[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 11/2017
Holtrup, Sandra
Sandra.Holtrup at lwl.org
Mo Nov 20 11:24:24 CET 2017
Von: "Villa ten Hompel" <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 17.11.2017, 11:44
AKTUELL
Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 11/2017
Themen des Newsletters 11 2017
Ausblick
- Führung durch die Dauerausstellung, So., 26.11., 15 Uhr
- Theater in der Villa, Kleist "in" Krakau, findet am 4.2.18, 16 Uhr statt
- Mittwochsgepräch, SPD und die NS-Vergangenheit, 22.11., 19 Uhr
- Tischgespräch Do., 30.11., 19 Uhr
- Mittwochsgespräch, Phantome des Kalten Krieges, 6.12., 19 Uhr
- Vortrag "Das KZ Riga-Kaiserwald und seine Aussenlager" So.10.12., 12 Uhr - vorher: Gedenken an die erste Deportation, So. 10.12., 11.30 Uhr
- Lesung Gedenkblätter Mi., 13.12., 19 Uhr
- Vortrag "Was machen Muslime an Weihnachten?" Do., 14.12., 19 Uhr
Rückblick
- Villa-Delegation in Israel
- "Connecting law and memory" in Amsterdam
- Justus Bender (FAZ) über die AFD
- Neuer Lernort in Kislau
hier die News und die aktuellen Veranstaltungstipps für die nächsten Wochen.
Ausblick
- Führung durch die Dauerausstellung, So., 26.11., 15 Uhr
Jeweils am letzten Sonntag eines Monats haben Sie die Gelegenheit an der kostenlosen öffentlichen Führung durch unsere Dauerausstellung Geschichte - Gewalt - Gewissen teilzunehmen. Am Sonntag, dem 26.11. wird Sie unser Kollege Stefan Querl durch die Dauerausstellung führen.
Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2017-10-29-oeffentliche-fuehrung.html
- Theater in der Villa, Kleist "in" Krakau, findet am 4.2.18, 16 Uhr statt: Veranstaltung Kleist "in" Krakau wurde vom 19.11. auf den 4.2.18 verlegt!
Der Schauspieler Carsten Bender rezitiert zwei Fassungen von Heinrich von Kleists bekannter "Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege": ein Klangbild der 1930er/40er Jahre. Und eines des Jahres 2017?
Die Erläuterung und Einordnung des Textes übernimmt der Historiker Dr. Thomas Kleinknecht.
Dauer: ca. 60 Minuten
Eintritt: 10 Euro pro Person
Aufgrund begrenzt möglicher Teilnehmer/-innenzahl wird vorab um eine Reservierung gebeten. Anmeldungen bei Carsten Bender unter Telefon (0251) 794 188.
Eine Produktion von Gloster! Theaterproduktionen, mit freundlicher Unterstützung des Geschichtsorts Villa ten Hompel und IBP Interkulturelle Begegnungsprojekte e. V.
- Mittwochsgepräch, SPD und die NS-Vergangenheit, 22.11., 19 Uhr
"Die SPD und die NS-Vergangenheit", Geschichte einer Gratwanderung: Die deutsche Sozialdemokratie im Umgang mit den Hypotheken des Dritten Reiches.
Aus den Trümmern des Dritten Reiches eine demokratische und sozial gerechte Gesellschaft aufzubauen war das erklärte Ziel der Nachkriegs-SPD. Dafür jedoch waren ihre vielfach aus Haft und Emigration zurückgekehrten Funktionäre auf die Unterstützung von Millionen ehemaliger "Volksgenossen" angewiesen. Kristina Meyer zeichnet den Umgang der deutschen Sozialdemokratie mit der NS-Diktatur von der Wiedergründung der SPD bis 1990 nach.
Dr. Kristina Meyer ist Geschäftsführerin des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Jena bei Prof. Norbert Frei.
Ausgezeichnet mit dem Willy-Brandt-Preis für Zeitgeschichte 2015
In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V., Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.
- Tischgespräch Do., 30.11., 19 Uhr, Andreas Breiing, Münster
Andreas Breiing ("Die Buschtrommel") zitiert Passagen von mitstenografierten Monologen Hitlers aus den privaten Tischrunden im "Führerhauptquartier". Hier "plaudert" Hitler über Privates und Politisches.
Darsteller Andreas Breiing und Moderator Daniel Gollmann stehen nach der Aufführung für ein Gespräch zur Verfügung.
