[WestG] [AUS] "Gaerten im Mittelalter" - Neue Ausstellung im Stadtmuseum Iserlohn
Pawlitta, Pascal
Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mo Jun 15 09:48:53 CEST 2015
Von: "Stadt Iserlohn" <info at presse-service.de>
Datum: 12.06.2015, 12:58
AUSSTELLUNG
"Gärten im Mittelalter" - Neue Ausstellung im Stadtmuseum Iserlohn
Das Stadtmuseum Iserlohn, Fritz-Kühn-Platz 1, zeigt ab heute die Sonderausstellung "Gärten im Mittelalter".
Verglichen mit der hoch entwickelten Gartenkultur der römischen Antike oder des islamischen Raums waren die Gärten des Mittelalters in Mitteleuropa eher unspektakulär. Kenntnisse zu diesen Gärten gibt es vor allem aus der Buchmalerei und der Dichtung, denn in den Minneliedern und Heldensagen spielen Gärten oft eine besondere Rolle. Ablagerungen aus Stadtgräben, Brunnen oder Kloaken sind zudem wertvolle Quellen, um den Anbau oder Verzehr einzelner Pflanzen nachzuweisen. Die heutige Blumenfülle war unbekannt, denn nur wenige Zierpflanzen stammen ursprünglich aus Mitteleuropa.
Drei unterschiedliche Gartenwelten lassen sich im Mittelalter unterscheiden:
Die Klostergärten der Mönche waren die ersten systematisch angelegten und geplanten Gärten des frühen Mittelalters. Sie dienten der Versorgung der Klöster und waren mit ihren Heilpflanzen zugleich die mittelalterlichen Apotheken.
Die Burg- oder Lustgärten der ritterlich höfischen Gesellschaft sind eine Erscheinung des Hochmittelalters. Nun diente der Garten zum ersten Mal der Erholung und Entspannung.
Mit dem Aufblühen der Städte und des Handels entwickelten sich im Spätmittelalter die bürgerlichen Gärten, die dem Vorbild der aristokratischen Gärten nacheiferten.
Die von der Kunsthistorikerin Dr. Alice Selinger konzipierte Ausstellung zeigt die Entwicklung der mittelalterlichen Gärten und präsentiert viele Pflanzen, die in der Gartenkultur des Mittelalters aufgrund ihrer religiösen Symbolik eine bedeutende Rolle spielten. Sie ist bis zum 30. Juli zu sehen. Das Stadtmuseum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es online unter www.stadtmuseum-iserlohn.de
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