[WestG] [AKT] Kulturhistorisches Zentrum Westmuensterland erhaelt "A-Stempel" im Qualifizierungsverfahren

Pawlitta, Pascal Pascal.Pawlitta at lwl.org
Do Nov 21 10:36:18 CET 2013


Von: "Kreis Borken" <info at presse-service.de>
Datum: 20.11.2013, 16:37


AKTUELL

Kulturhistorisches Zentrum Westmünsterland erhält vom Regionale-Lenkungsausschuss den "A-Stempel" im Qualifizierungsverfahren Sollten der Vredener Stadtrat und der Borkener Kreistag Mitte Dezember zustimmen, wird das gemeinsame Vorhaben drittes offizielles Projekt der Regionale 2016

Der Lenkungsausschuss der Regionale 2016 hat das Kulturhistorische Zentrum Westmünsterland heute (20.11.2013) in die entscheidende Qualifizierungskategorie "A" aufgenommen. Damit kann das gemeinsame Vorhaben von Kreis Borken und Stadt Vreden das dritte offizielle Regionale-Projekt werden, sofern der Stadtrat Vreden am 13. Und der Kreistag Borken am 19. Dezember den Bau und die Umsetzung des Gesamtkonzeptes für das Kulturhistorische Zentrum Westmünsterland beschließen.

Seit der Einbringung der Projektidee in das Qualifizierungsverfahren der Regionale 2016 hatten zahlreiche Akteure in unterschiedlichen Gremien das Vorhaben in Abstimmung mit der Regionale-Agentur und unter Beteiligung verschiedener Fachleute kontinuierlich weiterentwickelt. Im November 2011 war die Projektidee dann in die Kategorie "B" gekommen. Seither wurde das Konzept inhaltlich konkretisiert, wobei besonderer Wert auf vielfältige Kooperationsformen mit anderen Einrichtungen und Initiativen in der Region gelegt wurde. Zudem galt es, die Planung für die Baumaßnahme voranzutreiben und gleichzeitig die städtebaulichen Belange in Vreden sicherzustellen.

Dass der Lenkungsausschuss das Kulturhistorische Zentrum Westmünsterland jetzt in die höchste Kategorie "A" aufgenommen hat, freute Landrat Dr. Kai Zwicker sehr: "Nach über dreijähriger Qualifizierungsphase hat unser Projekt nunmehr einen zentralen Meilenstein erreicht!" Als ausgesprochen positiv wertete er überdies die breite Zustimmung in dem Gremium. Der Regionale-Lenkungsausschuss habe mit seiner heutigen Entscheidung einen realisierungsreifen Stand bescheinigt. Besonders sei die Bedeutung des Projektes für die gesamte Region hervorgehoben worden. Angesichts des bisher schon außerordentlich professionellen Vorgehens aller Beteiligten sei künftig auch die Projektausführung in besten Händen, habe es geheißen.

Die Geschäftsführerin der Regionale-Agentur, Uta Schneider, zeigte sich ebenfalls erfreut über die Entscheidung. "Für die Regionale 2016 stellt das Kulturhistorische Zentrum Westmünsterland ein Schlüsselprojekt dar. Insofern ist das heutige Votum des Lenkungsausschusses auch eine bedeutende Entscheidung für den gesamten Regionaleprozess", erklärte sie.

"Nun liegt eine wichtige Voraussetzung für die möglichen Baubeschlüsse von Kreistag und Stadtrat Vreden im Dezember vor", erläuterte Vredens Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch. Und gemeinsam mit Borkens Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster konstatierte er: "In allen Bereichen ist der Planungsprozess inzwischen weit vorangeschritten, sowohl für den Bau und die Finanzierung als auch für das inhaltliche Konzept."

