[WestG] [LIT] Situation der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Museen
Marcus Weidner
Marcus.Weidner at lwl.org
Di Jan 22 12:56:19 CET 2013
Von: "Günter Bernhardt" <guenter.bernhardt at lwl.org>
Datum: 22.01.2013, 12:41
LITERATUR
Ankündigung einer Online-Publikation
Zur Situation der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Museen in Deutschland: Umfrage zur Eingruppierung 2011/12
Dr. Günter Bernhardt / LWL- Museumsamt für Westfalen
Dr. Michael Henker / Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Dr. Susanne Köstering / Museumsverband Brandenburg
unter Mitarbeit von Stefan Althaus / LWL- Kulturabteilung,
Luca Pes und Christine Schmid-Egger / Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Der Link zu den Seiten des LWL-Museumsamtes für Westfalen: www.lwl.org/LWL/Kultur/Museumsamt
Dort unter Aktuelles "Umfrage Eingruppierung wissenschaftlicher MitarbeiterInnen 2011/2012"
Link Museumsverband Brandenburg: www.museen-brandenburg.de/3.0.html
Link Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern: http://www.museen-in-bayern.de/landesstelle/presse_var_meldungen.htm
Die bundesweit angelegte Umfrage wurde von der "Konferenz der Museumsberatung in den Ländern" (KMBL), einem informellen Zusammenschluss der öffentlichen Museumsberatungen in Deutschland, organisiert, konkret durch die Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern, den Museumsverband Brandenburg und das LWL-Museumsamt für Westfalen.
Hintergrund
Gut ausgebildete und qualifizierte wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind Garanten einer erfolgreichen Museumsarbeit. Eine wesentliche Motivation ist die ausbildungsadäquate Bezahlung. Der Berufsalltag zeigt allerdings, dass die hauptamtlichen, häufig akademisch ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen an den kleinen und mittleren Museen oft nicht qualifizierungskonform eingestuft sind. Dieser Sachverhalt erschloss sich bislang vornehmlich aus der Beratungspraxis und war bisher durch keinerlei belastbares Zahlenmaterial belegt. Damit einher geht die Ausschreibungspraxis vieler Museumsträger, insbesondere der Stadt- und Regionalmuseen. Sie orientieren sich weniger an den Vorgaben der Verbände und Beratungsstellen und nehmen selten die Empfehlungen der KMK , ICOM bzw. des DMB zum Berufsbild wahr. So kann das Anforderungsprofil außerordentlich heterogen sein. Die Leistungserwartung wird in Unkenntnis der musealen Arbeitsfelder formuliert und häufig nicht durch ein adäquates Entgeltangebot begleitet. Nicht selten werden museumsferne Tätigkeitsfelder ausgewiesen.
Was folgt daraus? Natürlich ist eine qualifizierungskonforme Bezahlung und den Museumsprojekten angemessene Mitarbeiterzahl empfehlenswert. Doch die kommunalpolitische Realität lässt keine Pauschallösungen zu. In der Beratungspraxis fühlen wir uns den Trägern der Museen gleichermaßen verpflichtet wie den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Nicht nur neue Stellen, nicht nur leistungsadäquate Bezahlung - Synergien nutzen kann die Kompromissformel auf Zeit lauten. Und das mit dem Ziel, museale Standards zu verbessern. So gilt es auf Dauer, die Vernetzung der Museen voranzutreiben, um personelle Defizite auszugleichen. Darüber hinaus kommen die Museumsberatungsstellen nicht darum herum, den Trägern immer wieder die Notwendigkeit qualifizierter Museumsarbeit vor Augen zu führen. Dies ist umso dringlicher, als die Umfrage zudem gezeigt hat, dass 248 Museumsleiter (knapp 28%) in den nächsten zehn Jahren aus dem Dienst scheiden werden (siehe Tab. 20). Mit der Diskussion um die Wiederbesetzung stellt sich erneut die Frage nach Qualifizierung und Eingruppierung. Pauschale Antworten verbieten sich, Standards zu setzen und zu vertreten ist die Aufgabe der öffentlichen Museumsberatung.
INFO
Kontakt:
Dr. Günter Bernhardt
LWL-Museumsamt für Westfalen
Salzstr. 38
48133 Münster
Tel.: 0251-5914695
E-Mail: guenter.bernhardt at lwl.org
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