[WestG] [AKT] Westfalen heute 18.01.2012
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Jan 18 14:24:39 CET 2012
Von: "Westfalen heute" <nachrichten at westfalen-heute.de>
Datum: 18.01.2012
AKTUELL
Nachrichtenservice Westfalen
Westfalen heute - 18.01.2012
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Westfalen,
NRW, Deutschland, Münster: Kultur und Medien, Panorama,
Politik, Stadtentwicklung / 18.01.2012 11:30
Tobias Rehberger soll Münsters Stromkästen zu Kunstwerken machen
Münster (wh). Vom Schandfleck zum Kunstobjekt: In Münster
könnten 69 Stromkästen rund um den Hauptbahnhof bald zu echten
Kunstwerken werden. Die Interessensgemeinschaft Bahnhofsviertel
(ISG) plant gemeinsam mit der Stadt, die trostlosen grauen
Schaltschränke vom renommierten Künstler Tobias Rehberger
umgestalten zu lassen. Dabei soll ein raumgreifendes
Gesamtkunstwerk mit überregionaler Ausstrahlungskraft
entstehen. Der 45-Jährige Rehberger ist unter anderem für seine
spiralförmige Brückenskulptur "Slinky springs to fame" in
Oberhausen bekannt geworden und gehörte 1997 zu den Künstlern
der Skulpturprojekte in Münster. Ihm werde bei dem Projekt
freie Hand gelassen, so Münsters Kulturdezernentin Dr. Andrea
Hanke. "Der künstlerische Ansatz soll sich im Dialog mit den
Menschen in Bahnhofsviertel ergeben." Eine Jury bewertet die
Ideenvorschläge im Frühjahr, zuvor entscheidet am 8. Februar
aber noch der Stadtrat über das "Kunstprojekt Schaltschränke".
Sollte es von beiden Seiten grünes Licht geben, könnten die
Entwürfe bis Anfang 2013 verwirklicht werden. Die Gesamtkosten
sollen sich auf rund 500.000 Euro belaufen, die zur Hälfte von
der ISG, sowie vom Land und der Stadt Münster getragen werden.
Weitere Informationen:
http://www.bahnhofsviertel-muenster.de/82.html
Pressekontakt: Peter Cremer, Immobilien- und
Standortgemeinschaft (ISG) Bahnhofsviertel Münster e.V.,
Telefon: 0251/41780, E-Mail: info[at]bahnhofsviertel-muenster.de
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Westfalen,
NRW, Borken: Panorama, Politik, Soziales / 18.01.2012 11:00
Fit bleiben im Polizeiberuf: Borkener Projekt ist preiswürdig
Borken (wh). Vor allem Polizeibehörden in ländlichen Regionen
verzeichnen als Folge eines hohen Durchschnittsalters der
Beamten und fehlendem Nachwuchs einen hohen Krankenstand. Um
die Polizisten fit zu halten, engagiert sich die
Kreispolizeibehörde Borken seit 2007 mit Sport,
Ernährungstraining und individuellen Beratungen. Dieses Projekt
wurde nun vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit einem
Preis in Höhe von 15.000 Euro ausgezeichnet. Über 50 Prozent
der Beamten in der Kreispolizeibehörde Borken sind über 50
Jahre alt, müssen jedoch häufig noch den Wach- und
Wechseldienst leisten, berichtet Polizei-Pressesprecher Peter
Lefering. "In großen Dienststellen wechselt man normalerweise
mit 40 Jahren in einen anderen, weniger belastenden Dienst. Das
ist hier jedoch kaum möglich, da wir hier auf dem Land, als
sogenannte Endbehörde, kaum Nachwuchs haben. Deshalb fallen
ältere Kollegen zum Beispiel wegen Rückenproblemen teilweise
wochenlang aus." Um hier zu helfen, werden in Borken für
gesundheitlich eingeschränkte Polizisten neue Stellen gesucht
oder sie nehmen eine einjährige Pause vom Wach- und
Wechseldienst. Mit Ernährungsberatung, individuellem
Sporttraining oder auch einem Nichtraucher-Coaching sollen
weitere Erkrankungen verhindert werden. Solche Maßnahmen sieht
das Betriebliche Eingliederungsmanagement des Landes NRW zwar
ohnehin vor, in Borken wurden sie jedoch besonders früh und
nachhaltig umgesetzt, so dass die Behörde als Vorbild gilt.
"Neben Diätpäpsten referieren bei uns zum Beispiel die Kollegen
selbst über ihre Ernährungsumstellung", gibt Lefering ein
Beispiel für das Engagement.
Pressekontakt: Peter Lefering, Pressesprecher Polizeibehörde
Borken, Telefon: 02861/9002202, E-Mail:
pressestelle[at]polizei-borken.de ; LWL-Pressestelle, Telefon:
0251/591235, E-Mail: presse[at]lwl.org
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Westfalen,
Gelsenkirchen, Münster: Kultur und Medien, Wissenschaft und
Bildung / 17.01.2012 15:00
"Westfälische Denkmal-Bibel": Neuausgabe des Dehio-Handbuchs
präsentiert
Westfalen (wh). Von der Burgruine Hardenstein in Witten über
die Villa Blase in Lübbecke bis zur Immaculata-Kirche in Büren:
Rund 5000 herausragende westfälische Kunstdenkmäler präsentiert
die Neuausgabe "Westfalen" in der Reihe "Handbuch der Deutschen
Kunstdenkmäler". In dem vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte (IStG)
der Universität Münster erarbeiteten Band wurden erstmals auch
Denkmäler der Industriekultur, Gärten und Bauten der
Nachkriegszeit erfasst. Die Publikation ist das Nachfolgewerk
eines 1969 erschienenen Bandes und umfasst aktuelle
Forschungsergebnisse, Grabungsbefunde und Restaurierungen.