Eintritt: 10 Euro
Anmeldung erbeten unter: Tel. 0251/492-7101
Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2017-05-11-tischgespraeche.html
- Mittwochsgespräch, Phantome des Kalten Krieges, 6.12., 19 Uhr, Dr. Gerhard Sälter (Berlin): Die Organisation Gehlen, die NS-Vergangenheit und der Antikommunismus
Die Organisation Gehlen übernahm mit dem Personal aus Gestapo und anderen NS-Behörden einige ihrer Feindbilder.
Neu formiert unter den Vorzeichen des Kalten Krieges, führte sie bis in die sechziger Jahre hinein ausgedehnte Ermittlungen gegen eine nicht existierende kommunistische Spionageorganisation: die neu erstandene "Rote Kapelle". Tatsächlich ermittelte sie gegen Überlebende aus dem Widerstand, die aus den Lagern und Zuchthäusern der Nationalsozialisten oder dem Exil zurückgekehrt waren und es ernst meinten mit dem demokratischen Neuanfang.
Gerhard Sälter deckt mit seinen Forschungen auf, wie plan- und erfolglos, aber stark ideologiebelastet, der frühe BND unter Reinhard Gehlen agitierte und dilettierte.
Dr. Gerhard Sälter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Berliner Mauer und arbeitete drei Jahre in der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945 bis 1968.
In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.
- Vortrag "Das KZ Riga-Kaiserwald und seine Aussenlager" So.10.12., 12 Uhr, vorher: Gedenken an die erste Deportation, So. 10.12., 11.30 Uhr
Im Anschluss an das "Gedenken an die erste Deportation aus Münster am 13.12.1941" an der Gedenktafel Ecke Warendorfer Straße/Kaiser-Wilhelm-Ring Vortrag in der Villa (12 Uhr): "Das KZ Riga-Kaiserwald und seine Aussenlager" mit Franziska Jahn (Berlin)
Das Lager wurde im März 1943 errichtet, um jüdische Bürger der besetzten baltischen Gebiete gefangen zu halten. Später wurden auch viele Juden aus dem Deutschen Reich nach Lettland deportiert sowie Opfer aus lettischen Ghettos ins KZ verbracht. Kaiserwald in Riga war kein reines Vernichtungslager. Die Häftlinge wurden hauptsächlich von deutschen Großfirmen in der Produktion zur Zwangsarbeit eingesetzt. Ab September 1944 begannen die Deutschen die Gefangenen wegen des Vorrückens der Roten Armee ins KZ Stutthof zu deportieren.
Franziska Jahn, Historikerin aus Berlin, präsentiert zentrale Thesen und biografische Beispiele aus ihrer Dissertation.
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. und Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V.
- Lesung Gedenkblätter Mi., 13.12., 19 Uhr: Präsentation und Lesung aus neu erstellten Gedenkblättern mit Peter Schilling
Das Gedenkbuchprojekt des Vereins "Spuren Finden" möchte die Bürgerinnen und Bürger des Münsterlandes, die durch Verfolgung und Ermordung unter nationalsozialistischer Unrechts- und Gewaltherrschaft zu Opfern geworden sind, in das Gedächtnis der Gesellschaft zurückholen. Das Interesse soll auf jene Menschen gelenkt werden, die aus politischen, religiösen, rassistischen und ideologischen Gründen verfolgt und ermordet worden sind.
Eine Veranstaltung des Vereins Spuren Finden e.V.
- Vortrag "Was machen Muslime an Weihnachten?" Do., 14.12., 19 Uhr: Islamischer Glaube und Alltag in Deutschland, Aiman Mazyek (Berlin)
Aufklärung über den Glaubensalltag der Muslime und ihre Religion
Muslime in Deutschland - das ist Alltag und Normalität und doch vielen weiterhin fremd. Als Ex-Bundespräsident Christian Wulff sagte, der Islam "gehört zu Deutschland", gab es Empörung und Unverständnis, was nicht nur politische Gründe hatte, sondern vor allem daran lag, dass viele Menschen kaum etwas von dieser Religion und Kultur wissen. Und dieses Wenige ist vielfach aufgeladen von Ängsten und Demagogie, was weder der reichen islamischen Geschichte, Poesie und Mystik noch dem muslimischen Glauben gerecht wird.
