[WestG] [AKT] Newsletter Villa ten Hompel April 2014

Pawlitta, Pascal Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mi Apr 30 09:42:27 CEST 2014


Von: "Villa ten Hompel" <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 29.04.2014, 14:40


AKTUELL

Newsletter Villa ten Hompel April 2014


Ausblick


Vortrag Dr. Anneliese Bieber-Wallmann am Montag, 5.5., 19.00 Uhr

Martin Luther und sein Verhältnis zu den Juden 

Luther hat sich in mehreren Schriften und Briefen mit den Juden und ihrem Glauben auseinandergesetzt. Konnte man ihn zunächst für einen Freund der Juden halten, so hat er in seinen Altersschriften, besonders in "Von den Juden und ihren Lügen", sich sprachlich  so geäußert, wie man es von ihm nie erwartet hätte. Vielleicht wird aus diesem Grunde auch sehr selten über dieses Thema gesprochen, sind diese Schriften den meisten Gläubigen kaum bekannt. Es ist anzunehmen, dass diese Schriften der Kirche, besonders nach den Ereignissen in der NS-Zeit, in der diese natürlich immer wieder zitiert wurden, peinlich sind. 

Dr. Anneliese Bieber-Wallmann ist an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität beschäftigt und hat dort im Seminar für Kirchengeschichte I Veranstaltungen zur Thematik Juden und Christen in der Frühen Neuzeit, speziell auch zu Luther und den Juden durchgeführt. 
 
Die Evangelische Kirche hat im Gedenken an Luthers Veröffentlichung seiner Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg im Jahre 1517, also demnächst vor 500 Jahren, den Zeitraum von 2008 bis 2017 zur Luther-Dekade erklärt. Das Evangelische Forum hat bislang noch keine Veranstaltungen zu diesem Jubiläum angeboten, weil wir dachten, dass wir das der Amtskirche überlassen sollten. Dann ist aber an uns die Bitte herangetragen worden, eine Veranstaltung zum Verhältnis Luthers zu den Juden durchzuführen.


Tischgespräche mit Andreas Breiing am Mittwoch, 7.5., 19.00 Uhr

Andreas Breiing (Die Buschtrommel) zitiert Passagen von mitstenografierten Monologen Hitlers aus den privaten Tischrunden im Führerhauptquartier.

Hier "plaudert" der Privatmann Hitler über Privates und Politisches. Darsteller und Historiker der Bildungsstätte stehen nach der Aufführung für ein Gespräch zur Verfügung. 

Eintritt: 10,- Euro 
Beginn: 19.00 Uhr, Einlass 18.30 Uhr 
Anmeldung erbeten: Tel. 0251-492-7101 (es gibt noch einige Restkarten) 
 
 
Theater Titanick "Lost Campus" 1.-8. Mai 2014 an den Aasee Terrassen

Projekt Theater Titanick und Geschichtsort Villa ten Hompel: Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeiter- und Kriegsgefangenenlager in Münster und Umgebung 

Performances: Sonntag 4. bis Donnerstag 8. Mai, jeweils 21.00 Uhr 
Installationen: Donnerstag 1. bis Samstag. 3. Mai, jeweils 21.00 bis 23.00 Uhr 
Veranstaltungsort: Münster, Aasee Terrassen 

SO 4. MAI Dr. Gisela Schwarze, Historikerin Vortrag über Zwangsarbeit in Münster von 1940 bis 1945

MO 5. MAI Peter Schilling, Vorsitzender des Vereins "Spuren finden" Vortrag über die Schwierigkeiten im Umgang mit der Erinnerung im öffentlichen Raum und zur Gedenkkultur zwischen Ehrenmal und Stolperstein 

DI 6. MAI Christoph Spieker, Leiter der Villa ten Hompel Vortrag über die Villa ten Hompel als Ort des Erinnerns. Im Anschluss Lesung mit Musik über den Widerstandskämpfer Peter Gingold von S. und J. Gingold

Weitere Veranstaltungstermine und Referenten entnehmen Sie bitte dem Link: http://www.titanick.de/htcms/de/aktuelles.html

Info Point: 1. bis 3. Mai von 11 bis 18 Uhr sowie 4. bis 8. Mai von 11 bis 23 Uhr

Im FORUM DER ERINNERUNG am Info Point wird in Vorträgen und Lesungen über Themen der Nazi-Diktatur referiert.

