[WestG] [AUS] Lisa Tetzner und Kurt Klaeber, Bochum, ab 15.12.2013
Weidner, Marcus
Marcus.Weidner at lwl.org
Fr Dez 13 11:01:57 CET 2013
Von: "Geschichtskultur Ruhr" <geschichtskultur at hclist.de>
Datum: 13.12.2013, 09:50
Übernahme aus der Liste "Geschichtskultur Ruhr"
AUSSTELLUNG
"Aus unserem Leben in die Freiheit - Lisa Tetzner und Kurt Kläber: Leben und Werk"
Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, ab 15.12.13
Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 15. Dezember 2013, um 11.00 Uhr, im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte - Stadtarchiv eröffnet. Die Leiterin des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte, Dr. Ingrid Wölk, und die Historikerin und Leiterin des Gelsenkirchener Kulturraums "die flora", Wiltrud Apfeld, die die Ausstellung konzeptionell erarbeitet hat, informieren.
Die Ausstellung ""Aus unserem Leben in die Freiheit - Lisa Tetzner & Kurt Kläber: Leben und Werk" informiert über das Schriftstellerehepaar Lisa Tetzner (1894-1963) und Kurt Kläber (1897-1959, Pseudonym Kurt Held), das bis heute mit seinen sozialkritischen Kinder- und Jugendbüchern - darunter mit dem bekanntesten "Die rote Zora" - auf dem Literatur- und Filmmarkt vertreten ist. Aktivitäten im Umkreis der Wandervogelbewegung, Aufenthalte Anfang der 1920er Jahre im Ruhrgebiet, zahlreiche Kontakte zur linken Arbeiterliteraturszene und politische (Kultur-)Arbeit in Berlin schlugen sich in ihren Werken (z. B. Barrikaden an der Ruhr, 1925; Hans Urian, 1931) nieder. Das 1933 zur Emigration gezwungene Paar ließ sich endgültig in Carona (Schweiz) nieder und setzte sich schon in den 1940er Jahren in seinen Jugendbüchern kritisch mit dem Nationalsozialismus und seinen Auswirkungen auf junge Menschen auseinander.
Die Ausstellung gibt spannende Einblicke in Geschichte, Literatur und Politik des 20. Jahrhunderts und eignet sich daher gut für die kultur- und literaturgeschichtliche Vermittlungsarbeit. Dokumente zu Lisa Tetzners Märchenfahrten und überraschende, archivalische Funde über die Verbindung von Lisa Tetzner und Kurt Kläber mit dem Ruhrgebiet der 1920er Jahre bereichern die Ausstellung ebenso wie die Darstellung der vielen Vernetzungen der beiden in den geistesgeschichtlichen Kontext von Kaiserreich über Weimarer Republik und Nationalsozialismus bis in die 1950er Jahre. Die Ausstellung wurde vom städtischen Kulturraum "die flora" in Gelsenkirchen erstellt und dort im Herbst 2011 gezeigt.
Zu dieser Ausstellungseröffnung lädt das Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
INFO
Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Wittener Str. 47, 44789 Bochum
Telefon: (02 34) 910-9501
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