Bereits Mitte Oktober wurde das Kulturhistorische Zentrum Westmünsterland mit einer Fördersumme von rund 6,77 Mio. Euro in das Landesprogramm zur Städtebauförderung 2013 aufgenommen. Dies entspricht einer 50prozentigen Förderung der kalkulierten zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von rund 13,5 Mio. Euro. Im Rahmen der Vorentwurfsplanungen werden gegenwärtig die Einzelheiten zwischen dem Kreis Borken, der Stadt Vreden sowie den Architekten und Fachplanern abgestimmt. Gleichzeitig werden die inhaltlich-fachlichen Arbeiten zielgerichtet fortgeführt. Schwerpunkte dabei sind &middot; die Erstellung eines Konzepts für den Präsentationsbereich sowie die interaktiven Elemente, &middot; die inhaltliche Fortentwicklung von eigenen Angeboten im Bereich der kulturellen Bildung sowie &middot; der Ausbau der Kooperation mit regionalen Kultureinrichtungen.

Eine Aussage ist aber für Landrat Dr. Zwicker wie für Bürgermeister Dr. Holtwisch gleichermaßen ganz wichtig: "Es wird erst gebaut, wenn der Borkener Kreistag und der Vredener Stadtrat einen entsprechenden Beschluss treffen. Die erfreuliche Entscheidung des Lenkungsausschusses bildet hierfür eine ganz wesentliche Voraussetzung", unterstrichen sie.


Zum Hintergrund:

Im Rahmen der Regionale 2016 verfolgt der Kreis Borken gemeinsam mit der Stadt Vreden die Projektidee Kulturhistorisches Zentrum Westmünsterland. Unter einem Dach sollen bisher nebeneinander geführte Einrichtungen, das Hamaland-Museum, das Landeskundliche Institut Westmünsterland sowie die historischen Teile des Kreisarchivs und des Archivs der Stadt Vreden zusammengeführt werden. Dadurch entsteht eine kulturelle Bildungseinrichtung, die weit mehr bietet als die Summe ihrer ursprünglichen Bestandteile. Das Kulturhistorische Zentrum Westmünsterland soll maßgeblich dazu beitragen, die für die ländlich geprägte Region wesensmäßige und identitätsstiftende Klammer aus Ehrenamtlichkeit, Engagement und kulturellen bzw. kulturnahen Inhalten generationsübergreifend zu erhalten und weiterzutragen. Dass hierfür neue Konzepte und Sichtweisen, zeitgemäße und die nachwachsende Generation ansprechende Angebots- und Bildungsformate erforderlich sind, ist eine der zentralen Herausforderungen, der nur auf regionaler Ebene nachhaltig Rechnung getragen werden kann.

Mit dem Kulturhistorischen Zentrum Westmünsterland entsteht ein Knotenpunkt, der das kulturelle Gesamtprofil der Region stärkt und die Identität mit der Region fördert. Geleitet wird diese Idee von dem Gedanken der kulturellen Bildung, einem Ansatz zur Förderung neuer Lernprozesse in der Wahrnehmung von Kultur. Im Zuge dessen soll der Öffentlichkeit das kulturelle Erbe der Region in besonderer Qualität und Attraktivität angeboten werden. Fachleute aus Wissenschaft, Kulturvermittlung und Präsentation werden künftig Ausstellungen, Führungen, Projekte, Lernmodule für Schulen und Publikationen gemeinsam erarbeiten und sich dabei auf die verschiedenen Nutzergruppen von Jung bis Alt einstellen. Der neue Knotenpunkt soll Kultureinrichtungen und Initiativen beiderseits der Grenze dabei unterstützen, ihr Profil und ihre Angebote zu schärfen sowie gemeinsame Ansätze in der Vermarktung zu entwickeln. Archive, Museen und andere Kultureinrichtungen und Initiativen sollen sich mithilfe des Kulturhistorischen Zentrums zu außerschulischen Lernorten entwickeln können. Gleichzeitig schafft das Zentrum Transparenz über die vielfältigen kulturellen Bildungsangebote in der Region und ihre inhaltlichen Bezüge untereinander.

Weitergehende Informationen zum Projekt gibt es unter www.kulturhistorisches-zentrum.de.


Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte