[WestG] [AKT] Vortragsreihe "Vor Ort in 10 Quartieren", Dortmund, ab 18.04.2013
Pascal Pawlitta
Pascal.Pawlitta at lwl.org
Do Apr 11 11:14:22 CEST 2013
Von: "Forum Geschichtskultur" <geschichtskultur at hclist.de>
Datum: 11.04.2013, 10:04
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
AKTUELL
Vortragsreihe VOR ORT IN 10 QUARTIEREN.
Fallstudien aus dem Projekt "Städtebau der Normalität" zum Wiederaufbau urbaner Stadtquartiere im Ruhrgebiet
Mit dem Städtebau des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg verbinden wir meist Siedlungen und Stadtlandschaften, aufgelockerte, gegliederte, funktional zonierte und verkehrsgerechte Städte. Doch es hat in dieser Zeit auch im Ruhrgebiet eine Richtung des Wiederaufbaus gegeben, die einer explizit urbanen Vorstellung folgte - gerade in den innenstadtnahen nutzungsgemischten Vierteln. Diese meist aus den gründerzeitlichen Stadterweiterungen hervorgegangenen Quartiere des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, bestehend aus Straßen, Plätzen und Blockrandbebauung, meist mit einer Vielzahl von Funktionen wie Wohnen, Arbeiten, Erholen und Bilden, waren nach dem Krieg zwar vielfach stark beschädigt, jedoch keineswegs ausgelöscht. Im Wiederaufbau gab es Kontinuitäten im Stadtgrundriss und Modernisierungen in der architektonischen Formensprache. Diese "normalen" Stadtviertel prägen noch heute die Stadtstruktur vieler Ruhrgebietsstädte entscheidend - und gehören zu ihren beliebtesten Quartieren. Sie stehen für einen konventionellen Städtebau, der bislang weitgehend unbeachtet geblieben ist und noch nicht zusammenhängend betrachtet wurde. Diese Quartiere, die teilweise durch Schrumpfungs- und Erneuerungsprozesse gefährdet sind, geraten in der Diskussion um die Qualität urbaner Stadträume und quartiersbezogener Ansätze wieder stärker in den Fokus. Hier soll eine Analyse der historischen Entwicklung zum Verständnis beitragen.
Die Vortragsreihe "VOR ORT IN 10 QUARTIEREN" stellt zehn Beispiele für diesen Wiederaufbau urbaner Stadtquartiere vor. Die Referentinnen und Referenten präsentieren Fallstudien, die sie im Rahmen des Forschungsprojektes "Städtebau der Normalität. Zum Wiederaufbau urbaner Stadtquartiere im Ruhrgebiet" am Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur an der TU Dortmund bearbeiten. Wieso kam es in den Quartieren zu einem Wiederaufbau entgegen der gängigen modernistischen Leitbilder? Welcher Ideen hat man sich stattdessen bedient? Es stellt sich die Frage nach den angewandten architektonischen und städtebaulichen Mitteln dieser "Alltagsarchitektur", ihrer spezifischen Qualität und heutigen Bedeutung für Stadtbild und Stadtentwicklung.
INFO
Zeitraum: 18. April bis 25. November 2013
Veranstalter:
LS Geschichte u. Theorie der Architektur (GTA)
TU Dortmund
August-Schmidt-Straße 6
44221 Dortmund
Tel.: 0231-755 4198
E-Mail: gta.bauwesen at tu-dortmund.de
URL: bauwesen.tu-dortmund.de/gta
Informationen zu den einzelnen Terminen, bestehend aus Rundgang und Vortrag, finden Sie im Netz unter:
http://www.bauwesen.tu-dortmund.de/gta/de/Aktuell/WichtigeHinweise/Vor_Ort__Staedtebau_der_Normalitaet/index.html
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