[WestG] [AKT] Sabine Omland - Zur Geschichte der juedischen Gemeinde Drensteinfurt (1811-1941), Drensteinfurt, 08.11.2015

Pattberg, Julia Julia.Pattberg at lwl.org
Fr Nov 6 09:38:17 CET 2015


Von: "Dr. Thomas Brakmann" <thomas.brakmann at kreis-warendorf.de>
Datum: 05.11.2015, 11:50 
 
 
AKTUELL
 
Sabine Omland - Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Drensteinfurt (1811-1941)

Einladung zur öffentlichen Buchvorstellung am Sonntag, 8. November 2015, 17 Uhr in der Alten Post (Mühlenstraße 8) in Drensteinfurt

Der Kreisgeschichtsverein Beckum-Warendorf e.V. und der Förderverein Alte Synagoge Drensteinfurt (1990 - 2015) laden ein zur Vorstellung des Buches von Frau Dr. Sabine Omland "Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Drensteinfurt (1811-1941)" am Sonntag, 8. November 2015 um 17.00 Uhr in der Alten Post (Mühlenstraße 8) in Drensteinfurt.
Im Vorfeld der Veranstaltung besteht um 16.00 Uhr die Möglichkeit zu einer Führung durch die Alte Synagoge in der Synagogengasse 2.
Nach einigen Grußworten wird Herr Herr Prof. Leidinger als Vorsitzender des Kreisgeschichtsvereins das Buch kurz vorstellen.
Frau Dr. Sabine Omland wird im Anschluss über das Schicksal der jüdischen Gemeinde und ihrer Mitglieder nach dem Pogrom, der Emigration und über die Zwangsumsiedlung nach dem Osten, die mit der Ermordung endete, sprechen.
Zum Ende der Veranstaltung wird zu einem Umtrunk, zu Gesprächen und zum Erwerb des Buches eingeladen.


Zum Buch
Anfang des 19. Jahrhunderts gründete sich in Drensteinfurt eine kleine jüdische Gemeinde: 1811 erstmals erwähnt umfasst sie sieben Jahre später 14 Mitglieder. 
1847 und 1854 bildet sich ein überörtlicher Synagogenbezirk mit Werne, Herbern und Drensteinfurt. 1890/91 gründet sich eine eigene jüdische Gemeinde Drensteinfurt-Sendenhorst, zu der auch die jüdischen Einwohner der Gemeinden Sendenhorst, Enniger und Ennigerloh gehörten. 

Trotz der geringen Mitgliederzahl der Drensteinfurter Judengemeinde, hat diese ein bemerkenswertes Eigenleben entfaltet, das in dem Bau der am 6. Juli 1872 eingeweihten Synagoge einen beredten Ausdruck fand. Sie ist eines der wenigen jüdischen Gotteshäuser, das die Zerstörung in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 baulich überstand.

In der NS-Zeit wurde die jüdische Bevölkerung Drensteinfurts massiv verfolgt: In der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 1941 sind die letzten noch in Drensteinfurt verbliebenen zehn jüdischen Einwohner in die Vernichtungslager im Osten verbracht worden. Nur eine von ihnen überlebte durch Glück alle Zwangs- und Vernichtungsmaßnahmen: Herta Herschcowitsch, geb. Salomon, die nach 1945 ihre Heimat in Israel fand.

Sabine Omland
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Drensteinfurt (1811-1941)
(= Quellen und Forschungen zur Geschichte des Kreises Warendorf, Band 32)
wesentlich erweiterte 2. Auflage, Warendorf 2015, 400 S.; 24,00 Euro
ISBN 978-3-920836-92-8

Bezug des Buches über jede Buchhandlung


Zur Autorin
Dr. Sabine Omland wurde 1941 in Hecklingen (Sachsen-Anhalt) geboren. 1953 floh sie aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland.
Seit 1966 wohnt sie in Drensteinfurt und arbeitete dort als Lehrerin und Fachleiterin für die Fächer Evangelische Religion und Deutsch.
In ihrer neuen Heimat Drensteinfurt fand sie Zugang zu der bemerkenswerten jüdischen Geschichte des Ortes, dem das vorliegende Werk 1997 seine erste Entstehung und seine erweiterte Neuauflage im Jahr 2015 verdankt.


Kontakt:
Kreisarchiv Warendorf
Waldenburger Straße 2
48231 Warendorf
Tel. (0 25 81) - 53 10 40
E-Mail: kreisarchiv at kreis-warendorf.de

 
 
INFO
 
Veranstaltungsdaten:
Vorstellung des Buches: Sabine Omland, Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Drensteinfurt (1811-1941)
Datum: 08.11.2015
Veranstaltungsort: Alte Post, Mühlenstraße 8, Drensteinfurt

Kreisgeschichtsverein Beckum-Warendorf e.V.
Waldenburger Str. 2
48231 Warendorf
Tel.: 02581 53 1040
Fax: 02581 53 1099
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