[WestG] [AKT] Eine Geschichte von Vernichtung und Ueberleben - Neue Ausstellung im Juedischen Museum Westfalen, Dorsten, ab dem 29.01.17
Kleine, Pia
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Mi Jan 25 14:48:53 CET 2017
Von: "Thomas Ridder" <info at presse-service.de>
Datum: 25.01.2017, 10:07
AUSSTELLUNG
Eine Geschichte von Vernichtung und Überleben - Neue Ausstellung im Jüdischen Museum Westfalen, Dorsten, ab dem 29.01.17
Der 27. Januar ist der internationale Holcoaust-Gedenktag. Erinnert wird an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee und an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Aus diesem Anlass zeigt das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten die Ausstellung "Eine Geschichte von Vernichtung und Überleben. Der Holocaust im galizischen Erdölrevier". Konzipiert wurde die viel beachtete Ausstellung von Institutionen und Initiativen aus Deutschland, Israel und Polen.
Galizien ist eine Kulturlandschaft im Osten Mitteleuropas, die heute zwischen Polen und der Ukraine geteilt ist. Juden bildeten seit dem Mittelalter einen wichtigen Teil der multi-ethnischen Gesellschaft. Die Orte Drohobycz und Boryslaw waren das Zentrum des galizischen Ölreviers und damit für die deutschen Besatzer im 2. Weltkrieg kriegswichtig. Die jüdische Bevölkerung wurde in Ghettos zusammengepfercht, zur Zwangsarbeit herangezogen und schließlich vernichtet.
Die Ausstellung zeichnet den Holocaust im galizischen Erdölrevier nach. Sie erzählt die Geschichte von Entrechtung, Unterdrückung, Zwangsarbeit, Hunger, von Ghettoisierung und Massenerschießungen, von den Transporten ohne Wiederkehr in das Vernichtungslager Belzec.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Opfern, den Tätern, den Tatbeteiligten, den Überlebenden und ihren Rettern. Sie folgt dem Schicksal der Familie des Holocaust-Überlebenden Prof. Dr. Józef Lipman. Sie würdigt die Taten und den Mut der Retter, besonders des jungen deutschen Managers Berthold Beitz und seiner Frau Else.
Über die Ausstellung
Diese Wanderausstellung über den Holocaust im galizischen Erdölrevier wurde initiiert von einer Arbeitsgruppe der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, die aus der Arbeit auf jüdischen Friedhöfen in Polen und der Ukraine hervorging.
Sie wurde realisiert in einem multinationalen Projekt, das getragen wird von ASF, der israelischen Organisation DBO und der polnischen Stiftung FBK.
Die Ausstellungsbanner sind in zwei Sprachen gehalten: der jeweiligen Landessprache und in Englisch. Sie wurde bisher gezeigt in Breslau, Waldenburg, Reichenbach und dem Vernichtungslager Belzec in Polen sowie in Boryslaw in der Ukraine. Weitere Ausstellungen in Israel und der Ukraine werden folgen.
Im Sommer 2015 wurde durch das Projekt eine Gedenktafel an das Retterehepaar Berthold und Else Beitz in Boryslaw unter Beteiligung der Stadt und verschiedener Kirchen enthüllt.
Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 29. Januar, 11:00 Uhr, eröffnet und kann bis zum 23. April besucht werden.
INFO
Kontaktdaten:
Jüdisches Museum Westfalen
Thomas Ridder M.A.
Julius-Ambrunn-Straße 1, 46282 Dorsten
Tel.: 02362-951431
E-Mail: ridder at jmw-dorsten.de
URL: www.jmw-dorsten.de
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