Aiman Mazyek erzählt aus dem Leben der drei Millionen deutschen Muslime und klärt auf, welche Riten, Bräuche und Alltagsgewohnheiten ihr Leben bestimmen. Warum gibt es zum Beispiel im Islam keinen Sonntag im christlichen Sinne, wozu dient der Gebetsteppich, was ist der Haddsch? Was lehrt der Koran, welche religiösen Richtungen unterscheidet man, und wie stehen diese zu den aktuellen politischen Entwicklungen? Aiman Mazyek räumt mit Vorurteilen auf und lädt ein, den Islam als selbstverständlichen Teil der deutschen Gesellschaft kennenzulernen.
Aiman Mazyek ist Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Er wurde als Sohn eines Syrers und einer Deutschen in Aachen geboren, studierte Philosophie, Volkswirtschaft und Politikwissenschaft in Deutschland und Arabistik in Kairo. Er engagiert sich im religionsübergreifenden Dialog und ist Mitglied der Christlich-Islamischen Gesellschaft. Aiman Mazyek arbeitet als Medienberater.
Am Stand des Buchladens "Rosta" können Werke von Aiman Mazyek erworben werden, die der Autor auf Wunsch signiert.
In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.
Rückblick
- Villa-Delegation in Israel - Wieder zurück in Münster mit zahlreichen Eindrücken, O-Tönen und Impulsen:
Die Villa-Delegation, bestehend aus Thomas Köhler, Christoph Spieker und Peter Römer hat Ihre Reise nach Israel erfolgreich absolviert und in Yad Vashem, dem Ghetto Fighters House und bei Moshe Zimmermann höchst unterschiedliche, aber immer markante israelische Sichtweisen auf die Villa erhalten. Diese werden in unserer App und in unseren Seminaren zeitnah eingesetzt werden und so neue Impulse für Diskussionen und den Ausstellungsrundgang setzen, so hoffen wir.
Wir danken allen Interviewpartnern, namentlich Noa Mkayton und Irena Steinfeld von Yad Vashem (Jerusalem) Yariv Lapid vom Ghetto Fighters' House nahe Haifa und Moshe Zimmermann für die große
Bereitschaft, unser Bildungsangebot um unterschiedliche Facetten der israelischen Perspektiven zu erweitern.
Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2017-11-08-israel-reise.html
- "Connecting law and memory" in Amsterdam
Dr. Christoph Spieker war vergangene Woche für die Villa ten Hompel international unterwegs, auf der Tagung "Connecting law and memory" in Amsterdam. Hier traf er auf Kollegen aus Gedenkstätten und Polizeiinstituten zwischen Kanada und Polen, die das Verhältnis zwischen Recht und Erinnerung, Normen und Geschichte diskutierten und daraus Forschungs- und Vermittlungsperspektiven ableiteten.
Kleingruppendiskussion mit Polizistinnen aus Island und Belgien und einem Kollegen aus Kanada.
Siehe connectinglawandmemory.eu
- Justus Bender (FAZ) über die AFD
Justus Bender von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) kennt die AFD wie kaum ein anderer Journalist. Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher kamen in die "Villa", um ihn im Gespräch mit Michael Sturm von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (mobim) zu erleben.
In sachlicher Atmosphäre vermittelte Justus Bender seine neuesten Einschätzungen über die Entwicklung der AfD.
Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/justus-bender-und-michael-sturm-im-gespraech.html
- Neuer Lernort in Kislau: Gedenken ausgerechnet an einem Gefängnisstandort?! Erfahrungsaustausch für einen neuen Lernort Zivilcourage und Widerstand.
Der 9. November ist bundesweit stets Anlass des Erinnerns an die antisemitischen Ausschreitungen 1938, zudem an den Fall der Mauer 1989. Doch wie kann eigentlich sensible, historisch genaue Gedenkstättenarbeit zu beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts ausgewogen funktionieren - und das ausgerechnet vor und hinter den Mauern eines heutigen modernen Gefängnisses, das NS-Täter einst als Kerker und Folterstätte für politische Gegner und Verfolgte nutzten? Diese Frage beschäftigt Stefan Querl vom Geschichtsort Villa ten Hompel, der jetzt in den wissenschaftlichen Beirat des neuen Lernorts Zivilcourage und Widerstand berufen wurde. Entstehen wird dieser Lernort bis 2019 in Kislau zwischen Heidelberg und Karlsruhe. Vor einem Jahr fand eine erste Fachtagung statt.
Mehr dazu unter: http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2017-11-09-stefan-querl-in-beirat-berufen.html
Gedenkkonzept Kislau: www.lzw-verein.de
INFO
Aktuelle Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unserer Homepage unter http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel
Stadt Münster
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
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