[WestG] [AKT] Vortrag: Zwangsarbeit - ein historisches Problem, Dortmund, 13.09.2012
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Sep 13 10:50:18 CEST 2012
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 12.09.2012, 13:21
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
AKTUELL
Zwangsarbeit - ein historisches Problem
Vortrag im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Referent: Ulrich Herbert, Professor für Neuere und Neueste
Geschichte an der Universität Freiburg
Donnerstag, 13. September 2012, 19.00 Uhr
Unter dem Titel "Zwangsarbeit - ein historisches Problem" lädt
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Donnerstag, 13.
September, um 19 Uhr, zu einem Bildvortrag in sein
Industriemuseum Zeche Zollern ein. Referent ist Ulrich Herbert,
Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität
Freiburg. Er ist ausgewiesener Kenner des Themas "Zwangsarbeit
im Nationalsozialismus" und u.a. Autor des Standardwerkes
"Fremdarbeiter. Politik und Praxis des 'Ausländer-Einsatzes' in
der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches".
In welchem historischen Kontext stand der
nationalsozialistische "Ausländer-Einsatz" während des Zweiten
Weltkriegs? Auf welche Vorerfahrungen wurde aufgebaut? Worin
unterscheidet sich Zwangsarbeit von anderen Formen abhängiger
Arbeit? Und welche historische Bedeutung kommt in diesem
Zusammenhang dem deutschen Fall im Zweiten Weltkrieg zu?
In dem Vortrag wird zum einen auf die weit in das 20.
Jahrhundert reichende Geschichte des Sklaverei Bezug genommen,
zum anderen auf die massenhafte Verwendung von Zwangsarbeitern
im Ersten Weltkrieg, auf die fortwährende Existenz von
Zwangsarbeit in den Kolonien und auf den Einsatz von Millionen
von Zwangsarbeitern beim Aufbau des Sozialismus in der
Sowjetunion.
In diesem Zusammenhang verliert der NS-Zwangsarbeitereinsatz
seinen singulären Charakter, und die Frage seiner
historisch-politischen Einordnung wird schwieriger. Diese
Fragen versucht der Vortrag anhand einiger ausgewählter
Beispiele zu beantworten.
Der Vortrag ist Teil des Rahmenprogramms zur Sonderausstellung
„Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“,
die die Stadt Dortmund und der LWL zur Zeit auf Zeche Zollern
präsentieren. Beginn ist um 19 Uhr im Magazin. Der Eintritt ist
frei.
Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg
Internationale Wanderausstellung der Stiftung Gedenk stätten
Buchenwald und Mittelbau-Dora, initiiert und gefördert von der
Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) 18. März bis
30. September 2012
INFO
Veranstaltungsort:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund
URL: www.ausstellung-zwangsarbeit.lwl.org
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte