[WestG] [AUS] "1914 bis 1918 - Vom Kriegsrausch zur Kriegsqual. Zeitgeist, Alltag und Propaganda im Ersten Weltkrieg", Iserlohn
Pawlitta, Pascal
Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mi Dez 4 09:37:12 CET 2013
Von: "Stadt Iserlohn" <info at presse-service.de>
Datum: 02.12.2013, 10:43
AUSSTELLUNG
"1914 bis 1918 - Vom Kriegsrausch zur Kriegsqual. Zeitgeist, Alltag und Propaganda im Ersten Weltkrieg" - Neue Ausstellung im Stadtmuseum Iserlohn: Öffentliche Führung am Mittwoch
Die neue Sonderausstellung des Stadtmuseums Iserlohn "1914 - 1918. Vom Kriegsrausch zur Kriegsqual. Zeitgeist, Alltag und Propaganda im Ersten Weltkrieg" skizziert die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Rahmen einer Mentalitätsgeschichte.
Der Bogen spannt sich von der Kriegseuphorie des Sommers 1914 über die Ernüchterungsphasen an der Front (1916 Verdun) und in der Heimat (Steckrübenwinter 1917) bis hin zur Kapitulation im November 1918. Der Militarismus der Zeit - im Sinne des "Hurra-Patriotismus" und der Propaganda - wird ebenso beleuchtet wie die diesbezügliche Funktion von teils bizarren Feindbildern der kriegführenden Länder. Die nationalistische Literatur boomte. Viele Literaten der Epoche waren vom Krieg berauscht. Das Kino wurde zum Propagandainstrument. Angesichts des Kriegsgrauens kamen aber auch kritische Töne auf. Im Dezember 1914 stellten deutsche, britische und französische Soldaten - zum Ärger ihrer Vorgesetzten - das gegenseitige Töten an der Westfront vorübergehend ein. Während die einfachen Soldaten an der Front litten, übernahmen die Frauen in der Heimat viele männliche Tätigkeitsbereiche. Die Bevölkerung dort wie die Männer an der Front waren einer sich zusehends verschlimmernden Versorgungslage ausgesetzt.
Am Mittwoch, 4. Dezember, um 16 Uhr lädt das Stadtmuseum Iserlohn alle Interessierten herzlich ein zu einer öffentlichen Führung. Neben der Sonderausstellung erwartet die Besucher eine Vielzahl spannender und lebendiger Darstellungen, Modelle und Gerätschaften zur Entwicklung Iserlohns und der Region aus den Themenbereichen Geologie, Ur- und Frühgeschichte, Bergbau, Handwerkliche Drahtherstellung, Industrielle Nadelproduktion, Revolution 1848/49, Messing- und Bronzewaren sowie Stadtentwicklung vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Interessierte können sich anmelden entweder telefonisch unter den Rufnummern 02371 / 217-1961, -1963 oder-1964 oder per E-Mail an museum at iserlohn.de. Der Eintritt ist frei.
Die Sonderausstellung ist noch bis zum 2. Februar zu sehen. Das Stadtmuseum am Fritz-Kühn-Platz 1 ist geöffnet dienstags, mittwochs und freitags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 19 Uhr.
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