[WestG] [AKT] Newsletter 3/2015 der Westfalen-Initiative

Pawlitta, Pascal Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mi Jun 3 12:54:59 CEST 2015


Von: "Westfalen-Initiative" <info at westfalen-initiative.de>
Datum: 02.06.2015, 11:18


AKTUELL

aktuell Informationen aus Westfalen Lippe 03/2015


WestfalenSprung: Siegen ist Sieger

Es war spannend bis zum Schluss. Denn wie bereits vier Mal zuvor immer wurden auch die Gewinner des WestfalenSprung 2015 erst bei der Preisverleihung bekanntgegeben, die diesmal auf Burg Altena war. Die Nase vorn beim Martin-Leicht-Preis für Stadt- und Regionalentwicklung hatte letztlich das Projekt "Siegen - ,Zu neuen Ufern". Zweite Preise gingen an das Gemein-schaftsprojekt STmobil von Kreis Steinfurt und Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) so-wie an die gemeinnützige Gesellschaft "Wege durch das Land" aus Detmold für das gleichnamige Literatur- und Musikfest. "Quartiersentwicklung, demografischer und technologischer Wandel, zukunftsträchtiges Wohnen und Bauen, Energiewende, Bewältigung des Strukturwandels - das alles waren weitere Themen der fast zwei Dutzend Einsendungen. Die enorme Qualität aller Bewerbungen dokumentiert, dass Westfalen sich den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft stellt und ihnen gewachsen ist", bilanzierte Dr. Karl-Heinrich Sümmermann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Westfalen-Initiative, als er die Siegertrophäen in Form eines leuchtend roten Westfalen-Rosses und die Preisgelder in Höhe von 5.000 Euro für den Sieger und jeweils 2.500 Euro für die Zweitplatzierten überreichte.


Wirtschaft: Weniger Fördermittel von NRW.Bank

Im vergangenen Jahr sind rund 3,1 Milliarden Euro weniger Fördermittel der NRW.Bank nach Westfalen geflossen als im Vorjahr. Die Summe ist damit um elf Prozent gesunken. Mit 1,5 Milliarden Euro konstant geblieben ist aber die Nachfrage westfälischer Unternehmensgründer und Mittelständler nach Krediten der landeseigenen Förderbank. Besonders das Interesse des Mittelstandes an der Finanzierung von Auslandsgeschäften war nach Angaben der Bank hoch. Ei-nen Rückgang der Kreditsumme um vier Prozent auf 744,4 Millionen Euro gab es im Sektor "Entwickeln und Schützen", zu dem unter anderem die Felder Bildung, Innovation und Umwelt gehören. Gleich um 28 Prozent auf 859,7 Millionen Euro verringerte sich der Förderbetrag im Bereich "Wohnen und Leben". Dieses Geld fließt in die kommunale Infrastruktur, den sozialen Wohnungsbau sowie die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften und den Erhalt von Baudenkmälern.


Zeitgeschichte: Filmdokumentation schildert das Kriegsende

Eine DVD des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeigt bislang unveröffentlichte Filmaufnahmen vom Einzug alliierter Truppen in Westfalen im Frühjahr 1945, mit denen US-Kameraleute die Eroberung zahlreicher Städte und Dörfer professionell festgehalten haben. Sie dokumentierten Kampfhandlungen, Begegnungen mit der Zivilbevölkerung, die Befreiung von Zwangsarbeiterlagern sowie alliierte Siegesfeiern und die allmähliche Rückkehr zur Normalität. Studenten der Universität Münster haben die Filmsequenzen gesichtet, analysiert und in ihren jeweiligen historischen Kontext eingeordnet. Für die Dokumentation wurden die aussagekräftigsten Szenen ausgewählt, mit Musik unterlegt und kommentiert. Die DVD "Als die Amerikaner kamen" ist im Buchhandel erhältlich und kann zum Preis von 14,95 Euro bezogen werden über die Internetseite www.westfalen-medien.lwl.org.


Freizeit: Per Schnitzeljagd zum "Westfalen-Diplom"

An 16 Ausflugszielen in der Region können Interessenten während des Sommers Stempel sammeln und sich so für das "Westfalen-Diplom" bewerben. Zu den ausgewählten Stationen der Schnitzeljagd gehören in diesem Jahr unter anderem das Museum Marta Herford und die neu eröffneten Westfälischen Salzwelten in Bad Sassendorf. Besucher der Einrichtungen, die am Ende des Jahres nachweisen, dass sie vor Ort zehn Stempel gesammelt haben, erhalten das "Westfalen-Diplom". Zudem werden die fleißigsten Stempeljäger zu einer Feier eingeladen. Informationen und ein Stempelheft gibt es auf der Internetseite www.westfalen-diplom.de.


