des WDR erinnert die Dokumentation an die Anfangsjahre der Kohle(absatz)krise an der Ruhr, die die jahrzehntelang so erfolgreichen wirtschaftlichen Strukturen der Montanregion radikal infrage stellte, an die dramatischen Zechenschließungen mit dem Verlust zehntausender Arbeitsplätze und an erste Ansätze einer Neuorientierung. 

Im Anschluss Filmgespräch mit Zeitzeugen. 


INFO

Konzeption und Moderation: Paul Hofmann, Kinemathek im Ruhrgebiet 
Idee: Arnold Maxwill, Fritz-Hüser-Institut, Dortmund 

Programmänderungen vorbehalten. 

Eine Kooperationsveranstaltung der Kinemathek im Ruhrgebiet, des Fritz-Hüser-Instituts und des Kino im U. Gefördert durch die RAG-Stiftung und die Fritz-Hüser-Gesellschaft e. V. 

Alle Veranstaltungen: Kino im U, Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund 
Reservierungen sind per E-Mail möglich: verein at kino-im-u.de 
Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 6 Euro. Die Kasse öffnet jeweils um 19:30 Uhr. 

Den vollständigen Flyer zur Filmreihe finden Sie hier: 
http://www.dortmunder-u.de/files/partner/Kino%20im%20U/kohle_von_der_ruhr_flyer.pdf


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