[WestG] [AKT] Westfalen heute 15.05.2012
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Mai 15 13:38:53 CEST 2012
Von: "Westfalen heute" <nachrichten at westfalen-heute.de>
Datum: 15.05.2012, 12:10
AKTUELL
Nachrichtenservice Westfalen
Westfalen heute 15.05.2012
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15.05.2012 12:00 Westfalen, NRW, Herne, Münster:
Stadtentwicklung, Wirtschaft
4,9 Prozent mehr Wohnungen: Westfalen deutlich über dem
Landesdurchschnitt
Westfalen (wh). In Westfalen wird eifrig gebaut: 2011 wurden in
der Region 4,9 Prozent mehr Wohnunggebäude fertig gestellt als
im Vorjahr. Wie die Erhebung des Statistischen Landesamtes
zeigt, liegt Westfalen damit deutlich über dem NRW-Trend.
Landesweit wurden im vergangenen Jahr 2,2 Prozent mehr
Wohnhäuser errichtet. 84 Prozent der 2011 fertig gestellten
Wohngebäude in Westfalen sind Einfamilienhäuser. Nur einen
vergleichsweise kleinen Anteil haben die Zwei- und
Mehrfamilienhäuser mit 8,4 bzw. 7,5 Prozent. Landesweit am
häufigsten wurde in Münster gebaut. Die Stadt hatte im
vergangenen Jahr eine Wohnungsbauquote von 50,7 Prozent. Das
bedeutet, dass je 10.000 Einwohner 50,7 Wohnungen errichtet
wurden. Der Landesdurchschnitt beträgt 19,3 Prozent. Die
niedrigste Quote in NRW hat die Stadt Herne mit 2,8 Prozent.
Weitere Informationen und Daten für Städte und Kreise:
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2012/pdf/92_12.pdf
Pressekontakt:
Pressestelle von IT.NRW, Telefon: 0211/94492521, E-Mail:
pressestelle[at]it.nrw.de
15.05.2012 10:00Westfalen, NRW, Dortmund, Gelsenkirchen:
Freizeit, Kultur und Medien, Panorama
Peta-Rangliste: Westfälische Fußballstadien sind
vegetarierfreundlich
Westfalen (wh). Die westfälischen Bundesliga-Clubs sind
vegetarierfreundlich – und zwar nun ganz offiziell. Die
Tierschutzorganisation Peta hat eine aktuelle Rangliste der
„vegetarierfreundlichsten Fußballstadien“ veröffentlicht. Auf
Platz drei bei den Erstligisten ist der FC Schalke 04 gelandet,
auf Platz fünf liegt Borussia Dortmund. Sieger in der Gunst der
Vegetarier ist der FC Bayern München. In der Schalker
Veltins-Arena könnten sich fleischfrei essende Menschen unter
anderem mit Gemüsefrikadellen, gebackenem Blumenkohl und
Schalker Kartoffelspiralen versorgen, begründet Peta die Wahl.
Dank neun fleischfreier Speisen im Signal Iduna-Park schaffte
auch der DfB-Meister Borussia Dortmund einen Platz im oberen
Mittelfeld der Rangliste. Schlusslicht der Liste ist der 1. FC
Köln.
Weitere Informationen:
http://www.peta.de/web/fussball2012.5807.html
Pressekontakt: Judith Stich, Medienkoordinatorin Peta, Telefon:
030/68 32 666 04, E-Mail: JudithS[at]peta.de
15.05.2012 09:00Westfalen, Bochum, Bottrop, Dortmund,
Ennepe-Ruhr-Kreis, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne,
Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, Recklinghausen,
Siegen-Wittgenstein, Soest, Unna: Kultur und Medien, Panorama
Drehbuchwettbewerb zieht internationale Autoren in die Region
Westfalen (wh). „Der Berg ruft...!“ Und mehr als 80
internationale Drehbuchautoren sind der Einladung für den
gleichnamigen Drehbuchwettbewerb gefolgt. Der Initiativkreis
„Mitten in Westfalen“ will mit dem Projekt einen Spielfilm aus
und über Westfalen fördern. Motto: „Das Klischee lügt“. Die
Ideen der Autoren reichen von Komödien bis zu Krimis und
bringen unter anderem außerirdische Besucher, wilde
Verfolgungsjagden und einen Weihnachtsbaum für den Scheich in
die Region. Eine Jury mit Fachleuten wie dem Soester
Drehbuchautor Michael Gantenberg und René Jamm der
Filmproduktion Eyeworks Germany wird aus den eingesandten
Exposés bis zu zehn Teilnehmer für einen Rechercheaufenthalt
vor Ort auswählen. Mit dem Wettbewerb will der Initiativkreis
dazu beitragen, das Ruhrgebiet und Südwestfalen jenseits von
bekannten Bildern und Geschichten in Szene zu setzen.