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch betonte bei der
Buch-Präsentation in Gelsenkirchen die herausragende Bedeutung
der Neuausgabe für Westfalen. Das 1.340 Seiten starke Handbuch
habe nicht nur das Format der Bibel, "es ist auch so etwas wie
die westfälische Denkmal-Bibel", so Kirsch. Dieter Gebhard,
Vorsitzender der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe und
Kuratoriumsvorsitzender der LWL-Kulturstiftung, die das Werk
mitfinanziert hat, sagte: "Die Publikation erschließt
Fachleuten und interessierten Laien gleichermaßen die viel zu
oft unterschätzten und teilweise zu wenig bekannten Denkmäler
Westfalens." Die Reihe "Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler"
wurde 1900 vom Historiker Georg Dehio ins Leben gerufen und
gilt als Klassiker der Kunstgeschichte. Die Bände geben als
"urteilender und klärender Führer" (Georg Dehio) knapp gefasste
Auskunft über herausragende Denkmäler einer Region.
Weitere Informationen und Pressefotos:
http://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?26180
Pressekontakt: Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon:
0251/591235, E-Mail: presse[at]lwl.org
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Westfalen,
Münster: Freizeit, Kultur und Medien, Panorama / 17.01.2012
14:00
Vom Experiment zum renommierten Tanzzentrum: Das Pumpenhaus hat
die freie Theaterszene mitbegründet
Münster (wh). Künstlerische Freiheit statt Verwaltung,
Experimente statt Klassikeraufführung, Szenetreffpunkt statt
Repräsentation. Im Theater im Pumpenhaus sollte alles etwas
anders sein. Als Gegenpol zur traditionellen Theaterkultur
wurde das Haus in Münster 1984 gegründet - als eines der
bundesweit ersten freien Theater. Heute ist es ein renommierter
Aufführungsort der internationalen Tanz- und Schauspielszene.
Als herausragende Produktionsstätte wurde es zuletzt vom
NRW-Kulturministerium mit 100.000 Euro gefördert. Ludger
Schnieder, Leiter des Pumpenhauses, hat diese Entwicklung
begleitet. Nach eigenen Erfahrungen als Darsteller in Filmen
und auf Bühnen, gründete er gemeinsam mit anderen politisch
engagierten Schauspielern in einem alten Abwasserpumpenwerk ein
Off-Theater. "Wir wollten uns nicht dem damals sehr
bürgerlichen Stadttheatersystem anpassen", beschreibt er die
Motivation. "Das war eine sehr hermetische Gesellschaft und es
wurde ein traditioneller Theaterkanon abgearbeitet. Uns
interessierten hingegen Stoffe, die sich mit unserer
Lebensrealität auseinandersetzten." Die Polarisierung und die
Dogmen aus der Anfangszeit sind heute weitgehend überwunden.
Das Pumpenhaus kooperiert mit den Städtischen Bühnen Münster
und viele Zuschauer entscheiden sich eher nach dem Programm als
nach der politischen Meinung für den Theaterbesuch. Um im
Wettbewerb mit Stadttheatern und anderen freien Bühnen
erfolgreich zu sein, hat Ludger Schnieder das Profil des
Pumpenhauses klar ausgerichtet und verwaltet ein Budget von
rund 800.000 Euro, das sich aus Mitteln der Stadt Münster, des
Landes und aus eigenen Einnahmen zusammensetzt: "Wir
konzentrieren uns stark auf den zeitgenössischen Tanz. Dabei
haben wir Bodenkontakt zur lokalen und regionalen Szene, die
wir seit Jahren begleiten, arbeiten aber auch mit spannenden
nationalen und internationalen Künstlern zusammen." Dabei
verfügt das Pumpenhaus über kein eigenes Ensemble, sondern
beteiligt sich als Koproduzent an Produktionen. Diese werden
finanziell unterstützt, einige auch in den Räumen in Münster
inszeniert und geprobt. Zu den großen Erfolgen zählen die
Inszenierung "36, Avenue Georges Mandel" des Wuppertaler
Choreographen Raimund Hoghe, die 2007 zum renommierten
Theaterfestival in Avignon eingeladen war, oder auch die
Produktion "Halbstarke Halbgötter" des Münsteraner
Anästhesisten Tugsal Mogul. Sein "Theater Operation" war im
vergangenen Jahr mit dem Stück beim Heidelberger Stückemarkt
vertreten, der als wichtigstes Forum für deutsche
Nachwuchsdramatiker gilt. Trotz aller Annäherung sieht Ludger
Schnieder immer noch Unterschiede zwischen freien Bühnen und
den Stadttheatern. "Es ist nicht so, dass der freie Bereich die
Innovation gepachtet hat. Aber die Organisation ist weniger
starr, so dass wir hier manches erlauben, was im Stadttheater
eben nicht möglich wäre. Ich kann Künstlern mehr Zeit als die
üblichen sechs bis acht Wochen zum Proben geben und im
Extremfall könnte ich nur acht Veranstaltungen pro Monat
zeigen. Das alles ginge im Stadttheater nicht."
Weitere Informationen: http://www.pumpenhaus.de/
Pressekontakt: Andrea Mühlen, Presse und Kommunikation Theater
im Pumpenhaus, Telefon: 0251/201380, E-Mail:
andrea[at]pumpenhaus.de
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