Westfalen bewegt: Jury hat Preise vergeben

Die Jury des Ehrenamtswettbewerbs "Westfalen bewegt" hatte es schwer. Aus knapp 50 Bewerbungen von durchweg hoher Qualität musste sie die diesjährigen Preisträger ermitteln. Letztlich aber fiel die Entscheidung in großer Übereinstimmung. Neben dem ersten Preis in Höhe von 10.000 Euro wurden drei zweite Preise (jeweils 5.000 Euro) und fünf dritte Preise (jeweils 2.000 Euro) vergeben. Die Gewinner werden im Laufe des Juni öffentlich bekannt gegeben. Enorm breit waren die Themen- und Tätigkeitsfelder, mit denen Initiativen bürgerschaftlichen Engagements sich dem Wettbewerb stellten, den die Westfalen-Initiative in diesem Jahr zum dritten Mal ausgelobt hat. Sie reichten von der Hilfe für Migranten und Flüchtlinge über den Bereich Mobilität im Alter bis zu Inklusion und Gesundheitsförderung. Weiter auf Expansionskurs ist derweil die Kulturvereinigung Ostwestfalen-Lippe, ein Vorjahres-Preisträger. Als jüngste Mitglieder sind der Jugend- und Kulturverein Fürstenberg und das Kulturforum Warburg der Veranstaltergemeinschaft beigetreten. Ihr gehören nun mehr als 1.000 ehrenamtlich tätige Kulturschaffende aus 14 Vereinen an. Die bei "Westfalen bewegt" ausgezeichneten Projekte sollen Vorbildcharakter haben und müssen sich auf der Internetseite www.westfalenbeweger.de präsentieren.


Regionale Baukultur: Dokumentation zum Jubiläum

Das Bündnis für regionale Baukultur in Westfalen feiert sein zehnjähriges Bestehen. Geplant ist eine Jubiläumsfeier, in deren Mittelpunkt die baukulturellen Aktivitäten der einzelnen Bündnispartner stehen. Präsentiert werden sollen sie in Vorträgen und einer Poster-Ausstellung. Wir bitten Sie, Beschreibungen, Fotos und Zeichnungen Ihrer und von Ihnen als sehenswert empfundenen Bauten und Anlagen dem Bündnis zu schicken per Email an kontakt at buendnisbaukultur.lwl.org. Enorme Resonanz haben bereits LWL und Westfalen-Initiative auf ihre diesjährige Auslobung des Westfälischen Preises für Baukultur erhalten. Mit 98 Einsendungen gibt es noch mehr Bewerbungen als im ersten Durchgang 2010. Darunter befinden sich 16 Initiativen, Vereine oder Einzelpersonen, die sich um den Sonderpreis für Ehrenamtler in der Baukultur bewerben, der erstmals vergeben wird. Bekannt gegeben werden die Preisträger am 18. September während einer feierlichen Abendveranstaltung.


Kultur: Volles Programm im "literaturland westfalen"

Eine Vielzahl an spannenden und ungewöhnlichen Literaturveranstaltungen bietet die Region in diesem Jahr. Das Angebot reicht vom Literaturspaziergang über Poetry Slams bis zur langen Lesenacht. Ein Heft, das das Netzwerk "literaturland westfalen" herausgegeben hat, enthält Details und kann als Wegweiser bis zum Jahresende dienen. Zu den Höhepunkten zählt das prämierte Festival "Wege durch das Land", bei dem Schriftsteller, Schauspieler und Musiker noch bis 8. August ihre Kunst in ostwestfälischen Schlössern, Klöstern und Parks präsentieren. Ein weiterer wichtiger Termin sind die Droste-Tage vom 7. bis 9. August mit Lesungen, einer Ausstellung und einem Konzert auf Burg Hülshoff bei Havixbeck. Das Programmheft von "literaturland westfalen" hat 75 Seiten und kann kostenfrei bestellt oder heruntergeladen werden über die Internetseite www.literaturlandwestfalen.de.