Weitere Informationen:
http://www.mitten-in-westfalen.de/aktuelles/drehbuchautorenwettbewerb/ueber-den-wettbewerb
Pressekontakt:
Elke Friebel, Initiativkreis „Mitten in Westfalen“, Telefon:
02932/971819 und 0171/8660116, E-Mail:
info[at]mitten-in-westfalen.de
14.05.2012 17:00Westfalen, Bielefeld: Wissenschaft und Bildung
Studentische Rechtsberatung: Bielefelder Jura-Studenten sind
Anwalt ihrer Kommilitonen
Bielefeld (wh). Rechtsberatung von Studierenden, für
Studierende: An der Universität Bielefeld helfen angehende
Juristen seit dem Sommersemester 2012 ihren Kommilitonen
kostenlos bei rechtlichen Fragen und Problemen. Von dem Service
sollen beide Seiten profitieren: Die Bielefelder Jura-Studenten
sammeln unter der Leitung einer Rechtsanwältin praktische
Erfahrung mit realen Fällen, die Ratsuchenden werden kostenlos
und unbürokratisch in einer wöchentlichen Sprechstunde beraten.
Dabei sind jedoch unter anderem Straf- und Steuerrechtssachen
sowie Angelegenheiten gegen die Universität ausgeschlossen. Die
Idee ist einer studentischen Rechtsberatung ist nicht neu.
Bereits vor über 100 Jahren wurde in der Deutschen
Juristen-Zeitung für diese Praxis plädiert. An Universitäten in
Hamburg, Berlin und Düsseldorf gibt es bereits ähnliche
Angebote.
Weitere Informationen :
http://www.jura.uni-bielefeld.de/studium/rechtsberatung/
Pressekontakt: Thorsten Schaletzke, Pressesprecher Universität
Bielefeld, Telefon: 0521/1062964, E-Mail:
pressestelle[at]uni-bielefeld.de
14.05.2012 15:00Westfalen, NRW, Deutschland, Unna: Kultur und
Medien, Panorama, Politik, Wissenschaft und Bildung
Hexenverfolgung: Pfarrer Hartmut Hegeler kämpft für die
Rehabilitation der Opfer
Unna (wh). Seine Mission ist die Gerechtigkeit. 400 Jahre
nachdem - auch in Westfalen - Tausende Frauen als Hexen
gefoltert und getötet wurden, kämpft Hartmut Hegeler für ihre
Ehre, indem er Städte und Gemeinden dazu bewegt, die
Hingerichteten zu rehabilitieren. Mittlerweile kann der
pensionierte Pfarrer aus Unna erste Erfolge aufweisen. Nachdem
das westfälische Rüthen im Kreis Soest im März vergangenen
Jahres die Opfer der Hexenverfolgung offiziell für unschuldig
erklärte, ziehen immer mehr Städte nach. „Eigentlich sollte es
doch eine Selbstverständlichkeit sein, Menschen die als Hexen
verfolgt wurden, zu rehabilitieren“, sagt Hegeler über sein
Engagement. „Leider ist es aber ganz und gar nicht so. Bei
vielen Städten stoße ich auf Unverständnis - ganz nach dem
Motto: Glauben Sie, wir haben nichts Besseres zu tun?“ In mehr
als 200 westfälischen Orten hat es im 17. Jahrhundert
Hexenverfolgungen gegeben. Etwa 2000 Kindern, Männern und vor
allem Frauen wurde in dieser Zeit der Prozess gemacht. Zwar
gedenken heute viele Städte wie etwa Menden, Lemgo oder
Recklinghausen mit Tafeln und Ausstellungen der Opfer, eine
Rehabilitation blieb aber aus. Hegeler selbst wird in seiner
Zeit als Religionslehrer im Jahr 2001 auf das Thema aufmerksam:
