[WestG] [AUS] Gaerten im Mittelalter, Fuehrung, Iserlohn, 01.07.2015
Weidner, Marcus
Marcus.Weidner at lwl.org
Mi Jun 24 09:53:09 CEST 2015
Von: "Stadt Iserlohn" <info at presse-service.de>
Datum: 24.06.2015, 08:01
AUSSTELLUNG
"Gärten im Mittelalter" - Öffentliche Führung durch die Ausstellung im Stadtmuseum Iserlohn
Das Stadtmuseum Iserlohn am Fritz-Kühn-Platz 1 lädt alle Interessierten am kommenden Mittwoch, 1. Juli, herzlich ein zu einer öffentlichen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung "Gärten im Mittelalter". Die Führung beginnt um 16 Uhr und dauert etwa eine Stunde.
Die mitteleuropäischen Gärten des Mittelalters waren wenig spektakulär. Kenntnisse darüber stammen zumeist aus der Buchmalerei und der Dichtung. In Minneliedern und Heldensagen spielten Gärten oft eine besondere Rolle. Unterschieden werden:
die Klostergärten der Mönche, die seit dem Frühmittelalter die ersten systematisch geplanten Gärten waren und eine wichtige Funktion als Kräuter- und Apothekergärten hatten, die Burg- oder Lustgärtlein der ritterlich-höfischen Gesellschaft, die seit dem Hochmittelalter erstmals der Erholung, Entspannung und Erbauung dienten, sowie die aristokratischen Gärten des Spätmittelalters als Vorbilder der bürgerlichen, zunehmend repräsentativen Gärten.
Die Ausstellung im Stadtmuseum zeigt die Entwicklung der mittelalterlichen Gärten und präsentiert viele Pflanzen, die in der Gartenkultur des Mittelalters aufgrund ihrer religiösen Symbolik eine bedeutende Rolle spielten.
Im Rahmen der Führung wird zudem die Mendener Umweltpädagogin Christl Hilburg über die Bedeutung der Kräuter im Mittelalter sprechen, die nicht nur als Heilkräuter, sondern auch als Würz- und Gemüsepflanzen verwendet wurden. Ebenso wird sie auf die mittelalterliche Signaturenlehre eingehen. Diese im Mittelalter weit verbreitete Lehre geht aus von Ähnlichkeiten, Verwandtschaften und inneren Zusammenhängen zwischen Form, Farbe, Charakter, Geruch, Geschmack, Farben, astrologischen Zuordnungen und vielen weiteren Aspekten. Die Signaturenlehre beruht auf einem kosmischen Denken in Entsprechungen - demzufolge hätte eine Bohne eine Heilwirkung bei Nierenleiden; die Form der Walnuss prädestinierte sie für Behandlungen des Gehirns.
INFO
Eintritt und Führung sind frei. Das Stadtmuseum bittet um Anmeldung, entweder telefonisch unter 02371 / 217-1964, -1961 oder -1963 oder per E-Mail: museum at iserlohn.de. Die Ausstellung „Gärten im Mittelalter“ ist noch bis zum 30. Juli zu sehen. Weitere Informationen finden Interessierte online unter www.stadtmuseum-iserlohn.de
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