[WestG] [AKT] Provenienzforschung ist Thema der naechsten "Stadtgespraeche im Museum", Dortmund, 23.11.2017
Holtrup, Sandra
Sandra.Holtrup at lwl.org
Mo Nov 20 11:37:51 CET 2017
Von: "Katrin Pinetzki" <katrin.pinetzki at stadtdo.de>
Datum: 16.11.2017, 16:17
AKTUELL
Provenienzforschung ist Thema der nächsten "Stadtgespräche im Museum"
Provenienzforschung ist das Thema bei den nächsten "Stadtgesprächen im Museum": Die Kunsthistorikerin Dr. Meike Hoffmann von der Freien Universität Berlin kommt am Donnerstag, 23. November, 18 Uhr in die Rotunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte und spricht über die Mosse Art Research Initiative (MARI). Die Veranstaltung gehört zur Reihe "Stadtgespräche im Museum", die in diesem Jahr aus unterschiedlichen Perspektiven das Oberthema "Sammeln" beleuchtet. Der Eintritt ist frei, nach dem Vortrag darf diskutiert werden.
Der deutsch-jüdische Verleger und Kunstsammler Rudolf Mosse (1843-1920) zählte zu den einflussreichsten Akteuren der Berliner Wirtschaft im Kaiserreich. Kurz nach der Machtübernahme trieben die Nationalsozialisten die Nachfahren Mosses ins Exil. Seine mehrere Tausend Objekte umfassende Kunstsammlung wurde versteigert, verkauft und in alle Winde zerstreut. Seit 2017 widmet sich an der Freien Universität Berlin ein zukunftsweisendes Projekt der ehemaligen Sammlung. Erstmals erforschen öffentliche Einrichtungen in Deutschland gemeinsam mit den Nachfahren der Opfer nationalsozialistischer Verfolgung den Verlust und Verbleib von NS-Raubkunst. Kunsthistorikerin Meike Hoffmann führt in ihrem Vortrag in den Mosse-Fall ein und erläutert das Konzept des neuartigen Projekts.
Meike Hoffmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin und Projektkoordinatorin der dort angesiedelten Forschungsstelle "Entartete Kunst". Sie ist Mitglied des internationalen Arbeitskreises für Provenienzforschung und hat 2011 das weltweit erste akademische Ausbildungsprogramm zur Provenienzforschung an der FU etabliert. Im März 2012 wurde sie als Gutachterin zur Überprüfung der Gurlitt-Sammlung herangezogen und war später offizielles Mitglied der Taskforce "Schwabinger Kunstfund" sowie von dem Nachfolgeprojekt des Deutschen Zentrum Kulturgutverluste.
Bei den nächsten "Stadtgesprächen" am 30. November, 18 Uhr kommt Dr. Falk Eisermann von der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz und spricht über "Lost in Transaction: Über das Sammeln, Nichtsammeln und Ent-Sammeln von Wiegendrucken im 20. Jahrhundert".
Die Reihe "Stadtgespräche im Museum" ist eine gemeinsame Veranstaltung von MKK und Technischer Universität Dortmund.
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