„Meine Schüler wollten sich mit den Hexenprozessen
beschäftigen. Dabei kam im Unterricht irgendwann die Frage auf,
wann die Urteile eigentlich aufgehoben wurden und wir mussten
feststellen: Das ist nie geschehen. Bis heute gelten die Opfer
als schuldig im Sinne der Anklage.“ Mit dieser Erkenntnis
beginnt Hegelers Mission. „Als ich verstand, was da passiert
ist, fühlte ich mich als Christ verpflichtet, etwas zu tun“,
sagt der 66-Jährige. Seine Recherchen führen den Pfarrer und
Religionslehrer nicht nur zu immer neuen Gräueltaten, sondern
lassen ihn auch auf Anton Praetorius stoßen. Der
protestantische Prediger aus Lippstadt gehörte im 17.
Jahrhundert zu den wenigen Geistlichen, die den Hexenprozessen
entgegentraten. „Sein Mut hat mich fasziniert. Gleichzeitig
konnte ich es kaum fassen, dass ein so couragierter Mensch in
völlige Vergessenheit geraten ist“, so Hegeler, der sich sofort
daran machte, die Biografie von Praetorius zu schreiben. Es
folgen ein Roman, ein Hörbuch und ein Medienpaket für Schüler.
Während seiner Recherchearbeiten gründet Hegeler den
Arbeitskreis „Hexenverfolgung in Westfalen“, der später - als
das Engagement über die Grenzen der Region hinausgeht - in den
Arbeitskreis „Hexenprozesse“ umbenannt wird. Gleichzeitig
kontaktiert er die ersten Städte und die Medien, informiert sie
in Briefen über die unschuldig verurteilten Menschen und regt
dazu an, sie zu rehabilitieren. „Das Echo fiel ganz
unterschiedlich aus“, so Hegeler. „Viele wollten sich wohl das
eigene Nest nicht beschmutzen und reagierten abweisend.“ Es gab
aber auch positive Reaktionen. Im März 2011 schließlich ist es
die Stadt Rüthen, die die Opfer der Hexenverfolgung für
unschuldig erklärt. Bis heute sind dem Beispiel fünf
westfälische Orte gefolgt: Hilchenbach, Hallenberg, Sundern,
Menden und Werl haben in den vergangenen Monaten die
Verurteilten rehabilitiert. In Freudenberg, Rheda-Wiedenbrück,
Recklinghausen, Münster und Büren sind entsprechende Anträge
gestellt. Für Hegeler ist das weniger ein persönlicher Erfolg
als eine zeitgemäße Art der Aufklärung. Denn Hexenverfolgung
ist aus seiner Sicht auch heute noch ein aktuelles Thema: „Die
Mechanismen gibt es noch immer in unserem Alltag: Es werden
Gerüchte verbreitet und Menschen werden denunziert. Heute nennt
man das wohl Mobbing. Deshalb ist es nicht nur wichtig, sondern
unsere Pflicht, an die Hexenprozesse zu erinnern und uns für
die Ehre der Opfer stark zu machen.“
Achtung Redaktionen: Im Download-Bereich unserer Website finden
Sie ein Pressefoto zu dieser Meldung
Weitere Informationen über die Arbeit von Hartmut Hegeler :
http://www.anton-praetorius.de/
Pressekontakt: Hartmut Hegeler, Arbeitskreis Hexenprozesse,
Telefon: 02303/53051, E-Mail: hartmut.hegeler[at]gmx.de
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Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe. Die redaktionelle
Verwendung der Beiträge ist honorarfrei.
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