[WestG] [AKT] Regierungspraesident besucht Villa ten Hompel
Pawlitta, Pascal
Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mo Sep 15 11:44:19 CEST 2014
Von: "Pressestelle BR Münster" <Pressestelle at bezreg-muenster.nrw.de>
Datum: 12.09.2014, 14:40
AKTUELL
Regierungspräsident besucht Villa ten Hompel
Wie können Schüler an die Geschichte während der nationalsozialistischen Herrschaft herangeführt werden? Kann die jüngere deutsche Geschichte erlebbar gemacht werden?
Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke hat sich heute (12. September) in Begleitung von Ulrike Schneider-Müller, die bei der Bezirksregierung Münster die Lehrerfortbildung "Erziehung nach Auschwitz" leitet, am Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster über die Dauerausstellungen, die Schülerprogramme, Lehrerfortbildungen und das schulische Lernen informiert.
Begrüßt wurde er am Kaiser-Wilhelm-Ring von Christoph Spieker, dem Leiter der Villa ten Hompel. Zunächst sah sich Klenke bei einem Rundgang die Dauerausstellungen "Im Auftrag" und "Wiedergutmachtung" an und informierte sich über die Umbaumaßnahmen sowie die Struktur der neuen Ausstellung, die Ende März 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
"Aus der Geschichte kann nur lernen, wer Erinnerung bewahrt", sagte Klenke beim Rundgang durch die Ausstellungen.
Für Schüler sind besondere Angebote wie Gedenkstättenfahrten und "Unterwegs im Demokratiedschungel", die historisches Lernen lebendig und spannend machen, im Angebot. Um Schülerinnen und Schüler entsprechend fachlich anleiten zu können, werden für Lehrkräfte Fortbildungen und viele didaktische Lernmaterialien wie beispielsweise Geschichtsrucksäcke und Geschichtskoffer bereitgehalten.
Im gemeinsamen Gespräch wurde die wichtige Zusammenarbeit zwischen dem Geschichtsort Villa ten Hompel und der Bezirksregierung Münster und die Bedeutung für die junge Generation thematisiert.
Als Ergebnis dieser Zusammenarbeit wird im Augenblick die Nutzbarmachung von Videointerviews von Menschen, die aus dem Regierungsbezirk Münster stammten, für unterrichtliche Zwecke vorbereitet. Wenn es keine Zeitzeugen mehr geben wird, sind Zeitzeugeninterviews eine Möglichkeit, Überlebenden der Ghettos und Konzentrationslager Gehör zu verschaffen und unter ihrer Mitwirkung eine erinnerungskulturelle Brücke im Sinne der Opfer von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft zu schlagen.
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