Ausführliche Informationen zum Thema Zwangsarbeit in Münster und Umgebung erhalten Sie am Info Point: Forum der Erinnerung: Sonntag 4. bis Donnerstag 8. Mai, jeweils 17.00 Uhr 
 
 
Junge Wissenschaft mit Lea Stöver und David Rüschenschmidt am Mittwoch, 14.5., 19.00 Uhr

Wirtschaft und Welt - Junge Wissenschaft 

Lea Stöver: Das Maison des civilisations et de l'unité réunionnaise: Postkoloniale Identitätskontruktionen im französischen Übersee-Department La Réunion 
David Rüschenschmidt: Die Wirtschaft als "Achillesferse"? Makroökonomische Problemstellungen in der Kanzlerschaft Willy Brandts 
 
 
Mittwochsgespräch mit Dr. Tom Brodie am 21.5., 19.00 Uhr

Katholische Erinnerungspolitik und "konservative Restauration": Das Rheinland und Westfalen 1945-1949

Das Rahmenthema der akademischen Vortrags- und Gesprächsreihe "Mittwochsgespräche" steht im 1. Halbjahr 2014 unter dem Rahmenthema "Vergangenheitspolitik". Hochkarätige Wissenschaftler präsentieren in der Villa ten Hompel ihre spannenden neuesten Forschungen und Werke. 

Am Ende des europäischen Zweiten Weltkriegs in Frühling 1945 gehörte die Katholische Kirche zu den einflussreichsten übrig gebelieben deutschen Einrichtungen. In der gegenwärtigen Geschichtsschreibung. In der westdeutschen Gesellschaft in den späten 40er und 50er Jahren wird die frühe Bundesrepublik häufig als eine ,Konservative Restauration' verstanden, ein politisches und gesellschaftliches System, in dem die Katholische Kirche großen Einfluss besaß. Der Vortrag wird sich mit der sogenannten ,Stunde der Kirche' im Rheinland und Westfalen in den späten 40er Jahre beschäftigen, und ihre Beziehungen zu Erinnerungen über den Nationalsozialismus und an die Kriegszeit. Brodie untersucht das Schaffen einer offiziellen katholischen Erinnerungskultur über die NS-Zeit seitens des Episkopats, und gleichzeitig seitens der Mitglieder des katholischen Milieus, die diese Deutungen der jüngsten Vergangenheit in Frage gestellt haben. Um katholische ,Erinnerunspolitik' in den frühren Nachkriegsjahren besser verstehen zu können, legt der Vortrag auch viel Wert auf die Meinungen und Mentalitäten im katholischen ,Milieu' in den Kriegsjahren selbst. Hier wird deutlich, dass die Wahrnehmungen des Krieges im katholischen Milieu in den Kriegsjahren oft gespalten und umstritten waren. In diesem Zusammenhang erscheint die katholische Erinnerungskultur der späten 40er Jahre nicht als das Vorgehen eines gefestigten konfessionellen Milieus in den Kriegsjahren, sondern als Ausdruck und Bestandteil der veränderten gesellschaftlichen Faktoren, die in der frühren Nachkriegszeit die ,Stunde der Kirche' ermöglicht haben.

Zum Referenten: Dr. Thomas Brodie ist Senior Scholar am Hertford College Oxford und aktuell visiting fellow am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. 
 
 
"Bei ten Hompels unter dem Sofa" - Nicht-akademische szenische Führung durch die Villa ten Hompel, 18.5.2014 AUSVERKAUFT

Im Geschichtsort Villa ten Hompel sieht eine neue Art der Hausführung ihrer Premiere entgegen. Geschichte der Polizei oder Wiedergutmachung - Fehlanzeige. Im Mittelpunkt steht dieses Mal das großbürgerliche Leben der Familie ten Hompel in den "roaring twenties". 

Nein - bei den ten Hompels sah es sicher nie so aus wie bei Hempels unterm Sofa; dafür wird die langjährige Hausdame Fräulein Lorch schon gesorgt haben. Sie wurde als treue und wackere Stütze Johanna ten Hompels im Haushalt und bei der Erziehung der Kinder beschrieben und wohnte im so genannten Fräuleinzimmer unter dem Dach.

Norderney, Nierensteine, Kirchenglocken, Zementsäcke, 120 Stühle, Tennisplatz; Unter dem Sofa hervorgekramt werden viel mehr Geschichten aus dem Berufs- und Familienleben Rudolf ten Hompels. Die Schauspielerin Agnieszka Barczyk, der Schauspieler Carsten Bender und der freiberufliche Historiker Daniel Gollmann haben ein Kessel Buntes zusammengestellt und verströmen in den Räumen einen Hauch es großbürgerlichen Luxus, in dem die Familie Rudolf ten Hompels schwelgte. Darunter auch ein ungelöstes Rätsel des Hauses.

Dieser Frage wird in der nicht-akademischen szenischen Führung nachgespürt. 

Beginn ist jeweils um 15.00 Uhr. Sie können die Karten bereits um 14.30 Uhr erwerben.
Der Eintritt beträgt 10 Euro pro Person. 
Aufgrund begrenzt möglicher Teilnehmerzahl wird vorab um eine Reservierung im Sekretariat der Villa ten Hompel unter 0251/492-7101 oder unter tenhomp at stadt-muenster.de gebeten. 
Für die Zusatzveranstaltung am Sonntag, 1.6., 15.00 Uhr sind noch Restkarten erhältlich.
 

INFO

Geschichtsort Villa ten Hompel 
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster


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