[WestG] [AKT] Vortrag: Haeber, Perspektiven deutsch-deutscher Verstaendigung und Zusammenarbeit in der heißen Phase des Kalten Kriegs, Luedenscheid, 20.03.2013

Pascal Pawlitta Pascal.Pawlitta at lwl.org
Do Mär 14 10:26:01 CET 2013


Von: "Institut für Geschichte und Biographie" <igb at fernuni-hagen.de>
Datum: 13.03.2013, 12:06
 
 
AKTUELL
 
"Perspektiven deutsch-deutscher Verständigung und Zusammenarbeit in der heißen Phase des Kalten Kriegs (1982-1985)
 
Mittwoch, 20. März 2013, 18:00 Uhr
"Lüdenscheider Gespräch" mit Herbert Häber
im Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom Stein-Str. 9
 
Herbert Häber profilierte sich seit Mitte der 1970er Jahre als einer der wichtigsten Berater Erich Honeckers in deutschlandpolitischen Fragen. In dieser Funktion knüpfte er zahlreiche informelle Kontakte zu westdeutschen Politikern aller Bundestagsparteien und bemühte sich - im Schatten der "Raketenkrise" und unter dem Druck der auf Mitteleuropa lastenden Kriegsgefahr - um die Liberalisierung des Grenzregimes und das Zustandekommen einer "Koalition der Vernunft".
 
Honecker machte Häber gegen die üblichen Gepflogenheiten ohne Kandidatenstatus am 24. Mai 1984 zum Mitglied des SED-Politbüros und Sekretär des ZK, was im Westen als positives und ermutigendes Zeichen, in Moskau indes als Affront gedeutet wurde. Vermutlich auf Grund sowjetischer Intervention fiel Häber nach kurzer Zeit in Ungnade und wurde unter Vortäuschung von Krankheit und psychischem Zusammenbruch zum Rückzug aus allen politischen Ämtern gezwungen. Unter anderem wurde ihm die "Gefährdung der Sicherheitsinteressen der Sowjetunion" vorgeworfen, ferner hielt man ihm vor, einen "Keil zwischen die UdSSR und die DDR zu treiben" und damit einen "Weltskandal" verursacht zu haben.
 
Prof. Herbert Häber lebt heute in Berlin. Zu seiner Geheimdiplomatie im Dienst der SED erschien 1999 der Band "Die Häber-Protokolle. Schlaglichter der SED-Westpolitik 1973-1985", hrsg. von Detlef Nakath und Gerd-Rüdiger Stephan. Die dramatischen Ereignisse um seine Person wurden auch verfilmt: Paul Kohl: Der Fall Herbert Häber - Vom Politbüro in die Psychiatrie (Feature), Regie: Holger Jackisch (Produktion: MDR/DLF/RBB 1999).
 
 
INFORMATION
  
Veranstaltungsdaten: 
Lüdenscheider Gespräche 
Datum: 20.03.2013 
Kulturhaus Lüdenscheid 
Freiherr-vom-Stein-Str.9 
58511 Lüdenscheid 
Tel.: 02331 987 4010 
E-Mail: igb at fernuni-hagen.de 
URL: www.fernuni-hagen.de/geschichteundbiographie 
  
Kontakt: 
Eva Engelhardt 
Institut für Geschichte und Biographie der Fernuniversität in Hagen 
Feithstr. 152 
58097 Hagen 
  
Tel.: 02331 987 4010 
E-Mail: eva.engelhardt at fernuni-hagen.de 
URL: www.fernuni-hagen.de/geschichteundbiographie


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