[WestG] [KONF] Miteinander leben? Religion und Konfession im Fuerstbistum Osnabrueck 1500-1700 - Tagung vom 3. bis 5. Maerz 2016, Osnabrueck

Pattberg, Julia Julia.Pattberg at lwl.org
Do Jan 28 10:46:42 CET 2016


Von: "Ulrich Winzer" <Winzer at lvosl.de>
Datum: 28.01.2016, 09:49


KONFERENZ

Miteinander leben? Religion und Konfession im Fürstbistum Osnabrück 1500-1700 - Tagung vom 3. bis 5. März 2016

Im Fürstbistum Osnabrück kam es in Folge der Reformation nicht zur Ausbildung eines konfessionell einheitlichen, geschlossenen Territoriums. Insofern unterschied es sich von den meisten anderen Gebieten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Nach Einführung des lutherischen Bekenntnisses 1543 durch Bischof Franz von Waldeck und dem Scheitern dieses Reformationsversuches 1548 entwickelte sich eine gemischtkonfessionelle Gesellschaft. Den Ursachen, Ausprägungen und Entwicklungen dieses Nebeneinanders von Katholiken und Lutheranern in den unterschiedlichsten Lebensbereichen nachzugehen, ist Anliegen der Tagung, die zahlreiche neue Einsichten und Erkenntnisse verspricht. Sie wird flankiert von einem öffentlichen Abendvortrag eines renommierten Kirchenhistorikers sowie einem hochkarätigen Konzert in St. Marien.

Programm:

Donnerstag, 3. März 2016:

13.00 Uhr: Ankunft der Tagungsgäste
13.30 Uhr: Begrüßung und Grußworte
14.00 Uhr: Dr. Karsten Igel, Universität Münster, Historisches Institut Geistliche Blüte um 1500? Stadt undf Stift Osnabrück zwischen Stiftsfehde und Reformation
14.45 Uhr: Professor Dr. Martin Jung, Universität Osnabück, Institut für Evangelische Theologie Gerhard Hecker und die Anfänge der Reformation in Osnabrück 16.00 Uhr: Professorin Dr. Siegrid Westphal, Universität Osnabrück, Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit Konfessionelle Indifferenz oder politische Strategie? Die Religionspolitik der Bischöfe im konfessionellen Zeitalter
16.45 Uhr: Volker Arnke M. A., Universität Osnabrück, Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit Konfession und Politik. Dynastische Einflussnahme auf das Hochstift Osnabrück nach 1648 17.30 Uhr: Monika Hegenberg M. A., Univeristät Osnabrück, Kunsthistorisches Institut Kurzführung durch die Marienkirche 19.00 Uhr: Professor Dr. Volker Leppin, Universität Tübingen Den anderen aushalten. Bikonfessionalität als Folge der Reformation. (Öffentlicher Abendvortrag) 20.00 Uhr: Empfang der Stadt Osnabrück für die Tagungsteilnehmer

Freitag, 4. März 2016:

9.00 Uhr: Dr. Christian Hoffmann, Niedersächsisches Landesarchiv, Standort Hannover Konfessioneller Pragmatismus - religiöse Überzeugung - Familienraison. Das Osnabrücker Domkapitel und seine Kanoniker im Zeitalter der Reformation und Konfessionalisierung
9.45 Uhr: Dr. Olga Weckenbrock, Universität Osnabrück, Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit Von Interessen und Pflichten. Der Osnabrücker Adel und das Kirchenpatronat im Reformationszeitalter 11.00 Uhr Dr. Gerd Steinwascher, Niedersächsisches Landesarchiv - Standort Oldenburg Konfessioneller Wildwuchs oder Normalität eines religiösen Alltags? Kirchliches Leben aus dem Land im Hochstift Osnabrück in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts
11.45 Uhr: Dr. Renate Oldermann, Bremen
Der Prozess der Konfessionalisierung, seine Folgen für das Stift Börstel sowie weitere Klöster und Stifte im Osnabrücker Land 13.30 Uhr: Fabian Masch M. A., Lüneburg "das es gereiche zur aufbewahrung und nicht zur verstorung der kirchen" - Konfessionelle Konflikte in der Stadt Osnabrück nach 1543
14.15 Uhr: Professorin Dr. Monika Fiegert, Universität Osnabrück, Institut für Erziehungswissenschaften "... die allerbesten Schulen, beide für Knaben und Maidlein an allen Orten aufzurichten ..." - Ideengeschichtliche, programmatische und realgeschichtliche Zugänge zu den Auswirkungen der Reformation auf das Schulwesen im Hochstift Osnabrück 15.30 Uhr: Herbert Schuckmann, Badbergen Konfessionelle Ausprägung der Kirchenausstattung in der Region: Das Badberger Simultaneum 16.15. Uhr: Professor Dr. Klaus Niehr, Universität Osnabrück, Kunsthistorisches Institut Geschenkt. Ein Ereignis aus dem Jahre 1662 und seine konfessionsgeschichtliche Bedeutung 17.00 Uhr: Professor Dr. Michael Zywietz, Hochschule für Künste Bremen Kirchenmusik und Reformation in Osnabrück 20.00 Uhr: Ensemble Horizonte, Leitung Dr. Jörg-Peter Mittmann Kontrapunkte - Johann Sebastian Bach im Spiegel der Moderne

Samstag, 5. März 2016:

9.00 Uhr: PD Dr. Inken Schmidt-Voges, Philipps-Universität Marburg, Seminar für Neuere Geschichte Ehe und Haus zwischen Konfession, Obirgkeit und Gesellschaft. Forschungsperspektiven für das 16. Jahrhundert in Osnabrück
9.45 Uhr: Dr. Hermann Queckenstedt, Bistum Osnabrück, Diözesanmuseum "Alfantzerey" oder seligmachendes "Wunder-Werck"? Wallfahrten und Prozessionen im Spannungsfeld konfessioneller Konkurrenz im Hochstift Osnabrück 10.30 Uhr: Professor Dr. Dietrich Poeck, Münster "Sollen die Armen täglich alle Glieder der Gesellschaft in ihr Gebet einschließen". Stiftung und Gesellschaft
11.45 Uhr: Dr. Christian Petersen-Deuper, Braunschweig Memoria und Begräbniskultur am Beispiel der Epitaphien und Grabplatten in St. Marien 12.30 Uhr: Studierende der Universität Osnabrück Konfessionelle Erinnerungskultur in der Stadt Osnabrück im 18. und 19. Jahrhundert
13.15 Uhr: Zusammenfassung der Tagungsergebnisse


INFO

Anmeldung, auch für Einzeltage, Abendempfang und Konzert, unbedingt erforderlich.
Anmeldeschluss: 10. Februar 2016
Anmeldungen senden Sie bitte an: Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V., Frau Monika Schnuck, Schloss Iburg - Hofapotheke, 49186 Bad Iburg oder per Email an info at lvosl.de 

Kostenbeitrag:
Für die gesamte Tagung wird eine Gebühr von 40 Euro erhoben. Darin ist die Verpflegung während der gesamten Tagung erhalten. Eine partielle Teilnahme ist für 15 Euro pro Tag möglich. Für Studierende mit gültigem Studierendenausweis ist die Teilnahme nach vorheriger Anmeldung kostenlos.
Für angemeldete Teilnehmer beträgt der ermäßigte Eintritt für das Konzert 10 Euro.
Die Gebühren überweisen Sie bitte bis zum 10. Februar 2016 auf das Konto des Landschaftsverbands Osnabrück e. V.
IBAN DE05 2655 0105 0000 5414 58, Sparkasse Osnabrück

Veranstaltungsort:
Gemeindehaus St. Marien
An der Marienkirche 6-9
49074 Osnabrück

Kontakt
Dr. Ulrich Winzer
Schlossstraße 1
49186 Bad Iburg
05403 7245515
05403 7245510
winzer at lvosl.de



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