Natur- und Artenschutz: Flächenanteil der Naturschutzgebiete wächst
 
Wiesen und Weiden als Lebensraum für wild lebende Tier- und Pflanzenarten werden in Westfa-len immer seltener. Laut Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz sind allein im Regierungsbezirk Münster von 1999 bis 2013 rund 24.000 Hektar Grünland verschwunden. Das ist knapp ein Drittel der Gesamtfläche. Zugleich ist westfalenweit der Anteil der Naturschutzge-biete an der Gesamtfläche mit 7,1 Prozent stabil. Mitte des vergangenen Jahres wurden 1.997 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 151.993 Hektar gezählt. Seit 1990 hat sich die Fläche mehr als verdreifacht.


Wissenschaft: Gute Noten für Hochschulen

Die Universitäten in Bielefeld und Bochum zählen zu den besten jungen Hochschulen weltweit auf der Liste des renommierten britischen Magazins "Times Higher Education". Im Vergleich der "100 unter 50" erreicht die 1965 gegründete Ruhr-Universität Bochum Rang 54. Sie hat sich im Vergleich zum Vorjahr um sechs Plätze verbessert und punktet mit internationaler Ausrichtung und Drittmittelausstattung. Die 1969 gegründete Universität Bielefeld verschlechtert sich um drei Plätze auf Rang 57. Ihre Internationalität und die Erwähnung der Forschungsergebnisse schlugen positiv zu Buche. Spitzenbewertungen erhalten westfälische Hochschulen im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh. Danach zählen die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und die Universität Witten-Herdecke zu den bundesweit besten Adressen für ein Medizinstudium. Ebenfalls hoch platziert sind die Ruhr-Universität Bochum im Fach Sportwissenschaften und die TU Dortmund im Studiengang Physik. In der zweiten Ausgabe des globalen CHE-Hochschulrankings U-Multirank, das die Stärken und Schwächen von weltweit mehr als 1.200 Hochschulen aufzeigt, sind neun westfälische Hochschulen vertreten. Unter ihnen liegt die BiTS in Iserlohn im Punkt Internationalität vorn. Die private Einrichtung überzeugt mit der Mobilität ihrer Studierenden und dem Anteil internationaler Lehrkräfte. Die Universität Siegen fällt mit einem Anteil von rund 62 Prozent im Punkt internationale Veröffentlichungen besonders positiv auf.


Soziales: Viele berufstätige Mütter und weniger Scheidungen
 
57,4 Prozent der 831.000 Mütter mit Kindern unter 18 Jahren sind aktiv erwerbstätig. Dreiviertel von ihnen gehen einer Teilzeitbeschäftigung nach. Zu den Regionen mit den meisten berufstäti-gen Müttern gehört der Kreis Gütersloh. Dort liegt die Quote bei 65,9 Prozent. Das Statistische Landesamt hat außerdem ermittelt, dass die meisten Scheidungen im sechsten Ehejahr sind und nicht im "verflixten siebten Jahr". So endeten im vergangenen Jahr in Westfalen 17.586 Ehen vor dem Familienrichter. Die Zahl ist gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent gesunken. NRW-weit betrug der Rückgang der Scheidungen 2,4 Prozent. Rund 54 Prozent der Scheidungspaare in Westfalen hatten mindestens ein minderjähriges Kind. Insgesamt waren 15.551 Kinder unter 18 Jahren betroffen.


Termine

Bis 12. Juli 2015

Unter dem Titel "Chaos/Control - Besetzt den Raum!" zeigt der Dortmunder Kunstverein die Arbeiten, die in diesem Jahr neu in die "Bridges-Sammlung" aufgenommen wurden. Diese Sammlung dokumentiert den Emscher-Umbau, der seit zehn Jahren von einem Fotoprojekt künstlerisch begleitet wird. www.bridges-projects.com


13. Juni 2015

Ab 20 Uhr trifft im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Live in den Fabrikskes" bei einem kabarettistischen Gipfeltreffen im Technikmuseum Freudenberg das Siegerland auf das Sauer-land. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.technikmuseum-freudenberg.com


22. Juni 2015

"Shakespeare konzertant" heißt das Konzertprogramm der Neuen Philharmonie Westfalen ab 19.30 Uhr im Großen Haus des Musiktheaters im Revier Gelsenkirchen. Details gibt´s auf www.musiktheater-im-revier.de.


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