[WestG] [AKT] Im Gedenken an den verstorbenen Forscher und Vorsitzenden der Altertumskommission Prof. Dr. Dr. h.c. Torsten Capelle - Tagung beleuchtet Tiere in der Archaeologie
Pattberg, Julia
Julia.Pattberg at lwl.org
Mi Nov 4 11:48:25 CET 2015
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 02.11.2015, 15:12
AKTUELL
Im Gedenken an den verstorbenen Forscher und Vorsitzenden der Altertumskommission Prof. Dr. Dr. h.c. Torsten Capelle - Tagung beleuchtet Tiere in der Archäologie
In Herne haben sich rund 130 Gäste auf einer Archäologie-Tagung zum Thema Tiere getroffen - mit einem Themenspektrum, das durch alle Epochen reichte: vom Rind in der Vorgeschichte über Werkzeuge aus Tierknochen in Tierform mit Tierverzierungen aus Schweden über eine Betrachtung der Ziege in der Frühgeschichte, Tierdarstellungen in Anatolien, Tiere als Begleiter von Holzidolen, Menschen und Schlangen in der frühmittelalterlichen Kunst und Wurmen auf Schwertern bis zur tiergestaltigen Schnalle, Leuchtern in Hirschform oder Vögeln als Ausdruck der Macht. Das Kolloquium "Tiere und Tierdarstellungen in der Archäologie" der Altertumskommission für Westfalen war ein Gedenken an ihren im Juli 2014 verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden Prof. Dr. Dr. h.c. Torsten Capelle. Gleichzeitig läutete es die Sonderausstellung "Wildes Westfalen" im Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne ein.
Die Referenten hatten alle eine persönliche Erinnerung und einen Vortrag im Gepäck: Aus Schweden, Großbritannien, Polen, Belgien und ganz Deutschland reisten ehemalige Schüler, Forschungskolleginnen und Weggefährten an, um das letzte Forschungsthema von Capelle in Herne mit wissenschaftlichem Leben zu füllen.
Die "Capelle-Familie" erinnerte sich an ihren Lehrer, Freund und Wegbegleiter, so die Vorsitzende der Altertumskommission Dr. Aurelia Dickers, mit "hochkarätigen wissenschaftlichen Inhalten" und vor allem mit "vielen persönlichen Worten auch im Vorfeld".
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale: "Er ist viel zu früh gegangen." Und: "Wir vermissen ihn", wie es Prof Dr. Michael M. Rind als Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen formulierte.
Capelle hatte kurz vor seinem Tod seine Vorstudien mit den Worten übergeben: "Vielleicht sind sie einmal für etwas nütze".: Auf ihrer Grundlage ist die Sonderausstellung mit archäologischen Funden und Fotografien entstanden, die seit Sonntag (1.11.) im LWL-Museum für Archäologie in Herne läuft. Der Katalog trägt als Autorennachweis seinen Namen. Auch die Vorträge des Kolloquiums werden von der Altertumskommission für Westfalen publiziert.
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